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Maraming tubig! – Sehr viel Wasser!

Hallo ihr Lieben,

schon wieder sind drei Tage um, in denen unglaublich viel passiert ist!

Am Mittwochmorgen wollte Sr. Carol mit uns eigentlich noch nach Salasa fahren, um dort ebenfalls die Einrichtung anzuschauen, in der wir im nächsten Jahr arbeiten können. Allerdings haben wir keinen Driver gehabt und somit hatten wir plötzlich den ganzen Tag frei.
Ich habe daraufhin die Zeit genutzt und mich ins Parish Office gesetzt und angefangen mit den Leuten dort Tagalog zu lernen. Das hat wirklich sehr viel Spaß gemacht und die Menschen hier freuen sich immer sehr, wenn man wieder ein neues Wort oder einen neuen Satz gelernt hat. 🙂
Allerdings liegt noch ein langer Weg vor mir, bis ich mir die ganzen Worte und Sätze länger als zwei Minuten behalten kann!

Nach dem Mittagessen hat Martin gefragt, ob es eine Möglichkeit gibt an den Strand zu gehen und dann hat es keine zwanzig Minuten gedauert und wir hatten zwei Driver und Arlene, Roxanne und Carla dabei, die mit uns den Nachmittag am Bolo Beach verbracht haben.
Es war ein echt toller Nachmittag, schon die Fahrt im Tricycle war wieder toll!
Nachdem ich sofort Fotos gemacht habe von dem tollen Strand, sind Martin und ich schwimmen gegangen und als wir wieder aus dem warmen Wasser kamen, durften wir am Strand unsere erste Runde Karaoke auf den Philippinen singen!
Nach unserer Karaokerunde sind wir dann nochmal alle ins Wasser gegangen, die Philippinos hatten das zwar nicht vor und deshalb keine Schwimmsachen dabei, aber das hat keinen daran gehindert einfach in voller Montur ins Wasser zu kommen. 🙂
Während die Sonne langsam untergegangen ist, sind wir dann nach Hause gefahren um dort mit allen gemeinsam zu Abend zu essen.

Am Donnerstagmorgen mussten wir dann zum ersten mal früh aufstehen, da wir um sechs von Noly abgeholt wurden, der uns mitgenommen hat zu seinen Reisfeldern.
Noly ist ein sehr erfahrener Bauer der Diözese hier. Er baut seinen Reis nachhaltig und mit organischen Düngern an. Dieses Projekt ist eines der Projekte des Sozial Action Center hier in Alaminos und dort durften wir eine Stunde am frühen morgen beim Reispflanzen helfen.
Es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht und die Stunde ging viel zu schnell vorbei!

Doch auch den Rest des Tages waren wir viel beschäftigt.
Am Nachmittag hatten wir endlich unsere erste Tagaloglesson bei Mrs. Santos.
Ich freue mich schon auf unsere nächste Stunde morgen!
Direkt nach unserem Unterricht haben wir uns dann auch schon wieder auf den Weg nach Mangatarem gemacht um dort die Nacht bei Simon und Imelda zu verbringen.

Sie wohnen seit 3 Jahren hier auf den Philippinen und betreuen ein Wiederaufforstungsprogramm der Diözese Alaminos. Durch die neuen Bäume soll verhindert werden, dass die Erosion der Erde zunimmt und die Bauern wieder fruchtbaren Boden haben, auf dem sie Ihre Lebensmittel anbauen können. Momentan ist der Boden zu sauer und hat keinen Halt.
Um den Wachstum der Wälder zu fördern, gibt es nun das Projekt „Iplant“, Ziel des Projektes ist es, bis 2020 1 Millionen Bäume zu pflanzen. Es kommen immer wieder große Gruppen, von Highschools, aus Manila oder anderen Einrichtungen, um mit Simon, Imelda und den ansässigen Bauern Bäume zu pflanzen. Wir haben heute morgen eine Gruppe aus der Kirchengemeinde von Mangatarem dabei begleitet.
Um halb sechs morgens haben wir uns an der Kirche getroffen um von dort aus zu Hügeln (Bergen) zu fahren, wo die Bäume gepflanzt werden. Dabei habe ich meine erste Fahrt auf der Ladefläche eines Transporters erlebt und auch diese Form des Transportes macht unglaublichen Spaß!
Leider hat es, als wir am Fluss ankamen, den wir über eine sehr spektakuläre Hängebrücke überqueren mussten, angefangen zu Regen. Nach einigen Minuten waren wir alle klatschnass.
Jetzt waren wir alle sowieso schon nass, also haben wir uns auf den Weg gemacht zu den Setzlingen, die bei einem kleinen Unterstand im kleinen tropischen Wald standen.
Der Weg dorthin war schon mehr ein Bach und wir sind mit unseren Flip Flops mehr oder weniger leicht vorangekommen.
Nach einer kurzen Einführung ins Pflanzen sind wir dann mit der ganzen Gruppe einen steilen Hügel hinaufgelaufen, was nicht weniger schwer war, als der Weg zuvor und ich war froh, als wir alle wohlbehalten oben ankamen.
Nachdem ich dann meine 4 Bäume gepflanzt habe und wir im strömenden Regen standen dachte ich mir: „Ja ok, jetzt könnte ich so langsam auch wieder runter ins Tal gehen und würde mich über einen warmen Pulli sehr freuen“
Allerdings haben das die ganzen Philippinos nicht so gesehen und sind fröhlich und strahlend wie immer motiviert durch den regen gekrachselt und haben weiter Bäume gepflanzt.
Nach 2 Stunden sind wir dann aber doch wieder zurück gegangen und ich war unglaublich glücklich, als ich mir bei Simon und Imelda endlich etwas warmes anziehen konnte.
Wirklich unfassbar, aber ich habe gefroren!
Und das nicht nur einmal heute, die Busfahrt zurück war auch eher kalt und ich war froh um meinen Pulli, da die Klimaanlagen hier alles in fahrbare Kühlschränke verwandeln.

So und jetzt sitze ich ziemlich kaputt in meinem Zimmer und freue mich auf die nächsten etwas ruhigeren Tage. 🙂

Alles Liebe,
Eure Jasmine

2 Kommentare

  1. Elke Knappich Elke Knappich 22. August 2015

    Hallo Jasmine ich bin ständig begierig auf deine neuen Berichte
    und schaue täglich in den PC ob wieder eine Nachricht von Dir da ist. Auch die tollen Bilder, die Du immer beifügst, lassen die Entfernug, die zwischen uns liegt kleiner erscheinen.
    Ich denke fast den ganzen Tag an Dich, doch ich weiß,
    dass der liebe Gott Dich beschützt.
    Ich habe Dich lieb Deine Oma

  2. Susanne Eckermann Susanne Eckermann 30. August 2015

    Hallo Jasmine,
    auch ich bin eine begeisterte Leserin deines Bloggs.
    Aus den Bildern und Texten kann man so richtig herauslesen und sehen, dass du den richtigen Weg für dich gewählt hast.
    Außerdem ist mir aufgefallen , wenn man sich das erste Bild mit den beiden Philippininnen betrachtet, dass auch du typisch philippinische Gesichtszüge hast – fehlen nur noch die schwarzen langen Haare 🙂
    Wir Eckermänner wünschen dir weiterhin viel Spaß und tolle Erfahrungen für deinen weiteren Lebensweg.

    Liebe Grüße an alle die uns kennen,
    Susi