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Papstmesse in Tacloban: Franziskus im Regencape

Wegen eines schweren Sturms musste Papst Franziskus seinen Besuch auf der philippinischen Insel Leyte vorzeitig beenden.Trotz Unwettervorhersage hat Papst Franziskus aber eine Verlegung der Messe in eine Kirche abgelehnt. Er müsse dorthin, wo die Menschen sind, kommentierte Franziskus den Vorschlag der Organisatoren. »Wo sind die Menschen?«, habe der Papst seinen Mitarbeiterstab gefragt. Diese seien bei dem Großereignis nun einmal auf dem großen Messplatz am Flughafen Tacloban. »Also feiern wir dort«, habe Franziskus entschieden. Die Berater hätten vorgeschlagen, die Messe in der Kathedrale der nahe gelegenen Stadt Palo abzuhalten, so Lombardi.

Statt die vorbereitete Predigt auf Englisch zu halten, wandte sich Franziskus frei und in seiner spanischen Muttersprache an die Menge. »Bitte vergebt mir, wenn ich keine anderen Worte habe. Aber Jesus lässt euch niemals im Stich«, sagte er. Gott könne mit den Menschen weinen und sie auch in den schwierigsten Augenblicken begleiten. Viele Besucher nahmen die Predigt bewegt auf, viele weinten. Zu der Messe kamen nach Schätzungen philippinischer Medien 120.000 Menschen; erwartet waren 160.000.

Nach dem Gottesdienst traf Franziskus im nahe gelegenen Sitz des Erzbistums Palo 30 Überlebende und Hinterbliebene des Taifuns Haiyan. Ein geplantes Treffen mit Bischöfen, Priestern und Ordensleuten in der Kathedrale von Palo wurde abgesagt. Franziskus besuchte die Kirche gut drei Stunden vor Beginn, um sich bei den Wartenden für seine verfrühte Abreise zu entschuldigen.

Nach der Abreise des Papstes wurde bekannt, dass eine junge Freiwillige der Hilfsorganisation »Catholic Relief Service« nach der Messe anscheinend von einem umstürzenden Lautsprecher erschlagen wurde. Die Frau erlag ihren Verletzungen. Papst Franziskus zeigte sich laut Vatikansprecher Federico Lombardi erschüttert. Er habe um Kontakt zu der betroffenen Familie gebeten, hieß es.