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Nach dem Taal-Ausbruch

Der im Taalsee gelegene Taal-Vulkan gilt als einer der aktivsten Vulkane der Philippinen und brach am 12. Januar aus. Nachdem es 43 Jahre keinen Ausbruch mehr gab, spie der Vulkan zunächst Wasserdampf und Asche. Am Tag darauf flog heiße Lava in die Luft. Der Ausbruch wurde von heftigem Donner, Blitzschlag und Erdbeben begleitet.

Die philippinischen Behörden erklärten die 4. Alarmstufe, da die vielen vulkanischen Beben auf einen Magmaanstieg im inneren des Vulkans hindeuteten. Der Wind verteilte die Asche im Umkreis und blies sie nördlich über die philippinische Insel Luzon: Landstriche versanken in Asche, die Flughäfen Manilas stellten ihren Flugbetrieb zeitweilig ein. Hundertausende Menschen in einem Radius von 14 Kilometern mussten ihre Häuser verlassen und wurden in Städten der Umgebung in Evakuierungszentren untergebracht.

Militär- und Polizeibeamte sperrten 199 Barangays, 15 Städte und Gemeinden in Batangas und Cavite ab. Ende Januar durften viele Bewohner_innen zurück in ihre Häuser, da die Behörden die Bedrohung auf die 3. Alarmstufe senkten und die offizielle Gefahrenzone auf sieben Kilometer verkleinerte.

Die 23 Quadratkilometer große Vulkaninsel im Taalsee ist ein beliebter Tourist_innenmagnet, um den tausende Menschen vom Fischfang und dem Tourismus lebten. Ein Leben auf der mit Asche verschütteten Insel ist nun nicht mehr möglich. Rund einen Monat nach dem Ausbruch füllt sich der Vulkankrater langsam wieder mit Wasser. Doch die Lage bleibt angespannt, da die seismischen Beben zwar nachgelassen haben, aber noch messbar sind. Bei einer erneuten Explosion könnte ein Kontakt von Magma und Wasser große Sprengkraft entwickeln—die Behörden senkten die Bedrohung auf die 2. Alarmstufe ab und erklärten die Vulkaninsel als permanente Gefahrenzone. Präsident Duterte rief den Katastrophenstand für die Region Calabarzon aufgrund der Schäden aus, da mit der Katastrophenerklärung Hilfs- und Rehabilitationsbemühungen beschleunigt würden. Der Katastrophenstand soll ein Jahr ausgerufen sein.

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