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Südostasiens ältester Konfliktherd: Bald nurmehr Geschichte?

Im Süden der Philippinen (vorrangig auf den Inseln Mindanao, Basilan und Jolo) widersetzte sich die vormals überwiegend muslimische Bevölkerung seit Mitte des 16. Jahrhunderts sämtlichen militärischen Attacken und politischer Bevormundung seitens auswärtiger (kolonialer) Mächte — ob es sich nun um spanische Konquistadoren, US-amerikanische Imperialist_innen oder diverse philippinische Regierungen im fernen Manila handelte. Es war ein ebenso windungsreicher wie komplexer Kampf, der auch intern zu Spaltungen und Zerwürfnissen führte. Vor drei Jahren, am 21. Januar und 6. Februar 2019, fanden in der Region zwei Referenden statt, in denen sich die Bevölkerung mehrheitlich für eine Teilautonomie entschied.

Common Diversities: Junge Filipin@s im deutschsprachigen Raum

Was prägt mich als Kind philippinischer Migranten? »Common Diversities: Junge Filipin@s im deutschsprachigen Raum« ist das erste Buch, das von und über Filipin@s der zweiten und dritten Generation im deutschsprachigen Raum auf Deutsch und Englisch geschrieben wurde. Es ist eine Collage der persönlichen Einsichten der jungen Autoren, unterstützt durch ihre Recherchen und analysiert mit wissenschaftlichen Methoden, warum ihre Eltern migriert sind und welche Rolle die Kultur bei ihrer Identitätsbildung spielt.

Von Washingtons Gnaden

Vor 75 Jahren entließen die USA die Philippinen in die Unabhängigkeit und festigten gleichzeitig den neokolonialen Status des Landes.

EDSA und das Virus

Ja, schon 35 Jahre ist es her. Damals gab es so viel Hoffnung und Stolz. Philippinische Arbeiter_innen in Übersee erzählten mir, wie sie weltweit eine kurze Zeit lang von Beamt_innen der Einwanderungsbehörden nicht misstrauisch oder scheel angeschaut, sondern als Inhaber_innen eines philippinischen Passes mit einem besonders freundlichen Lächeln begrüßt wurden: »Ihr wart großartig«, eine Nation, die es wagte zu sagen: »Tama na, sobra na!« (Genug ist genug!) und dann etwas unternahm.

Telegener Sturz eines Despoten

Vor 35 Jahren endete die Amtszeit von Ferdinand E. Marcos, des engsten US-Vasallen in Südostasien. Es war der erste medial voll ausgeleuchtete Machtwechsel in einem Land der sogenannten Dritten Welt – mal als »Wunder-«, mal als »Rosenkranzrevolution« überschwänglich gepriesen. Seit annähernd fünf Jahren amtiert mit Rodrigo R. Duterte ein Präsident in Manila, der sich als glühender Marcos-Verehrer versteht, und dessen Schandtaten, was allein die Menschenrechtssituation in dem Inselstaat betrifft, noch jene von Marcos in den Schatten stellt.

Im eigenen Land gestrandet

Am 16. März 2020 traten in den Philippinen vergleichsweise umfangreiche und harte Quarantänemaßnahmen in Kraft. Gleichzeitig wurden die Barangay-Verwaltungen damit beauftragt Lebensmittel und finanzielle Unterstützung für bedürftige Haushalte bereit zu stellen.

Hoher Blutzoll

Nach spanischer und US-amerikanischer Herrschaft besetzt Japan die Philippinen. Die Geschichte einer gescheiterten »Pazifizierung«.