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Kanin, Palaisipan at mga Puno (Reis, Puzzle und viele Bäume)

Mit diesen drei Worten kann man gut die letzten anderthalb Wochen beschreiben. Denn am letzten Samstag wurde ich von der Madam Pinkie eingeladen am Teachers Day teilzunehmen, um Bäume zu pflanzen mit allen Lehrern von der Schule. Wir trafen uns früh morgens vor dem Rathaus. Weiter ging es dann auf einem Minitruck auf dem etwa 20-30 Leute drauf passten. Allerdings mussten wir manchen Stellen runter vom Minitruck, weil die Achse auf dem Boden schleifte und wir nicht weiter fahren konnten. Auf der Hälfte des Weges mussten wir auf den Truck verzichten, weil es einfach nicht mehr weiter ging. So ging es dann zu Fuß weiter bei einer ziemlichen Affenhitze. Einmal hatten wir den die Gelegenheit an einen Fluss zu kommen. Ich hab mich dann ein bisschen abkühlen können. Dann ging es allerdings weiter sowie das Schwitzen. Bei einem weiteren Zwischenstopp habe ich mir dann eine Kokosnuss gegönnt, was echt gut tat. Dann ging es weiter durch den Dschungel bergauf. Schließlich kamen wir an eine Art Damm, wo eine Rampe abwärts gebaut wurde für den Fluss. Einige der Lehrer wollten nach dem Bäume pflanzen die Rampe runterrutschen, um sich abzukühlen. Leider wurde nichts daraus, weil auf dem Weg weiter durch den Dschungel eine der Lehrerinnen zusammengebrochen ist. So wurde dann beschlossen umzukehren, weil es selbst für die Filipinos super anstrengend war. Ich hätte auch nicht wirklich weiter gekonnt und ich hätte auch keine Bäume mehr pflanzen können, weswegen ich sehr froh war als wir umgekehrt sind. So kam ich dann ziemlich müde nach Hause, wo schon der Geburtstag von meinem Gastbruder gefeiert wurde. Eigentlich lebt der nicht mehr in dem Haus. Die Party ging dann bis drei Uhr morgens mit Karaoke und Alkohol. Leider stand die Karaokebox neben meinem Zimmer, sodass ich nicht wirklich schlafen konnte und ich am nächsten Morgen fast ein Meeting von der Gemeinde verschlafen hätte. An dem Tag war ich echt super müde. Am Montag hatten alle frei. Ich begleitet Fr Divino zu einer Messe in einer Barangay. Dort traf auf ein Mädchen, das ab und zu die Sped Class besucht. Sie erkannte mich sofort und umarmt mich. Sie zeigte mir dann ihr Haus und anschließend spielten wir mit ihrer Hängematte bis die Messe begann. Leider hatte ich nach der Messe keine Zeit mehr für sie, weil wir direkt zurück gefahren sind. Am Dienstag war ich wie gewohnt in der Sped Class, aber nur vormittags, weil ich am Nachmittag nach Alaminos gefahren bin. Dort traf ich auch Caro, weil wir am nächsten Reis ernten sollten. Es war echt schön mal wieder nach Alaminos zu kommen, weil ich mich dort wie zu Hause fühle. Auch war es echt schön alle die Gesichter wiederzusehen.

Der nächste Tag begann dann sehr früh. Wir wurden von Noli abgeholt und zum Reisfeld gebracht. Noli zeigte uns wie man mit einem kurzem doch recht scharfen Messer den Reis erntet. Man muss die Reispflanzen etwa in der Mitte packen, am besten mehrere, und dann abhacken. Es ist nicht wirklich schwierig, nur muss man aufpassen, dass man sich nicht das Bein oder Finger abhackt. Dann durften wir das Reisfeld von der Magdalena und noch ein anderes ernten. Wir hielten einen ganzen Vormittag durch. Man muss schon sagen, das das echt harte Arbeit ist. Nach dem Abhacken werden, die Reispflanzen dann in mehreren Bündeln zusammen geschnürt, um sie besser transportieren zu können. Wir durften mal so ein Bündel hoch heben und es ist echt schwer. Manche Reisbauern können bis zu drei Bündel tragen. Am Ende zeigte uns Noli noch die Maschine, wo der Reis von den Halmen getrennt wird. Am Donnerstag arbeitete ich wieder in der Sped Class. Da die Sped Class keine Puzzle besitzt, hatte ich mir gedacht, das ich welche für sie selbst machen kann. Darüber haben sie sich echt gefreut und vor allem waren sie auch sehr neugierig, wie ich die Puzzle gebastelt habe. Allerdings bin ich nicht die allerbeste Malerin, weswegen ich sehr einfach Motive gewählt hab. Auch hab ich drei Mädchen mit involviert, indem sie auch bei dem Puzzle mit malen durften. Als die Puzzle dann fertig waren, wurde dann fleißig gepuzzelt. Für Freitagabend wurden Caro und ich von Simon und Imelda, den Schweizern, denen die Reforeststation gehört eingeladen zum Abendessen nach Magatarem. Es war ein sehr gemütlicher Abend, weil wir uns über die philippinische Kultur, manche Verhaltensweisen und andere Dinge austauschen konnten. Auch das Essen war echt klasse, weil es mal keine vermochten und süßen Nudeln gab. Es wurde auch ein sehr langer Abend. Deswegen war es am nächsten Tag für mich schwierig aufstehen und Simon und Imelda zu der Reforeststation zu begleitet. Doch bevor wir losgefahren sind, hat mir Chiara (Tochter) die Welpen von den Hunden der Familie gezeigt. Die waren gerade mal einen Tag alt. Voll süß. Dann ging es los. Als wir ankamen warteten schon ein paar Bauern auf uns, weil wir ein bisschen später dran waren. Nach einem kurzem Gespräch ging es über eine Hängebrücke über den Fluss und den Berg hinauf zu der Reforeststation. Erst durften Caro und ich ein paar Bäume pflanzen mit den Filipinos, das war sehr einfach und war schnell erledigt. Dann halfen wir bei der Zubereitung vom Mittagessen. Dafür musste das Gemüse gesäubert werden. Da es normalerweise kein fließendes Wasser auf einem Berg gibt, gibt es hier einen Schlauch der an einer Quelle angeschlossen ist. Das Wasser ist so sauber, das man es trinken kann. Und es schmeckt echt gut. Nach dem Mittagessen gab es eine Pause in der viele ein Schäfchen gehalten haben. Gegen Ende der Mittagspause begleitet wir Imelda zum Fluss, um dort mit voller Bekleidung uns abzukühlen. Dies tat echt gut. Anschließend halfen wir Simon und Imelda mit den Setzlingen der Baumschule. Die Setzlingen wurden sortiert nach Größe oder es wurde ein neuer Platz für die Setzlingen geschaffen. Am Ende des Tages waren wir echt fertig.

Diese Woche werden Caro und ich nach Vigan fahren und hoffentlich vieles zu sehen bekommen.

Liebe Grüße

Friederike