Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Bischöfe: Alle Gruppen in Mindanao-Friedensprozess einbeziehen

Die Philippinische Bischofskonferenz hat die Einbeziehung aller Konfliktparteien in den Friedensprozess für die Region Mindanao gefordert. Jene Gruppen zu ignorieren, die nicht an dem Abkommen über die Schaffung einer autonomen islamischen Region beteiligt waren, sei dem Frieden in der Region nicht dienlich, erklärte der Vorsitzende der Bischofskonferenz Erzbischof Socrates Villegas. Frieden könne es nur geben, wenn alle Beteiligten einbezogen würden. Andernfalls könnten die Unzufriedenen auf lange Sicht radikale Milizen wie die Bangsamoro Islamic Freedom Fighters (BIFF) und Terrorgruppen wie Abu Sayyaf stärken, hieß es.

Derzeit wird im philippinischen Parlament über das Gesetz beraten, das die Grundlage für eine autonome Region Bangsamoro bilden soll.  Deren Gründung war vor einem Jahr in einem Abkommen zwischen der Regierung der Philippinen und der Rebellenorganisation Moro Islamic Liberation Front (MILF)  vereinbart worden.

Ende März hatte Staatspräsident Benigno Aquino Führungspersönlichkeiten aus Gesellschaft, Wirtschaft, Justiz und Religionen berufen. Sie sollen eine breite gesellschaftliche Debatte über das Bangsamoro-Gesetz anstoßen. Kirchenvertreter in dem Gremium ist Manilas Kardinal Luis Antonio Tagle.