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PREDA-Foundation

Die letzten zwei Monate habe ich meine Zeit bei PREDA verbracht und viel Neues und Spannendes gelernt. Viele von euch werden PREDA wahrscheinlich nicht kennen, oder wenn doch durch ihre Fair Trade Produkte. Deswegen möchte ich euch die Organisation noch einmal kurz und knapp vorstellen. Preda ist eine nichtstaatliche Organisation, mit ihrem Sitz auf den Philippinen, die sich vor allem im Kampf für Menschenrechte stark macht. Der Name PREDA lautet ausgeschrieben Peoples Recovery Empowerment Development Assistance und bedeutet so viel wie Stiftung für die Genesung, Ermächtigung und Entwicklung der Menschen. Hier wird schon Predas Mission bzw. Vision etwas klarer. Die Stiftung versucht sich im speziellen für die Menschenrechte von gesellschaftlichen Randgruppen (Kinder, Frauen, indigene Bevölkerungsgruppen) einzusetzen, die sich alleine nicht helfen bzw. wehren können. Hauptsächlich mit dem Ziel eine auf geistigen Werten aufgebaute, gerechtere und friedliche Gesellschaft für ALLE zu schaffen, in der Chancengleichheit nicht nur eine Wunschvorstellung ist.

PREDA fördert verschiedene Projekte auf unterschiedlichsten Gebieten (einige werde ich genauer vorstellen). Einmal wären da die drei Hauptprojekte Predas zu nennen, mit denen ich auch am meisten in Berührung gekommen bin und zwar das Heim für Mädchen (ehemalige Missbrauchsopfer), das Heim für Jungs (die aus Gefängnissen gerettet wurden) und das Fair Trade Projekt. Abgesehen davon gibt es noch ein Scholarship-programm, Initiativen und Seminare zur öffentlichen Aufklärung und Weiterbildungen unter anderem zum Thema Menschenrechte und eine Theatertour (tourt diesen Sommer in Deutschland), die sich mit diesen Themengebieten beschäftigt.

Während meinen zwei Monaten in Olongapo, hier hat Preda seinen Hauptsitz, habe ich die Möglichkeit bekommen in verschiedene Projekte zu schnuppern. Unter anderem war ich oftmals im Heim für Mädchen. Hier bekommen Mädchen, die Opfer von mentaler oder physische Gewalt wurden, eine psychologische Betreuung, lernen das Erlebte zu verarbeiten und sollen wieder genesen. Mit Hilfe von „Primal Therapien“ stellen sie sich ihrem Trauma und haben dabei Gelegenheit, ihre Gefühle zu verarbeiten und ihren aufgestauten Hass abzubauen. Abgesehen davon gibt es tägliche Aktivitäten wie Werte Unterricht, Spiele, Sport und Kreatives. Hier helfen dann auch die Freiwilligen mit. Alles in allem wird versucht für die Kinder eine sichere und geborgene Atmosphäre zu schaffen, während sie von PREDA in ihrem Gerichtsprozess unterstützt werden und sich von dem Erlebten erholen. Oftmals bleiben die Kinder ungefähr ein halbes Jahr bis Jahr bei der Organisation und danach werden sie wieder in ihr altes Umfeld reintegriert. Das braucht natürlich am Anfang seine Zeit und häufig werden die Mädchen auch noch nach der Reintegration von den Sozialarbeitern unterstützt.

Ein ähnliches Programm gibt es auch für Jungs. PREDA hilft Straßenkinder, aber auch Jungen die in Konflikt mit dem Gesetzt gekommen sind und rettet sie aus Gefängnissen. Hier herrschen nämlich häufig menschenunwürdige Verhältnisse. Auf engstem Raum und ohne richtige Schlafmöglichkeit leben die Kinder und warten Monate, wenn nicht sogar Jahre, auf einen Gerichtsprozess. PREDA nimmt solche Jungen auf, hilft ihnen durch den Gerichtsprozess und unterstützt sie bei der Reintegration. Auch sie werden psychologisch betreut und es wird dafür gesorgt, dass sie ihre Schulausbildung weiterführen können.

Ein anderes wichtiges Feld, in dem die Stiftung agiert, ist das der Prävention. Mithilfe von Seminaren wird versucht, die Rolle der Frau in der Gesellschaft zu stärken und sowohl Frauen- als auch Kinderrechte werden vermittelt. Diese Seminare richten sich an Gemeindevertreter, Lehrer, Eltern, Schüler und auch einfach die Menschen, die ein generelles Grundinteresse dafür zeigen.

Außerdem hatte ich die Gelegenheit mit einem der Mitarbeiter eine Aeta Gemeinschaft zu besuchen. Die Aetas sind eines der indigenen Völker der Philippinen und PREDA steht unterstützend in Kontakt mit diesen und bietet Fortbildungen an. Nach einer zwei stündigen Fahrt durch die Berge kamen wir in ein kleines Dorf. Hier haben wir gemeinsam mit den Menschen versucht eine Lösung für ihr Problem mit der Wasserversorgung zu finden. Ansonsten unterstützt die Organisation die Einheimischen bei der Mango-Ernte und hilft ihnen, ihre Wahre zu einem fairen Preis zu verkaufen.

Einige Eindrücke und Momente der letzten Monate:

Wer noch mehr über PREDA heraus finden will und auf dem Laufenden bleiben möchte, kann dies auf der Webseite der Stiftung: http://www.preda.org/de/

 

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