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Neue Corona-Variante entdeckt

Im Rahmen der sich im März stark ausbreitenden zweiten Coronawelle stieg die Anzahl der COVID-19-Fälle in den Philippinen. Wie auch in Deutschland breiten sich vor allem die Varianten aus, die zuerst in Großbritannien und Südafrika identifiziert wurden. Zusätzlich wurde Mitte März eine neue COVID-Variante bestätigt, die zum ersten Mal in den Philippinen entdeckt wurde. Es ist jedoch noch nicht erforscht, ob die Variante übertragbarer ist oder ob sie die Wirksamkeit der Impfstoffe herabsetzen kann.

Das Gesundheitsministerium (DOH) meldete Ende März Rekordzahlen von über 10.000 neuen Infektionen an einem Tag, womit die Gesamtzahl der Fälle im Land auf 731.894 stieg (Stand 29. März). Davon sind über 100.000 Personen derzeit erkrankt — die höchste Zahl aktiver Fälle seit Beginn der Pandemie. Das DOH meldete außerdem 54 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19, womit die Zahl der Todesfälle auf 13.149 gestiegen ist. Laut Gesundheitsstaatssekretär Leopoldo Vega sind zurzeit 52 Prozent der 7.000 Covid-19 Isolations- und Stationsbetten in Metro Manila belegt, zusammen mit 64 Prozent der 679 Intensivbetten. Dies sei »alarmierend« und deshalb plädierte Vega in einer Pressekonferenz für eine »angemessene Antwort« auf den Anstieg der Infizierungen, »um den Krankenhäusern in Metro Manila zu helfen«.

Um den Anstieg der COVID-Fälle im Land zu kontrollieren werden unter anderem die Regionen Metro Manila, Bulacan, Cavite, Laguna und Rizal ab 22. März für zwei Wochen unter eine strengere allgemeine Gemeindequarantäne gestellt. Die fünf Regionen, auch bekannt als »NCR Plus«, werden strengeren Mobilitätskontrollen und -einschränkungen unterzogen. Bei den Maßnahmen handele es sich, nach Regierungsangaben, jedoch nicht um eine Abriegelung, da die meisten Geschäften offen blieben.

Mit einer Verspätung von zwei Wochen begann am 01. März die Durchführung der ersten Impfungen gegen das Coronavirus. Damit gehören die Philippinen zu den letzten Ländern in Südostasien, die mit ihrer COVID-19 Impfkampagne begannen, obwohl sie die zweithöchste Zahl an Fällen in der Region aufweisen. Für den Start des ersten Rollouts wurden 600.000 Dosen des Impfstoffs CoronaVac vom chinesischen Hersteller Sinovac verwendet, die zuvor von der chinesischen Regierung gespendet worden waren. 400.000 weiteren gespendete Dosen folgten. Die Notfallzulassung für CoronaVac wurde nur wenige Tage vorher erteilt. Darüber hinaus ist die erste Lieferung von mehr als 480.000 Impfdosen des britisch-schwedischen Arzneimittelherstellers AstraZeneca aus der COVAX-Initiative eingetroffen. Die COVAX-Initiative ist eine von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geleitete globale Initiative, die den gerechten Zugang zu COVID-19-Impfstoffen sicherstellen soll. Die Philippinen sollen in diesem Zuge zwischen 5,5 und 9,2 Millionen Dosen von AstraZeneca und 117.000 Dosen von Pfizer-BioNTech-Impfstoffen erhalten. Es bleibt allerdings unklar, wann diese Impfstoffe geliefert werden. Die Philippinen gehören zu den ersten Ländern in Südostasien, die Impfstoffe aus der COVAX-Einrichtung erhalten haben.

Die Verwendung des CoronaVac-Impfstoffs für Mitarbeitende des Gesundheitswesens sorgte indessen für Kontroversen. Die Food and Drug Administration (FDA) hatte empfohlen CoronaVac nicht an medizinisches Frontpersonal zu verimpfen. Grund war eine klinische Studie aus Brasilien, die dem Impfstoff nur eine Wirksamkeitsrate von rund 50 Prozent attestierte. Neben der geringen Menge an Impfdosen ist auch die vorherrschende Impfskepsis im Land ein Grund für die schleppend ablaufenden Impfungen. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass nur ein Fünftel der Filipin@s bereit seien, sich impfen zu lassen.

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