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Einer Kultur auf der Spur – Religion

Einen wichtigen Bestandteil der philippinischen Kultur stellt die Religion dar. Hier auf den Philippinen sind gut 90 Prozent der Bevölkerung katholisch, ca. 5 Prozent muslimisch und der Rest ordnet sich zu verschiedenen religiösen Randgruppen zu. Eine nennenswerte Abspaltung vom katholischen Glauben wäre die Iglesia ni Cristo, denn speziell auf dem Land findet diese immer größeren Zulauf. Im Allgemeinen handelt es sich hierbei um eine Art Sekte, die sich auf einen philippinischen Gründer beruft und die Fortsetzung des wahren christlichen Glaubens seit den frühen Anfängen proklamiert.

Glaube auf den Philippinen ist sehr präsent im Alltag. So bekreuzigen sich viele Menschen, bevor sie im Auto oder im öffentlichen Verkehrsmittel los fahren. Wenn man auf Probleme oder Schwierigkeiten zu steuert, wird für eine Lösung gebetet. Auch Jugendliche sind viel mehr involviert, als das häufig in Deutschland der Fall ist. So wird auf öffentlichen Netzwerken wie Facebook oder auch durch Kleidung und Schmuck offenkundig der Glauben bekannt.

Der Beruf des Priesters ist hier meiner Meinung nach noch sehr beliebt und angesehen. Viele junge Männer treten ins Priesterseminar ein und werden Priester bzw. genießen die gute Ausbildung (Theologie, Philosophie,..) und entscheiden sich dann dagegen Priester zu werden. Außerdem sieht man hier auch sehr viele Schwestern, die teilweise auch noch sehr jung sind.

Es gibt kirchliche Radiosender und Scholarship- und Feedingprogamme, die von der Kirche unterstützt werden.

Einen wichtigen Part stellt die Kirche auch im politischen Sinne da. Ihre Position in Themen wird von der Regierung oft sehr ernst genommen. Im „War on Drugs“ distanzieren sich die Kirchenoberhäupter größtenteils von der Regierung und manche beziehen klar Stellung gegen die Handlungen Dutertes. Dennoch könnte man meinen bei dem Einfluss, den die katholische Kirche hier noch hat, eine aktivere Rolle erwarten zu können.

Im Bezug auf Homosexualität und Verhütung ist die philippinische Kirche eher konservativ eingestellt, dass heißt homosexuelle werden zwar geduldet, aber von richtiger Akzeptanz bzw. Gleichstellung kann man meiner Meinung nach noch nicht sprechen.

Außerdem gut zu wissen, hier gibt es sehr viele kirchliche Feiertage, die ausgiebig gefeiert werden. Und Gründe zum feiern findet man hier oft 😀

 

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