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Wahlsieg für Ferdinand Marcos Jr.

Am 9. Mai waren rund 67 Mio. Menschen in den Philippinen dazu aufgerufen, über die Nachfolge des bisherigen Präsidenten Rodrigo Duterte abzustimmen. Ferdinand Marcos Jr. hat mit einem weiten Vorsprung von mehr als doppelt so vielen Stimmen wie seine Herausforderin Leni Robredo, die Wahl für sich entschieden. Weit abgeschlagen folgten die übrigen acht Präsidentschaftskandidat_innen.

Am Wahltag kam es an mehreren Orten zu gewaltsamen Angriffen. Auf der Insel Mindanao hatte es eine tödliche Schießerei gegeben, bei der drei Wachmänner getötet und ein vierter verletzt worden sein soll. Bei einer weiteren Attacke mit einer Granate wurden neun Menschen verletzt. Tausende von Wählenden waren von technischen Schwierigkeiten und langen Wartezeiten betroffen. Am Morgen nach dem Wahltag forderten hunderte Demonstrierende vor dem Hauptbüro der Wahlkommission (Comelec) eine Überprüfung der Ergebnisse. Sie protestierten gegen Unregelmäßigkeiten, Stimmenkauf, defekte Wahlmaschinen und mangelnde Transparenz im Vorlauf der Wahlen.

Expert_innen und Analyst_innen richten nun ihr Augenmerk darauf, welches Kabinett der designierte Präsident Ferdinand Marcos zusammenstellt, welche Pläne er hinsichtlich der Wirtschaft des Landes verfolgt und wie er das Land geopolitisch positioniert. Der Sieg des Sohns des ehemaligen Diktators trägt nach Ansicht von Beobachter_innen zu einem »regionalen demokratischen Rückschritt« bei. Ferdinand Marcos weigert sich nicht nur, die Verbrechen seiner Familie anzuerkennen, sondern polierte die Ära seines Vaters zu einem »goldenen Zeitalter« auf.

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