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Malakas ang hangin!

Das bedeutet starker Wind und charakterisiert unser Wetter momentan sehr gut!

Aber Hallo erstmal!
Hier kommen mal wieder ein paar Neuigkeiten aus Bani!
Die letzten beiden Wochen ist wieder einiges passiert, von dem ich Euch erzählen möchte.

In meinem letzten Beitrag hatte ich ja angekündigt, dass Franzi und ich am 3. Oktober an einem Sportfest teilnehmen wollten. Allerdings ist das wörtlich ins Wasser gefallen, da uns am Freitag davor ein Taifun hier besucht hat.
Das hatte allerdings den schönen Nebeneffekt, dass die Schule ausgefallen ist und wir frei hatten.
Ich bin aber trotzdem in die Schule gegangen um dort mit Madam Pinky zusammen die Klasse etwas aufzuräumen.
Franzi kam auch noch irgendwann, aber da hatte Madam Pinky und schon in die Turnhalle zum Volleyball spielen gescheucht, wo ein paar Lehrer versammelt waren, die für das Sportevent trainiert haben, was jetzt erst nächstes Wochenende stattfindet.
Es war wirklich sehr kalt und windig, aber wir haben trotzdem ein paar Stunden gespielt, bis ich irgendwann am Nachmittag nach Hause gegangen bin.

Sonntags sollten Franzi und ich nach Alaminos zu einem großen Iplantmeeting kommen.
Wir sind dort mit der Jugend von Bani hingefahren und haben den ganzen Nachmittag in Alaminos verbracht.
Nach einem langen Vortrag von Simon und ein paar Fathern, haben wir noch einen Autokorso durch Alaminos gemacht mit unzähligen Autos, die alle Iplantplakate an den den Autos hängen hatten.
Dann ging es auch schon wieder nach Bani und die nächste Woche hat angefangen.

Das war dann auch gleichzeitig der letzte Tag für Franzi, deshalb haben wir in der Schule eine kleine Party veranstaltet. Es war sowieso Teachersday, weshalb wir alle unsere pinken Shirts anziehen sollten, die wir vorher bekommen hatten und es gab eine kleines Programm auf dem Sportplatz, bei dem die Schüler der Schule Ihren Lehrern auf verschiedene Art und Weise Danke gesagt haben.
Nach dem Programm sind wir wieder in die Klasse gegangen und die Mütter hatten ein leckeres Essen gezaubert.
Das mussten wir dann ganz traditionell philippinisch essen.
Unser Tisch wurde komplett mit Palmen blättern ausgelegt darauf das ganze Essen in der Mitte verteilt. Danach haben wir alle mit den Händen vom Tisch gegessen. Es war wirklich sehr lustig und ich brauche auf jeden Fall noch Übung im Essen mit den Händen, bevor das bei mir genauso ästhetisch aussieht, wie bei den Filipinos.
Am Abend sind wir dann noch mit Franzis Gastschwester und einer Freundin von ihr in unsere kleine Karaokebar hier gegangen und haben etwas getrunken und gesungen.
Dann war die Zeit mit Franzi auch schon wieder vorbei und am Dienstag war ich wieder alleine in der Schule.

Mittwochs bin ich dann zum Zweiten Mal nach Dagupan für mein Visum gefahren und diesmal hat alles super geklappt.
Es war ein toller Tag, ich bin mit dem Bus 1 ½ Stunden durch die tolle Landschaft hier gefahren und habe es einfach genossen mein neues Zuhause anzuschauen.
Die unglaublich abwechslungsreiche Landschaft hier beeindruckt mich immer wieder aufs neue und ich finde die Fahrten nach Dagupan immer wieder toll!
Hinter der Weite an Reisfeldern und flachem Land erstrecken sich sehr süße Berge, die ich mehr als große Hügel bezeichnen würde, irgendwann fährt man dann eine Strecke am Meer entlang und dann gegen Ende über viele Brücken und überquert damit Flüsse um die sich herum ganz viele Becken für den Fischfang befinden. Dort werden die Reisfelder quasi durch große Wasserbecken, die immer in der Sonne leicht glitzern ausgetauscht.
Es ist wirklich immer wieder er toller Anblick!
Nachdem ich mein Visum in der Tasche hatte, habe ich mir zum Mittagessen einfach einen kleinen, aber richtigen Salat gegönnt, ich war sehr glücklich, als ich wirklich in ein Restaurant kam, in dem es Salat gab!
Und dann ging es für mich auch schon wieder durch die tolle Landschaft zurück nach Bani. 🙂

Den Rest der Woche war ich wieder in der Schule und es ist nicht viel passiert.
Samstags sind wir allerdings mit meiner ganzen Familie und der Familie von der Schwester meiner Gastmutter nach Dagupan gefahren um dort einkaufen zugehen, da das Büro von meiner Gastmutter in der Schule renoviert wird und sie dafür einiges an Dingen brauchte.
Die Mall in der wir waren glich einer europäischen Mall und wir haben ein wenig in den vielen Geschäften geshoppt, bis wir uns später wieder mit einem vollgepackten Auto auf den Heimweg gemacht haben.
Sonntags durfte ich Madam Nida dann nachmittags helfen Ihr Office einzurichten und für alle Möbelstücke den besten Platz zu finden, dass hat großen Spaß gemacht und ich bin wirklich sehr zufrieden mit unserem Ergebnis!
Meinen Gottesdienst am Sonntagmorgen habe ich ganz spontan im Altersheim bei den Little Sisters of the Poor gefeiert, weil unser Männerchor da jeden zweiten Sonntag im Monat zur Messe hinfährt und sie mich aufgegabelt haben, als wir grade in die Kirche gegangen waren.
Dort habe ich zum ersten Mal wirklich ganz philippinisch eine Stunde auf den Priester gewartet, bis die Messe anfangen konnte, aber das Ambiente auf dem Hügel mit dem Altersheim ist immer wirklich sehr schön!
Der Ausblick von dort oben ist der Wahnsinn!!!

Kommen wir zu dieser Woche…
Diese Woche war ich die ersten Tag so wie immer in der Schule und habe mit Madam Kizzy ein paar neue Lernmaterialien gebastelt. Nachdem wir in den Wochen davor so viel aussortiert und weggeworfen haben, mussten wir Madam Pinky versprechen, Ihr aber ein bisschen was wieder neu zu machen und das habe ich mit großer Freude bejaht!

Am Donnerstag hat Madam Nida mich dann gefragt ob ich mit ihr kommen mag.
Ich wusste die ganze Zeit nicht wirklich was wir machen, nur dass ich einen weiteren Teil von Bani kennenlernen werde.
Also sind wir morgens hier mit einem kleinen Bus und noch drei weiteren Schulleitern von Schulen aus Bani losgefahren und haben an jeder Schule angehalten um den Principal einzusammeln.
Hier gibt es wirklich sehr sehr viele Schulen! Jede Barangay hat mindestens eine eigene Schule und Bani hat 27 Barangayen. Insgesamt gibt es in ganz Bani aber 40 Schulen!
Wir sind aber nur in eine Ecke von Bani gefahren und es waren nicht alle Schulleiter bei der Veranstaltung, dessen Namen ich erst erfahren habe, als wir plötzlich alle an einer Schule ausgestiegen sind und in einen Klassenraum geführt wurden.
Dort wurde mir dann irgendwann bewusst, dass hier grade der alte Schulleiter verabschiedet und die neue Schulleiterin begrüßt wurde.
Nach ein paar Reden und der offiziellen Begrüßung der neuen Leiterin gab es noch ein leckeres Mittagessen in der Schule und dann sind wir alle wieder in den kleinen Bus gestiegen, nur um 15 Minuten später bei einer anderen Schule auszusteigen, die sich als die alte Schule der neuen Schulleiterin herausstellte und die neue Schule des alten Schulleiters.
Also gab es dann das ganze Programm vom Vormittag nochmal mit exakt den gleichen Zuschauern und Rednern, nur mit einem Ortswechsel.
Man darf hier nur höchstens fünf Jahre Schulleiter einer Schule sein, deshalb haben die beiden Headteacher einfach ihre Schulen getauscht.
Nach einer leckeren Meryenda in Schule 2 sind wir dann mit dem ganzen Lehrerclan in das Oldwoodsresort nach Surip gefahren, in dem ich vor ein paar Wochen schon einmal mit Father Jonas war.
Dort gab es noch eine Kleinigkeit zu trinken und sonst wurden, wie immer, viele Bilder gemacht.
Es war ein wirklich lustiger Tag, mit viel Essen und vielen neuen Eindrücken!

So und nun sind wir auch endlich bei heute angekommen.
Seit gestern Abend haben wir wieder Taifunwarnung Stufe 1 und morgen soll es 2 werden.
Damit schließt sich der Kreis mit „malakas ang hangin“!
Trotz des Sturms sind wir gestern Abend noch mit dem Tricycle eine halbe Stunde in die Barangay gefahren, in der Sir Jojos Mutter wohnt, da diese Geburtstag hatte und wir dort zu Abend gegessen haben.
Aber heute sind wir eigentlich nur Zuhause und eben haben wir uns zur Meryenda Halohalo selbstgemacht! Das war sehr lecker! Halohalo bedeutet so viel wie alles zusammen gemixt und genau so entsteht auch das Getränk.
Man hat verschiedene Zutaten, wie Bananen, süßen Mais, etwas ähnliches wie Kokos und noch viel mehr von dem ich leider den Namen schon wieder vergessen habe und dann kommt noch ganz viel kleingecrashtes Eis dazu und eine Art Kondensmilch. Zum Schluss alles umrühren und dann trinken!

So und mit diesem kleinen kulinarischen Input von den Philippinen komme ich jetzt auch endlich zum Schluss! 🙂
Schöne Grüße an das verschneite und verregnete Deutschland von den sehr warmen, aber windigen Philippinen!
Jasmine 🙂

Ein Kommentar

  1. Elke Knappich Elke Knappich 17. Oktober 2015

    Hallo Jasmine,
    leider hat es gestern mit dem Telefon nicht geklappt.
    Ich habe Dich gehört, doch Du konntest mich nicht verstehen.
    Aber es war sehr schön Deine Stimme zu hören und meine Hoffnung,
    dass es doch einmal klappt in den nächsten Tagen gebe ich nicht
    auf. Ein sehr schöner Bericht , den Du da wieder geschickt hast
    und die tollen Bilder dazu, vermitteln mir wenigstens, dass ich
    trotz allem mit Dir in Verbindung bin. Für heute sage ich mach
    weiter so und Gottes Segen.
    Ich hab Dich lieb Deine Oma