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Vigan

Liebe fleißige Leserinnen und Leser,

heute nunmal ein wirklich kurzer Bericht über unseren, d.h Friederike und meinen, Trip nach Vigan.

Bevor wir beide umgezogen sind, hatten wir schon in Alaminos mit Fr. Lain, dem Dirketor des Prieserseminars in Vigan, überlegt, diese wunderschöne Stadt zu besuchen. Sie hat einen alten Stadtkern, der sehr gut die spanische Besetzung der Philippinen dokumentiert. Am Dienstag ging es dann endlich los. Mit dem Bus haben wir ca. 7 Stunden gebraucht. Davon waren 4 Stunden in einem Deluxe Bus, man hat sich wie in der Business Class gefühlt. Dieses Gefühl wurde nur mal wieder durch die Temperaturen eines Kühlschrankes getrübt… Troztdem kamen wir sicher an und sind dann zusammen mit den Seminaristen aus Pangasinan, d.h. unserer Provinz und Fr. Lain durch den wunderschön beleuchteten Stadtkern geschlendert und haben uns, die an Barcelona erinnernden, angestrahlten Springbrunnen angeschaut. Durch die am Freitag anstehende Aufführung eines Theaterstücks über einen deutschen Missionar, wo auch einige der Seminaristen beteiligt waren, hatten wir viel zu Lachen. Wir durften nämlich Deutschlehrer spielen und die Schauspieler bei ihren ein/zwei Wörtern auf Deutsch verbessern. Übernachtet haben wir dann im Priesterseminar, welches 96 Seminaristen beherbergt und 1952 von Deutschen erbaut wurde. Mich hat die Architektur des Gebäudes auch irgendwie etwas an das Haus meiner Großmama erinnert… Am Mittwochmorgen hatte uns Fr. Lain eine Calesa, d.h. eine einspannige Kutsche mit nur zwei Rädern, organisiert. Mit ihr ging es dann zu diversen Sehenswürdigkeiten. Wir konnten mal wieder ungestört Touristen sein und haben diesen Morgen sehr genossen. Nachmittags wurden wir dann voll in die Proben des zwei Tage später anstehenden Theaterstücks involviert. Neben der Verbesserung der Aussprache sollten wir noch einige andere Übersetzungen liefern, wie zum Beispiel das Vater Unser. Wir hatten sehr viel Spaß, besonders die Gespräche mit den Seminaristen zwischendurch sind immer sehr interessant gewesen. Natürlich wollten wir, wenn wir schonmal in der Stadt des Erzbischofs sind, diesen auch kennenlernen. Leider hat das nicht geklappt, dafür durften wir uns dann den Palace anschauen, mit privater Führung durch Fr. Lain. Nach einer Messe auf Latein in der Kapelle des Seminars, wir haben uns durch die ganzen Priesteranwärter mit ihren weißen Kutten etwas ins Mittelalter in ein Kloster zurückverstetzt gefühlt, ging es dann abends noch zu einer Hausweihe mit üppigem Abendessen.

Am Donnerstagmorgen war unser Trip schon dem Ende nahe. Nach dem Frühstück, wo wir noch einen Deutschen Priester kennengelernt haben, ging es wieder zurück nach Hause. Wir waren echt erstaunt mit wieviel „Deutsch“ wir in diesen 3 Tagen Kontakt hatten… Vielleicht fragen sich jetzt einige von euch, warum wir nicht Nachts gefahren sind. Wir dachten uns, unsere erste weite Reise treten wir lieber sicher, bei Tageslicht an. So hatten wir auch die Möglichkeit die Veränderung der Landschaft, Häuser und Straßen Richtung Norden wahr zu nehmen und die Aussicht auf das türkise, klare Meer war natürlich immer wieder atemberaubend!

Das wars von mir jetzt erstmal! Liebe Grüße ins herbstliche Deutschland 🙂 Gestern habe ich hier sogar auch ein bisschen gefroren (in T-Shirt und kurzer Hose, es war sehr wolkig) aber heute ist wieder klarer, blauer Himmel, weshalb die Temperaturen natürlich wieder gestiegen sind!

Ignat kayo! (Take care!)

Eure Caro