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Umweltschützer: »Illegale Minen Schuld an Taifuntoten«

Umweltaktivist_innen auf den Philippinen weisen Bergbauunternehmen die Schuld an den Erdrutschen zu, durch die Dutzende Menschen während des Taifuns Mangkhut ums Leben gekommen sind.

Laut Behörden verloren die meisten der etwa 100 Todesopfer in der Folge des Taifuns ihr Leben durch einen Erdrutsch in der Bergbaustadt Itogon. Durch wolkenbruchartige Regenfälle seien die Hänge der von illegalen Minenbetreibern abgeholzten Hügel ins Rutschen gekommen, so Jaybee Garganera von der »Alliance to Stop Mining«.

Präsident Rodrigo Duterte gestand am Dienstag seine »Hilflosigkeit« gegenüber den Problemen durch den Bergbau. »Ich würde ihn gerne stoppen, weil er zu einem Monster geworden ist«, sagte Duterte. Aber seine Wirtschaftsberater_innen seien dagegen, weil der Bergbau den Philippinen jährlich umgerechnet rund 1,1 Milliarden Euro einbringe.

Die Caritas der Philippinen veröffentlichte in dieser Woche eine Dokumentation über Menschenrechtsverletzungen und Missachtung der Bestimmungen und Gesetze zur Regulierung des Bergbaus. Die Dokumentation »Prüfung des Bergbaus durch das Volk« werde an alle Bistümer verteilt, sagte Pater Edwin Gariguez, Exekutivsekretär der Caritas. Die katholische Bischofskonferenz ist eine der Wortführerinnen der Bergbaugegner_innen. Das geltende Bergbaurecht aus dem Jahr 1995 gibt den Unternehmen weitgehend freie Hand beim Abbau der Rohstoffe. Zudem werden die Unternehmen zur Durchsetzung ihrer Interessen gegenüber bäuerlichen Kleinbetrieben und Ureinwohner_innen durch die Armee und Privatarmeen unterstützt.

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