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Tagle an die Spitze von Caritas Internationalis gewählt

Mit der Wahl zum neuen Präsidenten von Caritas Internationalis hat Kardinal Luis Antonio Tagle (57) der Erzbischof von Manila, ein weiteres internationales Amt inne. Die 20. Generalversammlung des Dachverbandes von 165 nationalen Caritasverbänden und anderen katholischen Wohlfahrtsorganisationen wählte Tagle kürzlich in Rom zum Nachfolger von Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga (72). Tagles Gegenkandidat war der Erzbischof von Zypern, Youssef Soueif. Die erforderliche Bestätigung Tagles durch den Vatikan gilt als Formsache. Damit ist Kardinal Tagle der erste Präsident der Wohlfahrtsorganisationen aus Asien seit der Gründung 1951. Der Präsident von Caritas Internationalis hat vor allem repräsentative Aufgaben. Er ist internationales Sprachrohr der Caritasverbände. Aufgabe von Caritas Internationalis ist vor allem die Koordinierung von Hilfsaktionen und Entwicklungsprogrammen auf weltkirchlicher Ebene. Das eigene Budget ist vergleichsweise gering und liegt bei etwa vier Millionen Euro.

Er wolle seine Wahl »im Namen aller Armen in der Welt annehmen«, sagte Tagle. »Lasst uns zusammen eine Kirche der Armen stärken.«

Der Erzbischof von Manila, der seit November 2012 dem Kardinalskollegium angehört, gilt international als Gesicht der jungen und dynamischen Kirche in Asien und als unkonventioneller Hirte. Auf der Videoplattform Youtube ist Tagle als Sänger seiner selbstkomponierten christlichen Lieder zu sehen. Auf den Philippinen kommentiert er in einer eigenen TV-Sendung mit dem Titel »Das Wort vorgestellt« jede Woche die Bibellesungen für den jeweiligen Sonntag. Auch Berührungsängste gegenüber neuen Medien kennt Tagle nicht. Im sozialen Netzwerk Facebook zählt er zu den Kardinälen, deren Profil die meisten Besuche verzeichnet.