Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Der erste Monat

So schnell geht die Zeit vorbei… die Einführungsphase ist rum, der erste Monat vorbei und somit startet der eigentliche richtige Freiwilligendienst.

Im letzten Monat ist viel passiert, ich wurde mit Eindrücken regelrecht überflutet: ich habe ganz viele tolle Menschen kennen gelernt, wunderschöne Orte bewundert, exotisches Essen probiert, Tagalog gelernt, Freunde gefunden und auch meine endgültige Entscheidung getroffen, wo ich leben und arbeiten möchte.

Jetzt gerade sitze ich bei meiner Gastfamilie auf der Terrasse, bewundere meine „Nachbarn“, ganz viele Reisfelder (kein Witz!) und lasse mir den letzten Monat nochmal durch den Kopf gehen bevor alles in Vergessenheit gerät und ich morgen in mein neues Leben hier starte. Es gibt nämlich paar Sachen, die ich gerne mit euch teilen würde:

Erstens, die unglaubliche Gastfreundlichkeit und Offenheit der Filipinos: im letzten Monat waren wir bei zahlreichen Leuten zu Gast und wir wurden jedes Mal so freundlich aufgenommen! Das kann man gar nicht so einfach beschreiben, man muss es einmal selber erleben. In Bani und Mabini (zwei der Gemeinden, die uns zur Auswahl standen) wurde uns jedes Mal, ein Mahl auf den Tisch gezaubert, von dem ich jetzt immer noch Essen könnte! Überall wurden wir herumgeführt und jeder hat sich darum bemüht, dass wir einen schönen Aufenthalt haben. Teilweise wurden wir einfach mitgebracht, ohne, dass die Gastgeber Bescheid wussten. Uns war das immer sehr unangenehm aber für die Filipinos gar kein Problem, in null komma nix stand ein Berg voller Essen vor uns.

Oft wurden wir behandelt wie „Celebrities“, für uns musste immer alles perfekt sein. Am Anfang fand ich das gar nicht cool, immer das Beste vom Besten zu bekommen aber mit der Zeit merkt man, dass man die Filipinos einfach gewähren lassen muss. Dann sind sie am glücklichsten.

Wir waren auf Geburtstagen, einer Hausweihung, einer Todesfeier und wurden sogar für paar Tage nach Malina eingeladen, wo wir drei unvergessliche Tage verbrachten. Wir lernten Manila sowohl tagsüber als auch nachts kennen.

Während unserer Zeit in Alaminos, ist die Stadt schon ein Stück Heimat geworden. Für mich war es traurig, dass jetzt wieder alles hinter mir zu lassen und nochmal komplett neu anzufangen. Immerhin haben wir in dieser Zeit Freunde gefunden und die Stadt mit ihren Geschäften und Plätzen kennen gelernt. An die täglichen Mahlzeiten mit dem Bischof und Father Mel, das tägliche Grüßen der Angestellten und Lachen von ihnen, wenn man auf Tagalog geantwortet hat, an den Tagalog Unterrricht, die Priester, an die täglichen Ausflüge durch die Stadt oder auch an den Nachtwächter, hat man sich echt schnell gewöhnt. Alaminos wird immer der erste Ort bleiben, wo ich auf den Philippinen war und es war eine wunderschöne Zeit.

An einen Abend erinnere ich mich besonders gerne zurück, dort bin ich nämlich endgültig in die Essenskultur der Filipinos eingestiegen: ich habe „Inihaw na ulo ng manok“ und „Balut“ probiert und es hat mir erstaunlicher Weise sogar gut geschmeckt! Das eine sind Hühnerköpfe und Balut sind angebrütete gekochte Hühnereier.    

Als Reaktion von meinem Mitfreiwilligen Max kam das Wort „widerlich“ und keine einzige Person wollte mir glauben, dass das wirklich geschmeckt haben kann. Seitdem bin ich ein großer Fan von dem „Streetfood“ hier und probiere mich munter durch; Hühnerfüße kann ich auch nur empfehlen (das ist zu 100% ernst gemeint). Ich denke mal man kann sagen, dass ich das Essen hier ziemlich gut finde.

Jetzt aber dazu, wo ich eigentlich hingezogen bin und was ich dort überhaupt mache: Ich habe mich dazu entschieden nach Mabini zugehen und dort in der SPED-Klasse zu arbeiten. Warum ich mich genau dafür entschieden habe, kann ich gar nicht so genau sagen. Es war einfach das richtige Bauchgefühl und das hat sich bis jetzt auch nur bestätigt. Gestern wurde ich hier empfangen und es war einfach nur toll! Ich habe mich auf Anhieb mit sehr vielen verstanden und glaube, dass ich hier ein unvergessliches Jahr verbringen werde.

In der Gastfamilie fühle ich mich auch super wohl, Ate Dulce (Islud) ist meine Gastmama und Corille meine Gastschwester. Zu dritt wohnen wir in einem relativ großen Haus zwischen ganz vielen Reisfeldern; der Ausblick ist unbeschreiblich. 

Zu meiner Arbeitsstelle wird nochmal ein anderer Eintrag kommen, morgen ist nämlich erst mein erster Arbeitstag. Ich muss sagen, dass ich schon ziemlich aufgeregt bin und es kaum abwarten kann, endlich durchstarten zu können.

In diesem Sinne: Aalis na ako. Paalam po!

Ein Kommentar

  1. Joachim Joachim 14. August 2019

    Vielen Dank für Deine interessante Infos und Eindrücke. Viel Spaß und Erfolg an Deiner neuen Wirkungsstätte. Bleib gesund.

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Webseite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden.