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Dutertes Rückzug

Nach der sechsjährigen Amtszeit Rodrigo Dutertes, der sich laut Verfassung nicht erneut an der Präsidentschaftswahl im Mai 2022 beteiligen darf, steht fest: das Amt des Präsidenten wird neu besetzt. Etwa ein Dutzend Kandidat_innen bewerben sich um das höchste Amt des Staates, darunter der frühere Box-Weltmeister Manny Pacquiao und der Bürgermeister der Hauptstadt Manila, Isko Moreno. Nun ist der Wahlkampf um einen weiteren namenhaften Bewerber gewachsen. Anfang Oktober gab der Sohn des früheren Diktators Marcos, Ferdinand »Bongbong« Marcos Jr. seine Kandidatur bekannt. Marcos wolle die Philippinen vereinen und die Coronakrise bekämpfen. Allerdings wird die Kandidatur von Bongbong Marcos von der politischen Opposition stark kritisiert.

Der amtierende Präsident Duterte, der zunächst eine Kandidatur um das Amt des Vizepräsidenten anstrebte, kündigte überraschend seinen Rückzug aus der Politik an. Diese Entscheidung begründete Duterte damit, dass eine Kandidatur für das Amt des Vizepräsidenten ein »Verstoß gegen die Verfassung« wäre. Denn wenn der Präsident stirbt, arbeitsunfähig wird oder während seiner Amtszeit zurücktritt, übernimmt sein_e Stellvertreter_in das Amt. Diese Regelung hat Kritik an Dutertes Ambitionen auf das Vizepräsidentenamt ausgelöst. Dutertes Rückzug könnte den Weg für eine Kandidatur von Dutertes Tochter, Sara Duterte-Carpio, als Präsidentin ebnen. Laut Umfragen von Pulse Asia ist Duterte-Carpio die bevorzugte Kandidatin für das Präsidentschaftsamt, während der Senatspräsident Vicente Sotto III als Spitzenkandidat für das Amt des Vizepräsidenten gilt. Allerdings hat Duterte-Carpio zuletzt mehrfach verneint, Ambitionen auf die Präsidentschaft zu haben und ihre Kandidatur zur Wiederwahl als Bürgermeisterin von Davao City eingereicht.