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»Hassverbrechen« gegen Transgender

Laut philippinischer Polizei wurde die brutal zugerichtete Leiche von Ebeng Mayor am 20. Mai in Quezon City gefunden, nachdem er drei Tage lang als vermisst galt. Quezon City Bürgermeisterin Joy Belmonte verurteilte den Mord und nannte die Tat ein Hassverbrechen, das keinen Platz in einer zivilisierten Gesellschaft hat. Ein Kindheitsfreund des Opfers gestand das Verbrechen und nannte zudem zwei weitere Personen, die an der Tat beteiligt gewesen seien. Der philippinische Polizeichef Gen Guillermo Eleazar wies die Polizei von Quezon City an, eine Spezialermittlungsgruppe zu bilden, die sich mit dem Fall des ermordeten Transmannes befassen soll. Auch die Menschenrechtskommission (CHR) kündigte an, dass sie ihre eigene unabhängige Untersuchung einleiten und eng mit den Behörden zusammenarbeiten werde. Die Tat unterstreiche die Notwenigkeit, dass das Gesetz zur Gleichstellung von sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität (SOGIE) verabschiedet werden müsse, hieß es weiter. Derzeit gibt es 15 noch ausstehende SOGIE-Gesetze im Kongress. Der Fall sei nur »der jüngste unter vielen Fällen von Vergewaltigung, Mord, Übergriffen und Missbrauch von jungen und alten LGBTQ+ Bürger_innen in der letzten Zeit«, sagte Bernadette Herrera-Dy, die stellvertretende Sprecherin des Repräsentantenhauses. Die Legislative forderten nun eine allgemeine Untersuchung über die Übergriffe gegen die LGBTQ+ Gemeinschaft. LGBTQ+ Gruppen kritisierten, dass Mayors Tod sinnbildlich für das fortwährende Versagen der Duterte-Administration sei, die verletzliche Gemeinschaft zu schützen, besonders nachdem der Präsident letztes Jahr den US-Marine Joseph Pemberton, der 2014 die Transfrau Jennifer Laude getötet hatte, begnadigte.

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