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Townfiesta – Kirmes mal anders…

Viva Santo Nino!
Das hieß es vom 16. bis zum 21. Januar in Mabini, in diesem Zeitraum wurde nämlich bei uns das Patronatsfest der Kirchengemeinde gefeiert. Am Dienstagmorgen wurde die Fiesta mit einem Gottesdienst am Patandag-River (bei den Einheimischen auch als „River of no return“ bekannt*) eingeleitet und darauf folgte eine „Floßparade“ am Fluss mit einem Wettbewerb der einzelnen Barangays*, wer das schönste und aufwendigste Floß gebaut hatte. Im Allgemeinen war die ganze Woche mit verschiedenen Aktivitäten gespickt. Nennenswert wären da der Talentwettbewerb, an dem die einzelnen Schulen gegeneinander angetreten sind und Tänze, die von den verschiedenen Kulturellenhintergründen der Philippinen mit ihren traditionellen Tänzen angeregt wurden, aufführten. Außerdem die große Homecoming-Parade (Alle vier Jahre kommen die Filipinos aus Mabini, die in anderen Ländern arbeiten und leben, für die Townfiesta zurück nach Hause und es gibt einen großen Umzug mit Festwagen, der vielleicht am ehesten mit einem Faschingsumzug vergleichbar wäre) und natürlich der krönende Abschluss am Sonntag mit einer Art Ball auf dem Plaza. Hier wurde getanzt und es gab eine Unterhaltungsshow, die als Höhepunkt die „Krönung der Miss Mabini“ (Misswahlen auf den Philippinen sind meiner Erfahrung nach kaum wegzudenken) und ein Feuerwerk hatte.
Während dieser Woche wurde es auf jeden Fall nicht langweilig, denn abgesehen von den vielen verschiedenen Aktivitäten wurde die Zeit vorwiegend genutzt, um mit der Familie und seinen Verwandten zusammen zu kommen. Das hieß bei uns also volles Haus. Eigentlich war deshalb auch mein Umzug in eine neue Gastfamilie geplant, denn durch den Besuch der Schwestern meiner Gastmutter und anderen Verwandten war das Haus zeitweise voll belegt. Aber da es Komplikationen beim Finden der neuen Gastfamilie gab und ich meinen Wunsch geäußert hatte am liebsten zu bleiben, habe ich die Woche über gemeinsam mit meiner Gastschwester ein Zimmer und ein Bett geteilt, was auch nicht tragisch war, denn viel geschlafen wurde während der Fiesta sowieso nicht. Es war wirklich schön, so ein Fest mal live und hautnah mitzubekommen, denn im Vorhinein hatte ich schon viel von anderen über Townfiestas gehört.

* Wenn man in dem Fluss badet, so heißt es, heiratet man angeblich einen Filipino und bleibt sein
Leben lang in Mabini
* Gemeindeteil

Einige Impressionen:

2 Kommentare

  1. Judith Müller-Grunwald Judith Müller-Grunwald 16. März 2018

    Liebe Jananina,
    dann bade bitte nicht in dem Fluß, das kannst du deiner Familie in Elz nicht antun!:-)
    Jani, auch wenn wir uns nicht melden, wir denken oft an dich und denken darüber nach, wie es dir wohl so ergeht… Dies wird eins deiner prägendsten Jahre sein, das ist wohl sicher.

    God bless you
    Judith

    • Janina Schwertel Janina Schwertel Autor des Beitrages | 19. März 2018

      Hallo Grunwalds,
      vielen Dank für die guten Wünsche und auf ein baldiges Wiedersehen. Ich hoffe euch geht es gut und wir können bald mal einen philippinischen anstatt einen italienischen Abend machen!
      Alles Liebe
      Janina

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