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EDSA und das Virus

Ja, schon 35 Jahre ist es her. Damals gab es so viel Hoffnung und Stolz. Philippinische Arbeiter_innen in Übersee erzählten mir, wie sie weltweit eine kurze Zeit lang von Beamt_innen der Einwanderungsbehörden nicht misstrauisch oder scheel angeschaut, sondern als Inhaber_innen eines philippinischen Passes mit einem besonders freundlichen Lächeln begrüßt wurden: »Ihr wart großartig«, eine Nation, die es wagte zu sagen: »Tama na, sobra na!« (Genug ist genug!) und dann etwas unternahm.

Telegener Sturz eines Despoten

Vor 35 Jahren endete die Amtszeit von Ferdinand E. Marcos, des engsten US-Vasallen in Südostasien. Es war der erste medial voll ausgeleuchtete Machtwechsel in einem Land der sogenannten Dritten Welt – mal als »Wunder-«, mal als »Rosenkranzrevolution« überschwänglich gepriesen. Seit annähernd fünf Jahren amtiert mit Rodrigo R. Duterte ein Präsident in Manila, der sich als glühender Marcos-Verehrer versteht, und dessen Schandtaten, was allein die Menschenrechtssituation in dem Inselstaat betrifft, noch jene von Marcos in den Schatten stellt.

Im eigenen Land gestrandet

Am 16. März 2020 traten in den Philippinen vergleichsweise umfangreiche und harte Quarantänemaßnahmen in Kraft. Gleichzeitig wurden die Barangay-Verwaltungen damit beauftragt Lebensmittel und finanzielle Unterstützung für bedürftige Haushalte bereit zu stellen.

Hoher Blutzoll

Nach spanischer und US-amerikanischer Herrschaft besetzt Japan die Philippinen. Die Geschichte einer gescheiterten »Pazifizierung«.

Eiskalt geplant

Heute vor zehn Jahren wurden in der südphilippinischen Provinz Maguindanao 58 Menschen, darunter 32 Medienvertreter_innen, ermordet. Bis heute bleibt dieses Verbrechen ungesühnt.

Zum Tod von Carlos Celdran

Am Montag, den 7. Oktober verstarb Carlos Celdran im Alter von 46 Jahren in Madrid. Der Perfomancekünstler und Aktivist war bekannt für seine alternativen Stadtführungen…