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Taifun-Jahr 2020

Die Taifun-Saison 2020 hat die Philippinen stark getroffen. Taifun Vamco war Mitte November schon der fünfte tropische Wirbelsturm, der innerhalb von drei Wochen über den Inselstaat hinweg zog. Er kam nur eine Woche nachdem die Philippinen vom Supertaifun Goni heimgesucht worden waren, der zeitweise mit über 200 km/h gewütet hatte. Goni gilt als weltweit stärkster Sturm des Jahres. Die Taifune verursachten Überschwemmungen und Erdrutsche, schnitten Straßen ab und zwangen viele Bewohner_innen zur Flucht aus ihren Häusern. Zehntausende Menschen mussten in Evakuierungszentren Schutz suchen, was wiederum ein größeres Infektionsrisiko aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie bedeutete. In Folge der Tropenstürme wurden mindestens 50 Todesopfer verzeichnet und Infrastrukturschäden in Millionenhöhe. Jüngst brachte das tropische Tiefdruckgebiet Vicky heftige Regenfälle mit sich, die in mehreren Gebieten der Visayas und Mindanao Überschwemmungen verursachten.

Vamco sei ein Beweis und »eine weitere starke Erinnerung«, dass dringende Klimaschutzmaßnahmen erforderlich seien; so lauteten die Worte von Präsident Duterte zum Abschluss seiner Rede auf dem 37. Gipfeltreffen der ASEAN-Staaten. Er forderte, dass Industrienationen ihre Anstrengungen zur Reduzierung der Kohlenstoffemissionen verstärken müssen, denn die von fossilen Brennstoffen angetriebenen Volkswirtschaften der Industrieländer trügen am meisten zur globalen Erderwärmung bei. Nach Ansicht von Wissenschaftler_innen begünstigte die Klimaerwärmung das Auftreten von starken Stürmen und unregelmäßigen Wettermustern, von denen die Philippinen jedes Jahr schwer betroffen sind.

Zudem wurden Stimmen laut, die die Ineffizienz der Katastrophenschutzmaßnahmen der philippinischen Regierung kritisierten. Sie forderten Rechenschaft der Machthaber_innen und die Schaffung eines besseren Systems zur Minimierung von Zerstörungen, welche die Philippinen in Zeiten der Naturkatastrophe erfahren.

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