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Philippinen erhalten erste Impfstoffdosen

Am Sonntag, den 28. Februar 2021 traf die erste Lieferung von COVID-19 Impfstoffen in den Philippinen ein. Die 600.000 Dosen des Impfstoffs CoronaVac des chinesischen Arzneimittelherstellers Sinovac Biotech wurden von der chinesischen Regierung gespendet. Die Food and Drug Administration (FDA) erteilte Ende Februar die Notfallzulassung für den Impfstoff, stellte aber zuvor fest, dass dieser nicht für die Impfung von Gesundheitspersonal empfohlen wird, da CoronaVac nur eine Wirksamkeit von rund 50 Prozent habe. Allerdings erlaubte die behördenübergreifende Task Force zur Bekämpfung der Pandemie (IATF) wenig später den Einsatz des Impfstoffs von Sinovac bei Mitarbeitenden des Gesundheitswesens.

Eigentlich wurde am 1. März die Lieferung von mehr als einer halben Million Impfstoffdosen von AstraZeneca erwartet. Allerdings teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) der philippinischen Regierung die Lieferverzögerung um circa eine Woche aufgrund eines »globalen Versorgungsproblems« mit. Die Verschiebung verzögert den nationalen Immunisierungsplan der Philippinen weiter. Ohnehin sind die Philippinen das letzte Land in Südostasien, das mit seinem Massenimpfprogramm beginnt.
Mit dem Fehlen der Impfstoffdosen nahm Präsident Rodrigo Duterte seine Entscheidung, die von der IATF vorgeschlagenen Lockerungen der Quarantänebeschränkungen für das gesamte Land vorzunehmen, zurück. Die Philippinen erleben einen der längsten und härtesten Lockdowns der Welt. Der philippinische Impfstoffbeauftragte Carlito Galvez Jr. verkündete, dass die Regierung zwei weitere Vereinbarungen mit Pharmaindustrieunternehmen hat, um mindestens 25 Millionen weitere Dosen an COVID-19 Impfstoffen zu sichern. Zu den neu unterzeichneten Verträgen gehören die mit Moderna über 20 Millionen und mit Johnson & Johnson über 5 Millionen Dosen.

Um zusätzliche Impfstoffquellen zu erschließen machten die Philippinen den Vorschlag, der zukünftigen Entsendung von philippinischen Pflegekräften nach Deutschland und Großbritannien nur unter der Bedingung nachzukommen, wenn die Länder im Gegenzug Impfstoffe in die Philippinen schickten. Das britische Gesundheitsministerium wies einen solchen Deal zurück. Auch innerhalb der Philippinen sorgte der Vorschlag für viel Kritik. So entschuldigte sich Arbeitsminister Silvestre Bello III bei den Gesetzgeber_innen Ende Februar, er habe nicht beabsichtigt, Krankenpfleger_innen gegen Impfstoffe auszutauschen.

Ein Kommentar

  1. […] zweithöchste Zahl an Fällen in der Region aufweisen. Für den Start des ersten Rollouts wurden 600.000 Dosen des Impfstoffs CoronaVac vom chinesischen Hersteller Sinovac verwendet, die zuvor von der chinesischen Regierung gespendet worden waren. 400.000 weiteren gespendete Dosen […]

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