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McCarthy lässt grüßen

Die aktuelle Welle von »red tagging« in den Philippinen, in deren Verlauf die Regierung bestimmte Personen als Kommunist_innen »brandmarkt«, ist in den letzten Wochen immer höher geschwappt. Sie erfasst Journalist_innen, Schauspieler_innen, NGO-Mitarbeitende, Kirchenleute, Pädagog_innen und Mitglieder des Kongresses gleichermaßen und jüngst sogar diejenigen, die Gemeinschaftsspeicher oder Lebensmittelbanken, sogenannte »community pantries«, für die Armen organisieren.

EDSA und das Virus

Ja, schon 35 Jahre ist es her. Damals gab es so viel Hoffnung und Stolz. Philippinische Arbeiter_innen in Übersee erzählten mir, wie sie weltweit eine kurze Zeit lang von Beamt_innen der Einwanderungsbehörden nicht misstrauisch oder scheel angeschaut, sondern als Inhaber_innen eines philippinischen Passes mit einem besonders freundlichen Lächeln begrüßt wurden: »Ihr wart großartig«, eine Nation, die es wagte zu sagen: »Tama na, sobra na!« (Genug ist genug!) und dann etwas unternahm.

Militärische Intelligenz

»Lächerlich dumm« nannte die Nationale Journalistenunion der Philippinen (NUJP) die Liste der Streitkräfte der Philippinen (AFP) mit Absolvent_innen der renommierten staatlichen University of the Philippines (UP), die angeblich Mitglieder der Neuen Volksarmee (NPA), des bewaffneten Arms der Kommunistischen Partei der Philippinen (CPP), seien.