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Die Belagerung Marawis jährt sich zum vierten Mal

Vor fast vier Jahren erstürmten Rebellen die Stadt Marawi auf der südphilippinischen Insel Mindanao, um dort nach dem Vorbild der Dschihadistenmiliz »Islamischer Staat« ein Kalifat auszurufen. Es entbrannten heftige Gefechte mit dem Militär, die fünf Monate andauerten. Fast alle Bewohner_innen der Stadt mussten fliehen und weite Teile Marawis wurden zerstört. Nach Schätzungen des Flüchtlingskommissariats der Vereinten Nationen (UNHCR) wurden bis zu 40 Prozent der Gebäude und Infrastruktur beschädigt.

Zeitgleich zum vierten Jahrestag der Belagerung von Marawi forderten zivilgesellschaftliche Organisationen aus Mindanao die Regierung von Präsident Rodrigo Duterte auf, den Wiederaufbau der Stadt zu beschleunigen, damit die vertriebenen Bewohner_innen nach Hause zurückkehren können.

Noch immer seien die meisten Versprechen, einschließlich der gerechten Entschädigung für die Schäden von Lebensgrundlage und Eigentum der betroffenen Personen und der sofortigen Rückkehr der Vertriebenen, immer noch nicht erfüllt worden, sagte ein Sprecher der Marawi Advocacy Accompaniment (MAA). In der Zwischenzeit seien von den 470 in Marawi begrabenen Kriegstoten nur vier identifiziert worden, teilte das philippinische Kriminallabor Region 10 Mitte Mai mit. Es werden immer noch Familienmitglieder für einen DNA-Abgleich gesucht.

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