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Cebu, SPED at nagtanim ng Palay (Reis pflanzen)

Liebe Leserinnen und Leser,

bei mir und Caro nähert sich so langsam das Ende unseres Freiwilligendienstes hier auf den Philippinen. Genau genommen sind es nur noch 16 Tage und man denkt schon über Abschiede, Abschiedsgeschenke und Mitbringsel nach. Auch hat man noch vieles vor und man weiß nicht genau, ob man das in den letzten Tagen noch alles schafft.

Wie Caro schon im letzten Bericht erwähnte, waren wir noch in Cebu, die neben Manila und Davao zu den größten Städten der Philippinen zählt. Dort haben wir uns mit ein paar anderen Freiwilligen, die dort leben getroffen. Am ersten Tag haben wir uns die Stadt angesehen zum Beispiel den taoistischen Tempel der etwas erhöht auf dem Berg erbaut wurde und man von dort aus einen wunderschönen Ausblick auf Stadt hat. Interessant ist, das Cebu vor der Kolonialisierung der Spanier ein chinesischer Handelsstützpunkt war und heute noch etwa ein Viertel der dort lebenden Bevölkerung chinesische Wurzeln hat. Durch Cebu wurden wir von einem anderen Freiwilligen begleitet, der sehr flüssig Visayas (die dortige Sprache) sprechen kann. Visayas klingt schon anders als Tagalog. Vor allem wird in Cebu nur Visayas gesprochen. Denn die meisten Filippinos dort verstehen ein bisschen oder fast gar kein Tagalog obwohl es neben Englisch die offizielle Sprache der Philippinen ist. Insgesamt merkt man schon, das in Cebu der spanische Einfluss sehr groß war.

Dann haben wir noch spontan mit den anderen Freiwilligen entschieden nach Siquijor zu fahren. Siquijor ist eine sehr kleine Insel unterhalb von Cebu, Bohol und Negros, wo noch an schwarze Magie, Hexerei und an den Voodoozauber geglaubt wird. In vielen Souvenirshops wurden Tinkturen gegen bestimmte Krankheiten oder Armbänder gegen Moskitostiche verkauft. Ansonsten hat man nicht viel von diesem Thema mitbekommen. Mit den anderen Freiwilligen haben wir uns sehr viel verschiedene Plätze angeschaut zum Beispiel den Enchanted Balete Tree, der 400 Jahre alt ist und von den Inselbewohnern als heilig betrachtet wird. Dort haben wir uns auch ein Food-Spa gegönnt. In dem Becken vor dem Baum konnte man seine Füße ins Wasser tauchen und Fische haben dann kleine Hautfetzten weggeknabbert. Das hat schon sehr gekitzelt. Danach waren wir noch in einem Wasserfall baden und waren später noch am Strand. Am nächsten Tag fing es für mich und Caro zurück, weil wir auf dem Rückweg in Oslob unbedingt die Wale Sharks sehen wollten. Natürlich hat es dort nur so von Touristen gewimmelt. Doch war es echt ein einzigartiges Erlebnis. Wir wurden in einem kleinen Boot ein Stückchen auf das Meer herausgefahren. Dann durften wir ins Wasser und bis zu vier Meter an die Whale Sharks ran, die mit Fischen angefüttert wurden. Diese Meeresbewohner können bis zu 18 Meter groß werden und haben ein Maul von etwa einem Meter. Die Whale Sharks, die wir gesehen haben waren so etwa 10-12 Meter groß. Trotzdem hatte man schon echt Respekt vor der Größe und auch wollte man nicht allzu nahe dran. Nur hat es mich ein bisschen Unterwasser gestört, das zu viele Menschen da waren und es irgendwie auch ein bisschen chaotisch dabei zu ging. Nach diesem Ereignis war leider auch schon Cebu Trip zu Ende.

Seit ich aus Olongapo zurück bin, habe ich lange nicht mehr über meine Sped Class berichtet. Anfang Juni hat das neue Schuljahr begonnen und es sind ca. zehn neue Kinder dazu gekommen und jetzt sind mehr als 40 Kinder in der Sped. Die ersten paar Tage waren einfach super anstrengend, weil fast alle Kinder da waren und der Raum einfach viel zu klein ist. Zum Glück hat Madam Pinky jetzt einen Plan erstellt, wann welches Kind kommen soll und es wurde noch eine neue Lehrerin eingestellt. Sie heißt Madam Kissy und ist erst 22 Jahre alt und sehr nett. Viele von den neuen Kindern sind auch erst vier oder fünf Jahre alt und eigentlich noch zu jung für die Sped. Sie spielen dann meistens, weil es noch nichts bringt ihnen schreiben beizubringen. Die Speds werden jetzt meistens auch in verschiedene Gruppe eingeteilt (nach Alter, Behinderung oder Lernstand). Ich kriege momentan meistens die Älteren, weil ich ihnen schreiben und rechnen beibringe. Jedoch muss alles öfters wiederholen werden, weil die gelernten Sachen doch wieder in Vergessenheit geraten. Aber ab und zu bastel ich gerne mit den taubstummen Kindern. Vor etwa zwei Wochen war der Nationalfeiertag der Philippinen. Da haben alle Kinder dann eine philippinische Flagge gebastelt. Während dem Basteln wurde ich öfters gefragt, wie den die deutsche Flagge aussieht. So hab ich dann noch nebenbei eine deutsche Flagge gebastelt. An anderen Tagen hab ich noch mit den Kids Origami gemacht und Perlen aus Zeitungspapier hergestellt. Man hat ihnen angesehen, das ihnen echt Spaß gemacht hat. Auch hat sich jetzt ergeben, das alle taubstummen Kinder die noch kein Hörgerät haben eins kriegen. So sind Madam Pinky und Sr Ares mit den Kinder für einen Tag nach Manila gefahren, um von den Ohren von den Kindern Abdrücke machen zu lassen. Diese Aktion ist zustande gekommen, weil in den USA jemand Hörgerate für Kinder auf den Philippinen spendet. Leider konnte ich nicht mit. Dann gab es noch eine Überraschung für Sped. Madam Pinky hatte sich nach den Sped Olympics ein Boche Set gewünscht, damit für die Sped Olympics trainiert werden kann. Den Wunsch habe ich an Petra, die für die Partnerschaft zuständig ist weitergeleitet und vor zwei Wochen kam das Päckchen mit dem Boche Set und ein paar andere Kleinigkeiten in Bani an. Natürlich wurde das Boche sofort ausprobiert. Vielen Dank an Petra!!!

Mittlerweile hat hier schon die Regenzeit angefangen. Doch leider regnet es momentan einfach zu wenig. Trotzdem durften Caro und ich mit Noli Reis pflanzen. Morgens um sechs ging es dann los. Doch erst mussten wir noch ein bisschen den anderen Reisbauern helfen, indem wir die Setzlinge, die separat auf einem anderen Feld gepflanzt wurden, in kleinen Bündeln auf die Reisfelder transportiert haben. Dabei mussten wir meistens durch die anderen matschigen Reisfelder waten. Danach durften wir ein Viertel eines Reisfeldes bepflanzen. Noli hat uns auch alles vorher gezeigt. Es ist nicht so sonderlich schwierig, weil man zwei bis drei Setzlinge in die Hand nimmt und einfach in den Matsch setzt. Doch ist es schwierig gerade in einer Linie mit einem gleichen Abstand zu pflanzen. Öfters haben wir noch von Reisbauern Ratschläge bekommen, wie man richtig pflanzt. In der Zeit wo wir unser Viertel bepflanzt haben, waren die Bauern schon mit zwei ordentlich gepflanzten Reisfeldern fertig. Als Merienda hatte Noli uns jeweils eine gelbe Kokosnuss mitgebracht, die wir dann im Schatten genießen konnten.

So das war’s mal wieder aus Alaminos.

Viele liebe Grüße

Friederike

 

 

 

der taoistische Tempel in Cebu
der taoistische Tempel in Cebu
Aussicht auf Cebu
Aussicht auf Cebu
der Enchanted Balete Tree auf Siquijor
der Enchanted Balete Tree auf Siquijor

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beim Origami basteln
beim Origami basteln
Fertig sind die Kraniche
Fertig sind die Kraniche
Basteln mit den Speds (Perlen)
Basteln mit den Speds (Perlen)
Perlen aus Zeitungspapier
Perlen aus Zeitungspapier
beim Anmalen der Perlen
beim Anmalen der Perlen

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die Lehrer durften auch mal ran
die Lehrer durften auch mal ran
bei den Reissetzlingen
bei den Reissetzlingen
Wir beim Pflanzen
Wir beim Pflanzen
So geht's richtig
So geht’s richtig
Unser fertiges Reisfeld
Unser fertiges Reisfeld