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CBCP: Friedensprozess auf Mindanao fortsetzen

Nach blutigen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und islamistischen Rebellen auf den Philippinen hat die katholische Kirche zu Besonnenheit aufgerufen. Gerade jetzt dürfe der Friedensprozess nicht unterbrochen werden, erklärte der Vorsitzende der Philippinischen Bischofskonferenz, Erzbischof Socrates Villegas.

Die Gewalt sei zu verurteilen. Der blutige Vorfall am Sonntag unterstreiche aber »die Notwendigkeit und Dringlichkeit, zu einer Lösung zu kommen, die nicht übereilt, sondern umfassend, grundlegend und gerecht für alle ist«, so Villegas.

Auch Friedensaktivist_innen der »Lanao Peace Advocates« auf Mindanao riefen die Regierung laut Ucanews auf, ein geplantes Gesetz zugunsten der muslimischen Minderheit in der Bangsamoro-Region weiter voranzubringen. Alle Seiten müssten am »Fahrplan für Frieden in Mindanao« festhalten.

Am Sonntag waren auf Mindanao mehr als 40 Polizisten einer Spezialeinheit bei Gefechten mit muslimischen Rebellen getötet worden. Aufseiten der Rebellen soll es laut philippinischen Medien elf Tote gegeben haben.

In die Gefechte waren den Berichten zufolge auf muslimischer Seite Einheiten der Rebellenorganisationen Moro Islamic Liberation Front (MILF) sowie der Bangsamoro Islamic Freedom Fighters (BIFF) verwickelt. Zu dem Schusswechsel sei es gekommen, als die Polizisten einen mutmaßlichen Terroristen der islamistischen Organisation Jemaah Islamiyah wollten. In einer Stellungnahme der Polizei war von einem »versehentlichen« Zusammenstoß die Rede.

Im März 2014 hatten sich Regierung und islamische Vertreter auf die Gründung einer autonomen Region Bangsamoro verständigt. Das Abkommen liegt dem philippinischen Parlament zur Beratung und Abstimmung vor. Seit mehr als drei Jahrzehnten kämpfen muslimische Milizen und einige islamistische Terrorgruppen für einen unabhängigen islamischen Staat auf Mindanao.