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Halbzeit: Monat 6

Mit dem Anbruch des Januars enden die dreiwöchigen Winterferien meiner Schule und gleichzeitig wird die Halbzeit meines Auslandsjahres eingeläutet. Mit dem Ende dieses Monats werde ich bereits seit sechs Monaten hier auf den Philippinen sein, was sich noch sehr surreal anfühlt. Zwar merke ich schon, dass allmählich das Heimweh größer wird, allerdings ist es auch etwas traurig, dass mein Philippinen-Abenteuer sich immer mehr dem Ende nähert. Aber genug von den traurigen Dingen.

Nachdem ich am 01. Januar Manila verlassen hatte wartete eine Überraschung auf mich in Alaminos. Meine Mutter hatte mir ein Paket zukommen lassen. Neben Materialien für meine SPED-Klasse wie Pflaster und Buntstifte beinhaltete das Päckchen auch eine randvolle Dose Weihnachtsplätzchen, die allerdings keine ganze Woche überlebten.

Am Wochenende bevor die Schule wieder ihren Betrieb aufnahm lud mich mein Kumpel Niko ein mit ihm einen neuen Strand zu besuchen. Dieser Strand liegt genau an einer kleinen philippinischen Gemeinde, die uns sehr herzlich begrüßte. Schon vom Weitem konnte man die Schönheit der Kulisse bewundern. Der Sand war fein und weiß und das Wasser perfekt temperiert. Ich hoffe sehr, dass wir diesen Strand noch öfters besuchen werden, da er auch nur etwa 45 Minuten entfernt ist.

Mit dem Start des Schulbetriebs erfolgte auch das Einsetzen der altbekannten Routine, was nach den langen Ferien auch mal wieder schön war. Es hat mich sehr gefreut meine Lehrerkollegen und Schüler wiederzusehen. Ate Pinke teilte mir schnellstmöglich mit, dass das Sportturnier in Ilocos Norte, für das sich einige unserer Schüler durch ihre gezeigten Leistungen bei den SPED-Olympics qualifiziert hatten, im März stattfinden werde. Somit wird unser Fokus im nächsten Monat wohl wieder stärker zu Sport tendieren, um unsere Athleten gebührend vorzubereiten. Diesen Monat lag der Fokus hingegen eher aufs Lernen und Spielen. So habe ich Ate Pinke und Sir Claro die Regeln für das von mir importierte Spiel „Mensch, ärgere dich nicht“ erklärt und natürlich begannen wir auch direkt zu spielen. Mensch, haben wir uns geärgert… . Beim Lernen arbeiten wir in Englisch immer noch an den Körperteilen, doch in Mathematik addieren und subtrahieren einige Schüler bereits 3-stellige Zahlen, was ein großer Fortschritt für uns ist. 

Kurz darauf lud mich Niko erneut ein. Dieses Mal aber war das Ziel eine Höhle. Genauer gesagt die „Enchanted Cave“. Nach einer Stunde Autofahrt kamen wir an. Ich musste tatsächlich die Höhle gar nicht sehen, denn es war schon ein geiler Tag ab dem Moment als mich Niko auf die Affen aufmerksam machte, die auch dem Baum saßen. Obwohl ich bereits einige Monate auf den Philippinen bin hatte ich bisher noch keinen Affen gesehen, so könnt ihr euch meine Aufregung vorstellen. Leider waren die Tiere angekettet, da sie Teil der Attraktion waren und so verhindert werden sollte, dass sie abhauen. Als mir allerdings angeboten wurde die Affen zu füttern konnte ich nicht widerstehen und ich bin froh, dass ich diese Erfahrung machen konnte.

Weiter ging es daraufhin zur Höhle, die wir eigentlich besuchen wollten. Der Eingang zur „Enchanted Cave“ ist weit oben auf einem Hang, sodass wir erstmal schön viele Stufen steigen konnten. Die Höhle war zwar cool anzusehen, allerdings auch ziemlich klein und die Luftfeuchtigkeit war schwer zu ertragen. Wir setzten unseren Aufstieg fort und gelangten zur Spitze des Hangs, auf dem ein riesiges Kreuz thront. Von diesem Kreuz aus konnten wir eine tolle Aussicht auf Strände und Palmen bestaunen. Zu einem dieser Strände fuhren wir dann weiter, um dem Tag den perfekten Abschluss zu geben.

Christian Voß

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