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Philippinen: Immer eine Reise wert

Nach dem Ende der Weihnachtsferien im Januar hatte ich nicht wirklich viel Zeit mich wieder an den Schulalltag zu gewöhnen, da bereits am 27. Januar das Zwischenseminar anstand. Solch ein Zwischenseminar findet jedes Jahr für alle philippinischen „Weltwärts“-Freiwilligen aus Deutschland statt. Ziel dieser Veranstaltung ist die Reflektion unseres bisherigen Aufenthaltes, der Austausch mit anderen Freiwilligen sowie das Klarwerden unserer Ziele für das zweite Halbjahr. Als Austragungsort des diesjährigen Seminars wurde die Insel Negros ausgewählt. Da deren Hauptstadt Dumaguete sowieso zu meinen Reisezielen gehörte, passte mir dies sehr gut.

Da Daniel ebenfalls ein „weltwärts“-Freiwilliger ist, hatte ich bereits vorzeitig bei ihm in Manila angemeldet, sodass wir das Wochenende vor unseren Flug nochmal was in Manila unternehmen konnten. Meine Mitfreiwillige Elena kam einen Tag später nach. Zu dritt flogen wir dann von Manila nach Dumaguete. Am Flughafen in Dumaguete trafen wir auch bereits die ersten beiden anderen Seminarteilnehmerinnen, mit denen wir uns dann auf den Weg zum Tagungs-Resort machten, das etwa 3 Stunden von der Hauptstadt entfernt in La Libertad lag.

Im Resort lernten wir direkt die beiden Leiter Marcelo und Hanna kennen, die beide sehr freundlich und kompetent waren. Es lagen 5 sehr lustige und informative Tage vor uns in einem unfassbar geilem Resort mir überragendem Essen. Glücklicherweise waren wir auch echt eine gute Truppe und beinahe ausnahmslos jeder der 15 Freiwilligen verstand sich gut. Natürlich floss auch der ein oder andere Tropfen an Alkohol, was auch nicht zuletzt an dem von Daniel und mir organisierten Beer-Pong-Turnier lag. Der einzige Wehrmutstropfen war tatsächlich, dass meine Beer-Pong-Partnerin Paula und ich gegen unsere Erzfeinde Daniel und Tabea im Halbfinale ausgeschieden sind und diese beiden auch noch den Pokal mit nach Hause nehmen konnten. Das war ein trauriger Tag für mich.

Während unserer Aufenthaltes im Lalimar Resort besuchte uns fast täglich der Bürgermeister von La Libertad. Er war ein unglaublich sympathischer Kerl mit dem ich mich sehr gut verstanden habe. Auf eigene Kosten hat er für unsere Gruppe einen Ausflug zur Manjuyod-Sandbar organisiert. Es war ein sehr schöner Ort, den wir bei strahlenden Sonnenschein und mit leckerem Buffet genießen konnten.

Elena, Daniel und ich hatten uns bereits frühzeitig entschieden nach dem Seminar noch weiterzureisen, wobei uns die Nachbarinsel Cebu schnell als beste Option ins Auge sprang. Doch bevor wir nach Cebu übersetzten sah unser Plan vor noch 1 1/2 Tage in Dumaguete zu verbringen. Da eine Freiwillige in Dumaguete wohnt hatten wir auch schnell unseren Guide gefunden. Wir besuchten eine richtig coole Bar mit Live-Musik, einen Wasserfall sowie Heiße Quellen, die nach einem halben Jahr ohne heiße Dusche echt gut getan haben.

Am Sonntag verließen wir schließlich Negros und setzten mit der Fähre nach Cebu über. Nach einer knapp zweistündigen Busfahrt kamen wir schließlich in unserem Hostel in Moal Boal an. Dass Moal Boal aufgrund seiner wunderschönen Strände und Tauchmöglichkeiten zu einem der größten Touristen-Hotspots von Cebu gehört merkte man spätestens daran, dass man so gut wie keinem Einheimischen in der Nähe des Strandes begegnete. Die Preise waren für philippinische Verhältnisse teilweise aberwitzig hoch, allerdings muss man in Touristengebieten immer davon ausgehen. Dennoch ist Moal Boal mit seinen vielen Restaurants, Bars und Stränden nur zu empfehlen. Außerdem war es mir durch die verstärkte Ausrichtung auf europäische Kunden möglich nach einem halben Jahr mal wieder gute Pizza und Pasta zu essen. Das Schnitzel war zwar nicht das Beste, dass ich jemals probiert habe, allerdings war es schön mal wieder ein wenig Heimat zu schmecken.

Von unserem Resort aus unternahmen wir auch immer wieder Ausflüge zu beliebten Touristenzielen. So besuchten wie Osmeña Peak, den höchsten Berg Cebus, und konnten eine tolle Aussicht bewundern aber begaben uns auch auf den Weg zu den Kawasan Falls, eine Anreihung mehrerer türkisblauer Wasserfälle, und sprangen einen nach dem anderen runter. Leider muss ich jedoch zugeben, dass ich beim letzten 15-Meter Sprung meinen inneren Schweinehund nicht überwinden konnte und mir das für den Rest meines Lebens von Daniel und Elena anhören müssen werde. Ebenso wie unseren Trip nach Oslob, wo wir eigentlich mit Walhaien schwimmen wollten. Allerdings erfuhren wir erst vor Ort um 12:30 dass dies nur von 6:00 bis 12:00 Uhr möglich ist, sodass wir dann umsonst insgesamt 6 Stunden im Bus saßen. Dass wir am Tag zuvor beim Schnorcheln 2 Schildkröten gesehen haben hat mich zumindest ein wenig getröstet.

Nach 6 Tagen brachen wir schließlich auch unsere Zelte in Moal Boal ab, um uns in Cebu City zum Abschluss nochmal mit den Freiwilligen aus Cebu zu treffen, die wir auch beim Seminar kennengelernt hatten. Ganz nach philippinischem Vorbild trafen wir uns in einer Karaoke-Bar und hatten einen echt lustigen Abend.

So endete dann auch meine 2-wöchige Auszeit. Mittlerweile habe ich schon wieder eine Woche Arbeit in den Knochen, die wie bereits erwartet einen klaren Fokus auf Sport gelegt hat, da wir bereits nächste Woche erst ins Trainingslager und dann nach Ilocos Norte zu der nächsten Stufe der SPED-Olympics aufbrechen werden. So habe ich nur wenig Zeit dabei zu helfen unsere Athleten so gut wie möglich vorzubereiten aber das werden wir schon schaffen.

Christian Voß

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