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Kanadischer Müll soll dorthin zurück

Seit drei Jahren lagert kanadischer Müll in 50 Containern in philippinischen Häfen. Präsident Benigno Aquino solle bei seinem Staatsbesuch in Kanada auf die Rücknahme der Abfällen drängen,  forderte am Donnerstag der Vorsitzende des Ausschusses für öffentliche Angelegenheiten in der Bischofskonferenz, Bischof Broderick Soncuaco Pabillo.

Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen sowie Politiker_innen auf den Philippinen verlangen seit langem von Kanada die Rücknahme des Mülls, der in den Häfen von Manila und Subic vor sich hin rottet. Umweltaktivisten sehen in der Müllsendung einen Bruch der Konvention von Basel über die Kontrolle der grenzüberschreitenden Verbringung gefährlicher Abfälle. Die Container aus Kanada enthalten laut Kontrollen philippinischer Behörden unter anderem Gasflaschen, gebrauchte Hygieneartikel und nicht recycelbare Kunststoffe.

Eine solche Forderung sei nicht nur moralisch richtig und gerecht, sondern auch diplomatisch vernünftig, so der Weihbischof in Manila. Es stelle keine Gefährdung der bilateralen Beziehungen dar, wenn der Staatspräsident das verteidige, was gut für die Menschen und die Umwelt sei. Die philippinische Umweltbehörde hatte zuvor laut Medienberichten einer Entsorgung der illegalen Müllsendung »um der diplomatischen Beziehungen willen« zugestimmt. Präsident Aquino hält sich ab Donnerstag zu einem Staatsbesuch in Kanada auf.