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Auch von mir mal wieder ein Lebenzeichen…

In den letzten Wochen ist hier so viel passiert, dass ich gar nicht dazu gekommen bin euch ein Update über meine Zeit hier zu geben…

Zunächst ging natürlich der Alltag in der Schule weiter. Die fröhlichen Gesichter meiner Schüler beim Basteln, Spielen und unserem Herumgealbere hat mich jeden Tag immer wieder erfreut. Besonders mein einer Autist, normalerweise sehr konzentriert und die meiste Zeit für Außenstehende eher emotionslos, hat mich sehr gerührt, als er mit mir Badminton gespielt hat und immer wieder ein Lächeln gezeigt hat. Wir haben wohl etwas entdeckt, was ihm wirklich Spaß macht. Morgens mit den Vorschulkindern war ich auch sehr gefragt, durch den ganzen Papierkram für die Zeugnisse war Teacher Laurice sehr beschäftigt, was dazu führte, dass ich oftmals den ganzen Morgen alleine mit 24 5-6- Jährigen da stand. Was natürlich eine Herausforderung war, am Ende haben aber alle noch gelebt und waren am Lachen, also habe ich es glaube ich ganz gut gemeistert.

Wie Friederike ja schon berichtet hat, gab es in Alaminos für eine Woche Fiesta, was mit vielen Aktionen verbunden war: Jahrmarkt, „The Voice of Western Pangasinan“, Konzerten der Priester, uvm. Da habe ich natürlich auch nicht gefehlt 🙂

Außerdem war ich mit bei der Pilgrimage von Salasa. Die Scholars hatten mich dazu eingeladen. Nach einer kurzen „Übernachtungsparty“ ging es dann um  3 Uhr morgens in die Diozöse Bulacan, wo wir um 7 Uhr morgens mit der ersten der acht zu besuchenden Kirchen gestartet haben. In Teilen wurde dann die Kreuzwegstationen gebetet. Da es auf Pangasinan war, konnte ich nicht wirklich viel verstehen, habe aber die Zeit mit meinen Freunden sehr genossen.

In der Woche vor Beginn der Sommerferien ist es auch hier, genauso wie in Deutschland, sehr leer in den Klassenräumen. Das hat mir die Möglichkeit gegeben, Fr. Bok und Sister Sonja bei einigen ihrer Aktivitäten zu begleiten. So durfte ich mit zu einigen Barangay Fiestas, verbunden mit ganz viel (!!!) Essen und zur „Graduation Mass“ meiner Gastschwester in ihrer Schule. Außerdem konnte ich noch andere Freiwillige in Manila besuchen, bevor ich dann meine Familie wiedergesehen habe.

Der Besuch meiner Familie war natürlich sehr aufregend und spannend. Für alle Beteilgten doch sehr lehrreich. Sie können sich jetzt endlich wirklich vorstellen, von was ich hier immer erzähle, meine Freunde und Leute hier, kennen nun meine Familie und für mich ist es einfach schön gewesen, ihnen alles zu zeigen. Aber ich habe auch gemerkt, wie sehr ich mich hier schon an das Leben gewöhnt habe und vieles übernommen habe: Mich stört es wirklich nicht mehr zu warten oder im Traffic zu stehen, ich laufe viel langsamer als sie (hier kann man bei der Hitze ja auch wirklich nicht durch die Stadt „rennen“), mein Geschmack hat sich etwas verändert, sodass ich vieles mag, was ich davor auch nicht mochte, für mich fängt Luxus schon mit einem funktionierenden Duschkopf an… Es war auf jeden Fall sehr schön sie hier zu haben, der Abschied fiel natürlich auch viel leichter als letztes Jahr, da wir einfach nur noch genau 3 Monate hier sind. Das ist wirklich nur noch sehr kurz und fängt mir schon fast an Angst zu machen, es gibt doch noch so viel hier zu entdecken!

Ganz viele sonnige Grüße,

eure Caro