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Zum Tod von Carlos Celdran

Am Montag, den 7. Oktober verstarb Carlos Celdran im Alter von 46 Jahren in Madrid. Der Perfomancekünstler und Aktivist war bekannt für seine alternativen Stadtführungen durch das kolonial-historische Zentrum Manilas Intramuros. Vor neun Jahren engagierte er sich mit der Perfomance »Damaso« für die Reproductive Health Bill. In der katholischen Kathedrale von Manila nahm er 2010 Bezug auf Jose Rizals historische Schrift »Noli Me Tangere« und klagte, verkleidet als Rizal, die Mitglieder der Katholischen Bischofskonferenz für ihren Widerstand gegen das reproduktive Gesundheitsgesetz an. Carlos wurde daraufhin inhaftiert und für die »Verletzung religiöser Gefühle« verurteilt.

Auch gegenüber der Regierung Dutertes äußerte sich Carlos kritisch und sah sich in Folge mit scharfem Hass, medialen Trollen und Todesdrohungen konfrontiert. Im Dezember 2018 entschied er sich ins spanische Exil zu gehen. Am 3. Oktober fand die erste alternative Stadtführung zu »Jose Rizal Tour of Madrid« statt.

Das philippinenbüro hat Carlos auf dem Jahresseminar im Juni 2019 als nachdenklichen, lebensfrohen und politischen Menschen kennengelernt. Er berichtete eindrücklich von seiner Kunst und von seinem Umgang mit der Kritik gegen ihn. Seine Geschichte berührte und inspirierte die Teilnehmer_innen auf besondere Weise. Wir sind erschrocken über seinen plötzlichen Tod und senden unsere Anteilnahme an seine Familie und Mitstreiter_innen.

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