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The Beginning

Nun ist es soweit.Nach all der Vorbereitung und Anspannung sitze ich in Alaminos und verfasse meinen ersten Blogeintrag über den Eindruck der ersten beiden Tage.

Der Abschied in Deutschland fühlte sich fast surreal an und was die Zeitspanne eines Jahres (kurz oder lang) bedeutet, werde ich wohl erst in nächster Zeit erfahren. Nach 17 Stunden Flug und einem Wechsel zwischen Filme schauen und Schlafen, bin Ich mit meinem Mitfreiwilligen Leander Kränzle nun endlich in Manila angekommen. 7 Uhr fühlte sich dort aufgrund der Dunkelheit bereits an wie tiefste Nacht und nach kurzer Verwirrung und der Hilfestellung einiger freundlicher Polizisten, wo man warten darf (oder eben auch nicht), liefen wir Sister Carol, unserer Vertrauensperson, direkt in die Arme. Die Menschen hier sind sehr freundlich und alles macht einen sehr sympathischen Eindruck, doch ist der Tumult Manilas selbst am Abend noch eine absolute Reizüberflutung. Für mich ist es das erste Mal außerhalb Europas und so bin ich doch nur mit sehen und einer schieren Neugier nach mehr beschäftigt. Ein kurzes, sehr leckeres Abendessen macht neugierig auf all die kulinarischen Neuheiten, die mich erwarten. Wir schliefen in einer Unterkunft der Salvatorianer und kaum bin ich aus dem Auto ausgestiegen, sprang mich ein kleiner freudiger Hund der Besitzerin erwartungsvoll an. Da ich mit Hunden aufgewachsen bin, bin ich gespannt wie mir Hunde hier begegnen und wie Filipin@s mit Hunden umgehen. Das schwüle Wetter macht mir vorerst ein wenig zu Schaffen, aber ist bei weitem nicht so gewöhnungsbedürftig, wie ich es erwartet hatte.

Am nächsten Tag um 5 Uhr in der Frühe verließen wir Manila in Richtung Alaminos, der Stadt in welcher wir den nächsten Monat verbringen werden. Es war sehr schön während dieser 5 Stunden einen Teil der Landschaft und der Kultur zu sehen. Es machte alles einen sehr lebendigen, wie auch beschäftigten Eindruck. Angekommen bezogen wir die einfachen, aber schönen, Zimmer und machten uns bald auf den Weg die Stadt zu erforschen. Glücklicher Weise half Arlene uns dabei die nötigen Flipflops, Simkarten und Trinkwasser zu kaufen. Gegen späten Nachmittag machten wir uns auf den Weg den Basketball Court zu sehen. Als es leicht nieselte fragten uns einige Menschen, warum wir keinen Regenschirm hätten, ob wir den Regen mögen würden (was wohl nicht verkehrt war) und eine freundliche Dame machte sogar keine Umstände mir für kleines Geld ihren aus Mitleid zu verkaufen. Als uns dies erst Paradox erschien, wo es hier doch so oft regnet, erhielten wir sicher unter dem Dach des Basketball Platzes die Erklärung durch doch sehr plötzlichen, starken Platzregen. Alsbald machten wir unsere erste Bekanntschaft mit einem sehr netten nahezu gleichaltrigen Filipino. Keine 5 Minuten später lud er uns auf frittierte Fischbällchen ein und wir verbrachten eine Weile damit über nette Philippinische, wie aber auch Deutsche Besonderheiten zu reden.Spannend und erheiternd zugleich.

Gegen 7 aßen wir, zurück bei der Cathedral, zu Abend und fanden uns kurze Zeit später mit dem Bischof scherzend an einem Tisch wieder. Wir tauschten uns über Tagalog und auch Deutsch aus, da er nächsten Monat mit einer Komission das Partnerbistum Limburg besuchen wird und erhielten noch den Ein oder Anderen Tipp und belustigt auch Survival Skills. Was gibt es noch zu sagen, wenn die Priester eifrig Basketball spielen, einige sogar Surfen und Klettern gehen. Es fühlte sich alles sehr locker und befreit an. Den ganzen Tag begleitete uns schon das Gefühl der schlichten Aussage „Schön, dass ihr hier seit.“ Sicherlich ein sehr wohltuendes Gefühl.

So beginnt meine Reise, Abenteuer oder vielleicht auch Lebensabschnitt. Ich kann es kaum erwarten mehr zu erfahren, mehr Leute kennenzulernen und nun endlich auch die Amtssprache Tagalog zu lernen, um mich mit den Menschen nicht mehr auf dem Umweg Englisch unterhalten zu müssen. Wie wohl die nächsten Tage werden?

(Leider kam ich noch nicht dazu eigene gute Bilder der Landschaft und Leute aufzunehmen)

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Abflug
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Mein Zimmer der nächsten 30 Tage
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Mein absolut ausreichendes, wohltuend kaltes Bad

4 Kommentare

  1. Barbara Barbara 11. August 2016

    Du bist aber fix mit dem ersten Blogbericht. Liest sich wunderbar!

  2. Claas Claas 11. August 2016

    Hi Jonathan,

    wir kennen uns leider nicht, es ist ja nun auch schon einige Jahre her, dass ich auf den Philippinen war. Ich habe heute eure Fotos auf Facebook gesehen und mich sehr gefreut, dass wieder „Neue“ in Alaminos sind ;-). Ich wünsche euch ganz viel Spaß und tolle Erfahrungen!

    Viele Grüße,
    Claas

  3. Magdalena Mai Magdalena Mai 11. August 2016

    Hallo Jonathan,

    es freut mich, dass ihr schon in den ersten Stunden so schöne Dinge erlebt habt. Ich kann mich gerade sehr schön in die Anfangszeit hinein versetzten und spüre wieder die Abendteuerlust und die Magie des Neuen 🙂
    Lasst es euch weiterhin gut gehen!
    Liebe Grüße auch an Leander,
    Lena

  4. Kerstin Winter-Koch Kerstin Winter-Koch 22. August 2016

    Weiter so, du wirst hier gerne gelesen und wir freuen uns schon auf deinen nächsten ausführlichen Bericht. Du weisst wer sich gerade ganz besonders freut hier in Kulmbach!
    Liebe Grüße an Leander
    Kerstin