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Kein Präsident. Nirgends.

Den Philippinen fehlt eine Führungspersönlichkeit.

Es gibt keine Führungspersönlichkeit. Es gibt nur Rodrigo Duterte, der in den Sümpfen seines »Es«, seines Unterbewusstseins, herumstochert, ein Laufbursche, der ständig auf der Hut ist.

Es gibt keine Führungspersönlichkeit. Nur Duterte, der auf vermeintliche Feinde eindrischt oder wie ein seniler Tyrann herumjammert und herumfuchtelt, der alles und jeden für seine miserable Leistung verantwortlich macht und diejenigen angreift, die einspringen, um die klaffenden Lücken in der Regierung zu füllen. Mit 110 Millionen Menschenleben auf dem Spiel, tischt er noch immer Berichte auf, die von einem Tiefpunkt zum anderen taumeln.

Jüngst sprach er vom Blasenleiden, bezeichnete die Überreste eines COVID-19-Opfers als »schmutzigen Kadaver«. Er schimpfte über Drogensüchtige und schwadronierte über den internationalen Waffenhandel.

Heute kann er sich nicht einmal mehr daran erinnern, dieses oder jenes Gesetz unterschrieben zu haben. Seine Helfer_innen belehren die Leute, aber sie drehen und wenden ihre fetten Hintern, einzig um ihr Versagen zu verbergen, kritische Gesundheitssysteme einzurichten. Die Armen müssen erst mit einem Fuß im Grab stehen, bevor die Regierung ihre Test- und Behandlungsbedürfnisse schultert.

Duterte faselt über alles Mögliche, nur scheut er sich davor, klipp und klar zu sagen, was seine Regierung unternimmt, um den Rückstand bei den Eindämmungsmaßnahmen aufzuholen, den Schutz von Gesundheitsarbeitenden und Patient_innen zu garantieren und ihre Verpflichtungen gegenüber hungernden, gestrandeten Menschen einzugehen.

Der Präsident ignoriert den Tumult der verworrenen, undurchsichtigen sozialen Verbesserungsprogramme. Die Kranken und ihre Familien wissen nicht, an wen sie sich wenden sollen. Jeder Tag bringt Widersprüche und Verwirrung darüber, wie Haushalte und Gemeinden sich selbst schützen können, während sie die Patienten versorgen.

Polizist_innen, die jeder Logik beraubt sind, töten immer noch Menschen im Namen des Schutzes der Bevölkerung. Nationale »Expert_innen« verwerfen und verwerfen Richtlinien, weil sie noch immer nicht gelernt haben, sich zu beraten. Die COVID-19-Pandemie pirscht sich an den Malacanang-Palast heran. Dutertes Handlanger können nicht einmal ein paar Worte von ihm auf Video aufnehmen.

Gewiss, einige von uns können Unmengen von bürokratischen Anleitungen lesen. Duterte, sagen seine Verteidiger_innen, spricht nicht zu uns, sondern zu seiner Basis.

Was er ihnen nicht sagt, was er ihnen vorenthält, zeigt, wie wenig er an die Herausforderungen denkt, vor denen sie stehen.

Einsperren lautet die Devise in diesem Spielchen.

Er setzt stets auf einen Schuldtrip und sein Regime greift umgehend die an, die Sinniges auf die Beine stellen und tatsächlich Konkretes liefern.

Der private Sektor hat tief gegraben, um auf die Appelle des Gesundheitssektors und der verletzlichen Armen zu reagieren. Weil sie Vizepräsidentin Robredo weitaus mehr zutrauen, mit dieser Hilfe etwas zu erreichen, prügelt Malacanang auf sie ein.

Die Zivilgesellschaft hat eine Flut von Vorschlägen und Ratschlägen gegenüber den zahlreichen Behörden unterbreitet, die darin involviert sind, einen Lockdown zu unterstützen, der tatsächlich darauf abzielt, die COVID-19-Ansteckung wirksam einzudämmen. Indes führen die Unfähigen nichts anderes im Schilde, als eine Lüge nach der anderen zu fabrizieren und in Umlauf zu bringen.

Wahre Führungspersönlichkeiten rufen ihr Volk in einer Krise zur Hilfe auf. Die Besten unter ihnen verstehen es, das vorhandene Reservoir guten Willens und die Menschlichkeit des Volkes voll auszuschöpfen.

Dutertes Auftreten und Worte hingegen betrachten die Bevölkerung und ihre legitimen Anliegen als eine überschwere Bürde, die einzig von seinen als erlösende Messiasse gefeierten Jungs und Mädels gestemmt werden kann.

Die Botschaft gipfelt immer wieder darin: Eure Hilfe ist willkommen, aber verschont uns mit glänzenden Ideen.

Mitglieder von Dutertes Kabale kauern immer noch, murmeln und stolpern, und dann knurren und krallen sie sich in die Leute und drohen mit geballten Fäusten.

Dem Land fehlt eine Führungspersönlichkeit.

Man sieht es an den aufzehrenden Machtkämpfen, die über Gebühr viel Zeit in Anspruch nehmen, an den Politiken, die ebenso rasch verfolgt wie auch wieder verworfen werden, als betriebe man Würfelspiele.

Wahre Führungspersönlichkeiten erziehen und inspirieren. Sie versuchen, in die Fußstapfen der Bürger zu treten, die von den harschen Herausforderungen schieren Überlebens überwältigt und erschöpft sind.

Die Regierung beschuldigt die Bürger, selbstgefällig zu sein. Aber wer hat die Warnungen vor tödlichen Virusvarianten ignoriert? Wer hat die lokalen Behörden angewiesen, Schutzmaßnahmen aufzugeben, was zu neuen Ausbrüchen führte, wo just eine Erholung eingesetzt hatte? Wer hat die Kontaktverfolgung abgeschafft? Wer hält immer noch an veralteten Testmethoden fest?

Die Philippinen stehen am Rande der roten Zone. Dennoch hören wir immer noch auf Apologeten, die versuchen, die Realität zu verdrehen. Sie geben fast schon den Patienten in den Krankenhäusern die Schuld daran, dass wartende Patient_innen draußen auf Parkplätzen sterben. Aber sie haben nicht gehandelt, als es um die wirtschaftliche Absicherung von Notfällen ging. Die Gefahrenzulage kommt in manchen Bereichen ein Jahr zu spät.

Im März 2020 rief das Regime nach Held_innen. So viele sind gestorben. So viele sind krank. Duterte indes hat nichts unversucht gelassen, Held_innen für das Verbrechen, Richtiges zu tun, zu stürzen.

Er stiftet laufend Verwirrung und hindert das Volk daran, zusammenzufinden. Wenn er schon keine Führungspersönlichkeit sein kann, sollte er wenigstens von der Bühne abtreten und gehen.

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