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Die ersten Eindrücke

Jetzt gerade sitze ich in meinem klimatisierten Zimmer und erhole mich von der Mittagshitze und verdaue die ganzen Erlebnisse. Es ist alles überwältigend und spannend; es gibt so viel zu schauen und zu entdecken, als könnte man nie genug bekommen.

Im Moment befinde ich mich mit meinem Mitfreiwilligen Max in Alaminos. Wir wohnen hier beim Bischof und werden jetzt Tag für Tag das ganze Bistum kennen lernen bis wir im August endgültig zu unseren Gastfamilien ziehen und anfangen in einem sozialen Projekt zu arbeiten.

Unser Mentor für dieses Jahr ist Father Mel, ein junger Priester, der vor allem für die Partnerschaft zwischen Limburg und Alaminos zuständig ist. Nebenbei ist er aber auch noch Headmaster von einer Schule und ist zuständig für alle Schulen des Bistums; ein sehr engagierter und freundlicher Mann! Er kümmert sich um alles und ist durchgehend für uns da. Father Mel und Noli holten uns am Flughafen ab und da ging das Abenteuer Philippinen auch schon los.

Rein ins Auto und über die überfüllten Straßen Manilas ins Immigration Office um unser Missionarsvisum für ein Jahr zu beantragen. Die lebvollen Straßen, der lauter Verkehr und die Hitze erschlugen uns erstmal ziemlich; es gab so viel zu sehen. Im Office lag trotz Überfüllung durch Menschen eine Entspanntheit in der Luft, die uns erstmal erstaunen ließ. Jedoch merkten wir dann relativ schnell, dass wir uns anpassen müssen. Der Feierabendverkehr von Manila war dann nochmal eine Stufe höher; Manila ist halt eine Großstadt. Die Straßen waren so voll, dass es kein vor und zurück mehr gab. Zwischen den stehenden Autos und Bussen zwängten sich Motorradfahrer, Fahrradfahrer und Fußgänger. Es war wirklich die Hölle los, aber das faszinierte uns. Überall gibt es etwas zu entdecken, seien es für uns die vollkommen neuen Verkehrsmittel, die Geschäfte und Stände direkt an der Straße oder die Verkehrsregeln. Für uns Deutsche alles erstmal unvorstellbar.

Auf der sechsstündigen Fahrt von Manila nach Alaminos sahen wir dann auch die Landschaft das erste Mal; einfach wunderschön. Reisfelder, Berge, das Meer… und alles ist grün. Zwischendrin bunte Häuser, Dörfer und Städte.

Somit starteten auch unsere Tage hier in Alaminos:

Nachdem uns alle Einrichtungen des Bistums hier in Alaminos vorgestellt wurden, ist uns relativ schnell bewusst geworden, dass Kirche hier eine ganz andere Rolle spielt. Hier wird nicht nur bewusst der Glauben vermittelt sondern den Menschen in ihren Lebenssituationen geholfen. Das liegt natürlich auch daran, dass hier ganz andere Zustände herrschen als in Deutschland. Das Bistum verfügt über ein großes „Social Action Center“, wo versucht wird den Menschen nachhaltig zu helfen.

Diocesan Social Action Center

Neben Schulen betreibt das Bistum auch seinen eigenen Radiosender. Eine wirklich sehr tolle Sache, so werden noch viel mehr Menschen erreicht! Wir hatten sogar schon unser eigens Live-Interview (https://www.facebook.com/dzwm.alaminos.5/videos/328789661407997?s=100039099789717). Max und ich waren zwar sehr nervös aber es hat super geklappt.

Die Radiostation

Generell fühle ich mich sehr wohl und aufgenommen hier. Überall wurden wir sehr freundlich empfangen und ich freue mich jeden Tag mehr, ein Jahr hier zu sein und dieses Land kennen lernen zu dürfen. Im Moment lernen wir paar Gemeinden kennen, wo es potenzielle Arbeitsplätze für uns gibt. Bis jetzt waren wir erst in einer Gemeinde; Bani. Dort durften wir jetzt schon zwei wunderschöne Tage verbringen und die Umgebung und den Arbeitsplatz kennen lernen. In Bani gibt es zwei SPED-Klassen (Special Education). Die Klassen sind ein Anlaufpunkt für Kinder mit körperlichen und geistigen Einschränkungen.

Ein weiteres Highlight war auf jeden Fall, dass wir zusammen mit Noli Reis pflanzen gehen durften; eine sehr körperliche anstregende Arbeit. Ich weiß zwar nicht, ob wir das so gut hinbekommen haben aber wir haben unser Bestes gegeben und hatten sehr viel Spaß. Dazu hat jetzt auch endlich unser Tagalog Sprachunterricht angefangen. So können Max und ich jetzt endlich richtig und angemessen grüßen und den Filipinos dabei noch ein Lächeln auf den Mund zaubern, weil die Aussprache, ich sage mal, naja ist und wir noch oft Wörter verwechseln. Aber so langsam finden wir uns in den Alltag hier rein und wissen sogar jetzt schon, wie man sich auf der Straße zu verhalten hat: einfach laufen und dann wird auch nix passieren.

Tag für Tag erkunden wir die Stadt und lernen immer mehr Orte und Geschäfte kennen. Nach zahlreichen testen von philippinischen Essen haben wir uns auch an die Süße gewohnt. Irgendwie ist jedes Gericht süß aber es schmeckt auch echt gut! Das Beste war bis jetzt ein süßer Cheeseburger (Cheesy Yumburger von Jollibee) und der größte Flop der McFloat (McDonalds); das ist einfach Cola mit McFlurry Eis. Jedoch mussten wir dann auch realisieren, dass wir nicht nur wahllos durchgehend alles probieren können. Seitdem wird jeden morgen um 5:30 joggen gegangen. Erstaunlicherweise ist das richtig schön. Die Straßen sind noch relativ leer, es ist noch nicht zu warm und man entdeckt neue Stellen, die man vorher noch gar nicht wahrgenommen hat. Nicht zu vergessen sind auch unser täglichen Gespräche beim Essen mit dem Bischof und Father Mel. Erstmal hört es sich vielleicht komisch an, dass wir morgens, mittags und abends mit dem Bischof essen und man denkt es wäre irgendwie anders, weil immerhin ist er der Bischof. Aber so ist es überhaupt nicht, es wird auf Augenhöhe geredet und wir fühlen uns total wohl dabei und genießen diese Zeit.

Somit bringt jeder Tag Überraschungen mit sich und der Horizont erweitert sich.  Wir hatten schon sehr tolle Begegnungen mit den Menschen hier vor Ort, seien es die Gemeinden oder die Menschen auf den Straßen. Nebenbei ist die Natur noch wunderschön und ich verliebe mich jeden Tag ein bisschen mehr in dieses Land.

Ein Kommentar

  1. Joachim Joachim 20. Juli 2019

    Sehr schön Theresa. Very nice. napakahusay.

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