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Die Macht der Falschinformationen

Während die Wahlkampfsaison auf Hochtouren läuft, intensivieren sich auch die Bemühungen, die Präsidentschaftskandidat_innen durch gezielte Desinformation entweder aufzuwerten oder zu diskreditieren. 47 Prozent der wahlkampfbezogenen Desinformationen, die im Internet kursieren, thematisieren Präsidentschaftskandidatin Leni Robredo, 36 Prozent Ferdinand »Bongbong« Marcos. Der große Unterschied dabei: 94 Prozent der Desinformationen, die Leni Robredo betreffen, richten sich gegen sie, wohingegen 90 Prozent der Desinformationen zu Bongbong Marcos ein positives Bild des Präsidentschaftskandidaten zeichnen. Die häufigsten falschen Narrative im Zusammenhang mit den beiden Spitzenkandidat_innen befassen sich mit Wahlbetrug, Eignung für das Amt, Katastrophenschutz, Charakter, Wahlkampf und »red tagging«.

Durch die Sozialen Medien verbreiten sich ungeprüfte Informationen schneller und einfacher als je zuvor. Die Journalismus-Professorin Yvonne Chua wies darauf hin, dass die mangelnde Überprüfung der Fakten auf den sozialen Medienplattformen zur immensen Verbreitung von Desinformationen führt. Anhand ihrer Analyse der Daten von Tsek.ph stellte sie fest, dass Facebook von allen sozialen Netzwerken am meisten zur Verbreitung von Desinformationen beiträgt, gefolgt von YouTube und TikTok.

So ist es wenig verwunderlich, dass der ehemalige Senator Ferdinand »Bongbong« Marcos die von Pulse Asia durchgeführte Umfrage zur Präsidentschaftswahl anführt. Die Ende Februar erhobenen Daten ergaben, dass 60 Prozent der 2.400 befragten registrierten Wähler:innen Bongbong Marcos zum nächsten philippinischen Präsidenten wählen würden. Die Vizepräsidentin Leni Robredo erhielt mit 15 Prozent der Stimmen den zweithöchsten Stimmenanteil unter den Befragten.

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