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36. ÖPK auf 2021 verschoben

Die ÖPK des Jahres 2020, die eigentlich vom 16. bis 18. Oktober in Kaub am Rhein zum Thema »Recht auf Bildung« geplant und angekündigt war, fällt aus und wird auf Oktober 2021 verschoben.

Schweren Herzens hat sich der Arbeitskreis der Ökumenischen Philippinenkonferenz (ÖPK) entschlossen, in der Zeit der Corona-Pandemie der Gesundheitsvorsorge Vorrang vor allen Interessen an Begegnung, Diskussion und Austausch zu geben und kein Risiko einzugehen durch eine Präsenzveranstaltung, die traditionell über 70 Teilnehmer_innen zusammenbringt.

Erstmals in der über 35-jährigen Geschichte unserer Konferenz meinten die Mitglieder des Arbeitskreises, dass ein Zusammenkommen im Oktober kaum zu verantworten ist—auch wenn es schwer fällt, einzuschätzen, wie die konkreten Risiken in vier Monaten sein werden. Wegen der nötigen Planung und Vorbereitung musste jetzt die Entscheidung getroffen werden. Dabei spielte natürlich auch eine Rolle, dass ein wichtiges Element unserer Konferenzen, die persönliche Begegnung mit frisch aus den Philippinen angereisten Gästen, auf Grund der voraussichtlich andauernden Reisebeschränkungen nicht stattfinden könnte.

Als Alternative hat der Arbeitskreis die diesjährige ÖPK als Videokonferenz in Betracht gezogen, hält das aber für unangebracht, weil ein solches Format unser aller Wunsch nach Austausch und persönlicher Begegnung nicht entsprechen kann.

Auch hatten wir ein Tagesseminar am 17. Oktober als Ersatz ins Auge gefasst und die Reservierung eines großen Saales für den nötigen Abstand vorgemerkt. Aber zu vermuten ist, es würden sich für eine Tagesveranstaltung von ein paar Stunden nur wenige Teilnehmende (aus der Nähe) auf den Weg machen. Problematisch ist auch die Pandemie-sensible Organisation von Mittagessen und Kaffeepausen. Die Bildung von Kleingruppen zwecks Diskussionsrunden erscheint fast undenkbar. Es würde keine »Stimmung« aufkommen.

Nun setzen wir alle Hoffnung darauf, im Jahr 2021 die 36. ÖPK ohne große Hindernisse, Einschränkungen und Risiken veranstalten zu können—voraussichtlich zu dem Arbeitstitel, mit dem wir uns eigentlich in diesem Jahr befassen wollten: Philippinen—Recht auf Bildung.

Die weltweite Corona-Pandemie hat uns nicht nur in Deutschland und Europa in den zurückliegenden Monaten alle sehr beschäftigt, sie hat selbstverständlich auch vor den Philippinen nicht Halt gemacht, sondern auch dort seit Anfang des Jahres Kreise gezogen, das öffentliche Leben großenteils zum Erliegen gebracht und zu zahlreichen Infizierten und vielen Todesopfern geführt. Stand Mitte Juni laut Angaben der Morgenpost: 26.781 bestätigte Infektionsfälle, 6.552 Genesene, 1.103 Todesfälle.

Viele Leserinnen und Leser dieses Sommerrundschreibens werden gewiss über die Medien, durch persönliche Kontakte zu Familienangehörigen, Verwandten und Bekannten in den Philippinen von den Ereignissen dort und dem Verlauf der Pandemie erfahren und Neuigkeiten über das Ausmaß, die Folgen, die wirtschaftlichen und sozialen Erschütterungen und möglicherweise auch Nachrichten vom Tod lieber Menschen, die der Pandemie zum Opfer gefallen sind, erhalten haben.

Ergänzend dazu berichtet Robin Weber-Höller, der vor Kurzem die Philippinen bereiste, in Fisch und Vogel von der aktuellen Situation im Land und versucht durch verschiedene kurze Streiflichter einen Einblick ins Leben einiger Filipin@s, ihren Sorgen und Erfahrungen, zu geben.

Außerdem haben wir das philippinenbüro gebeten, ein Factsheet zu erarbeiten, in dem die aktuelle Situation von philippinischen Migrant_innen in Deutschland und Europa und Angehörigen der Diaspora im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie dargestellt werden soll, darunter vor allem philippinischen Seeleute, Pflegekräfte und LKW-Fahrer_innen. Wir möchten damit an Thema und Diskussionen der 35. ÖPK im Oktober 2019 anknüpfen und der Frage nachgehen, wie sich die Pandemie in unserer Umgebung auf die Mitglieder der philippinischen Diaspora ausgewirkt hat.

Im Namen des Arbeitskreises mit vielen Grüßen und besten Wünschen für weiterhin gute Gesundheitsvorsorge

Karl Schönberg und Wolfgang Spohn Haniel

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