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Welcome to Philippines

Nun haben wir‘s auch endlich mal geschafft. Im dritten Blogeintrag bin ich dann auch tatsächlich mal auf den Philippinen angekommen. 

Nach einem zweistündigen Aufenthalt in Hongkong sind wir in Manila fröhlich von Father Mel – dem Partnerschaftsbeauftragten hier auf den Philippinen – empfangen worden. 

Als wir dann auf dem Weg zum Auto das Flughafengebäude verließen, bekamen wir das erste mal die philippinische Hitze zu spüren. Ich muss sagen, ich habe sie mir wirklich schwüler vorgestellt…

Liegt vielleicht daran, dass es für eine schwüle Hitze davor geregnet haben muss und das hat es hier schon länger nicht mehr. Das ist auch der Grund, warum es in Manila zu gewissen Uhrzeiten kein Wasser gibt…

Soweit so gut. Als erstes auf dem Plan stand das Immigration Office – auf den Philippinen ein Ort für sich. 

Nach einer Fahrt vorbei an Tricycles, Jeapnys und Menschen, die einfach über die Straße laufen kamen wir endlich am Immigration Office an. Zum Glück hatte das Auto, mit dem wir gefahren waren eine Klimaanlage, sonst hätten wir danach etwa so ausgesehen, wie die Schokolade, die wir als Gastgeschenke dabei hatten. 

Dann sollten wir aussteigen. Wenn man an Verkehr in indischen Großstädten denkt, so in etwa kann man sich die Situation vorstellen, in der wir uns befanden. 

Eine Irre Hitze, hupende Fahrzeuge, Straßenstände an der Seite und dazwischen wir. Kein Plan davon, wie man jetzt auf die andere Straßenseite gelangen sollten, wurden wir von einem Fremden Mann mit Trillerpfeife über die Straße geleitet. Das scheint, wie es sich später herausstellte, hier normal zu sein. 

Aber nun zum Immigration Office selbst: 

Ein Altbau mit wild zusammengeknoteten Kabeln davor, zugeparkt von Autos und überlaufen von Menschen jeglicher Herkunft. 

Ich bin wirklich dankbar dafür, dass wir nur ein Formular ausfüllen mussten und der Rest von Father Mel übernommen wurde. Ich hätte mich dort niemals zurecht gefunden, zudem habe ich meine Schwierigkeiten mit Beaten-Englisch…

Nachdem wir dort 3 Stunden verbracht hatten, Father Mel hin und wieder unserem Pass brauchte, ihn wieder her brachte um ihn sich später nochmal abzuholen, hatten wir‘s überstanden. 

Nun ging‘s nach unserem 16 Stunden Flug (mit Aufenthalt in Hongkong) erstmals zum Essen. Das war dann auch wirklich nötig. Er fragte uns, ob wir irgendwelche Vorlieben hätten, dies verneinten wir, also gab es Pizza bei Shakeys. 

Shakeys ist eine Restaurantkette, wo man von Pizza, Pasta und Burgern alles findet, was das Herz begehrt. Dort trafen wir Father Beni, der ebenfalls, wie wir später heraus fanden, wie Father Mel eine Zeit lang in Deutschland gelebt hatte und deshalb auch etwas deutsch sprach, und Christian, der ein Priesteranwärter war. Das war anfangs wirklich hilfreich, denn man muss sich wirklich erstmal dran gewöhnen dauerhaft englisch zu sprechen. Kurzer Spoiler: mittlerweile sprechen wir so viel englisch, dass uns manchmal nicht mal mehr die deutschen Begriffe dazu einfallen. 

Es war ein netter Abend und eine nette Einführung in die philippinische Kultur. 

Hier noch ein kurzer Kommentar zum Verkehr in Manila: wir haben vom Immigration Office zur Mall, in der sich Shakeys befand ungefähr zwei Stunden gebraucht. Währenddessen sind Theresa und ich mehrfach im Auto eingeschlafen, da wir beide nur so um die drei Stunden geschlafen hatten. 

Nach dem Essen ging es dann auch mal schlafen, was wir beide wirklich nötig hatten, trotzdem unseres kleinen Schläfchens…

Wir waren die Nacht in einer Unterkunft für Priester und Anwärter dafür untergebracht. 

Hier hatte ich mehr oder weniger die Arschkarte gezogen, da Theresa das Zimmer mit der Klimaanlage bekam und ich nur das mit Ventilator… dazu kam noch der Jetlag. 

In der ganzen Nacht schlief ich nur etwa 3 Stunden und wachte außerdem um 3 Uhr nachts auf, da meine innere Uhr es offenbar nicht so gut fand von 17 bis 21 Uhr zu schlafen – in deutscher Zeit versteht sich. 

Daher hielt ich erstmal den Kontakt nach Zuhause aufrecht, bis ich merkte, dass es nun ungefähr 5 Uhr war und ich um 6 Uhr aufstehen musste…

Eine Stunde später kam dazu, dass ich meinen eigenen Wecker nicht hörte und mich Theresa eine halbe Stunde später weckte…

Wir fassen zusammen: ein 16 Stunden Flug mit anschließendem Besuch im Immigration Office, Abendessen in einer Kultur in einer unglaublichen Hitze. 

Ich war am nächsten morgen sowas von erledigt. Weshalb es auch nicht wirklich lange dauerte, bis ich und Theresa, die in ihrem schön klimatisierten Zimmer gut geschlafen hatte, auch auf dieser Autofahrt einschliefen. 

Nach ungefähr 4 Stunden Autofahrt erreichten wir Alaminos. 

Später verriet mir Father Mel, dass es auf den Autobahnen und Bundesstraßen kein Tempolimit gibt, ebenfalls wie in Deutschland, das dies nur aufgrund der Tricycles nicht möglich wäre es wirklich zu nutzen. Da bin ich als Deutscher hier absolut richtig 😉

Wir bekamen als erstes unsere Zimmer gezeigt – zum Glück diesmal beide mit Klimaanlage – hatten kurz Zeit uns hier einzurichten, dann gab es aber schon Essen. Das besondere war – das hat sich bis heute nicht geändert – dass wir zu beinahe jeder Mahlzeit mit Bischof Riccardo von Alaminos aßen und essen. 

Es war schon überwältigend gleich am zweiten Tag, ohne dass man großartig etwas gemacht hatte, mit dem Bischof zu essen und sich mit ihm über Gott und die Welt zu unterhalten. Bischof Riccardo war steht’s interessiert, wie es uns gefällt und wie das Leben bei uns in Deutschland zuvor gewesen ist. Die Konversationen dauerten teilweise bis zu zwei Stunden, was den Angestellten wohl nicht immer so gut gefiel, da diese dann warten mussten, bis wir fertig geredet hatten. 

Apropos Angestellte, wir werden hier morgens, mittags und abends bekocht und dürfen mit dem Bischof und Father Mel in einem klimatisierten Raum essen, wohingegen die Angestellten im Nebenzimmer nur mit Ventilator aßen. 

Das hatten wir wirklich nicht erwartet. 

Nach dem Essen ging wir mit Janette, einer Angestellten hier beim Bischof Geld wechseln, um damit unsere SIM Karte aufzuladen, dass wir auch unterwegs erreichbar waren, da wir zumindest schon mal in der Unterkunft WLAN hatten. 

Den Rest des Tages hatten wir glücklicherweise frei. Theresa und ich waren wirklich noch müde vom Flug, obwohl wir auch beide auf der Fahrt geschlafen hatten. Deshalb machten wir beide erstmal einen Mittagsschlaf und gingen dann später noch ein bisschen die Umgebung erkunden. 

Direkt an der St. Joseph Cathedral war eine Hauptstraße, auf der es von McDonald’s bis 7Eleven alles gab. 

Von unseren vorherigen Freiwilligen waren wir bereits gewarnt worden, dass wir von allen Seiten angeschaut werden würden. 

Ich für meinen Teil dachte mir, dass es hin und wieder passieren würde, aber dass es so oft passieren würde, hätte ich wirklich nicht gedacht. Man fühlt sich wirklich wie ein Promi – undercover war also nicht möglich. 

Wie gingen die Hauptstraße entlang zum nächsten Supermarkt – natürlich unter den Blicken der Einheimischen, die uns auch einfach aus dem nichts grüßten. Manche um uns eine Fahrt mit dem Tricycle anzubieten, manche aber auch einfach nur so. 

Die Philippinos sind, das kann man nicht anders sagen, ein wirklich freundliches Volk. 

Ich kaufte mir ein paar Süßigkeiten, Theresa verzichtete – zumindest dieses Mal – darauf etwas zu kaufen. Einige Süßigkeiten waren günstiger, als in Deutschland, andere hatten aber den gleichen Preis oder waren sogar teurer – Rocher oder Nutella zum Beispiel. 

Anschließend gingen wir von der Hitze überwältigt zurück in unsere Unterkunft, bis es dann Abendessen, ebenfalls mit dem Bischof, gab. 

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