Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Neuigkeiten aus Bani

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

Nun bin schon länger als zwei Wochen hier in Bani und ich hab endlich wieder Internet. Dazu kam jedoch, dass die ersten beiden Wochenende immer ein Monsun durch Bani und andere Städte durchgefegt ist und es zu Überschwemmungen und Stromausfällen kam. Außerdem hat es sich dadurch auch sehr abgekühlt, sodass ich in langer Hose und langem Oberteil rumgelaufen bin. In der einen Nacht ist Wasser in das Haus meiner Gastfamilie gelaufen. Zum Glück aber nicht allzu viel. Jedoch hatten wir ca. 24 Stunden keinen Strom, was das Leben schon ein bisschen erschwert.

Meine Gastfamilie ist echt super lieb und nett. Besonders meine Gastmutter, die mir von einem Treffen von Kiwanis in Boracay ein T-Shirt, ein Armband und eine kleine Tasche mitgebracht hat. Ansonsten lebt noch eine meiner vier Gastgeschwister im Haus, die sich um den Haushalt kümmert und die Jüngste kommt nur noch am Wochenende nach Hause, wegen ihrem Studium in einer anderen Stadt. Mein Zimmer besitzt ein großes Bett und eine Klimaanlage, worüber ich echt happy bin. Nur im Bad gibt es ein großes Mückenhausen, dem ich schon einige Stiche zu verdanken habe. Beim Essen gucken meine Gasteltern genau was ich esse und kaufen nur das, was ich mag.

An meinem ersten Wochenende durfte ich Fr. Jonas zu mehreren Messen in verschieden Barangays (Ortsteile) begleiten. Dort habe ich mich dann immer in Tagalog vorgestellt und die Leute immer noch kennengelernt.

Am Montag sollte ich eigentlich anfangen zu arbeiten. Allerdings fiel die Sped-Class (eine Grundschulklasse für behinderte Kinder) wegen dem Monsun aus. Doch am Nachmittag begleitet ich Fr. Divino (Assistent von Fr. Jonas) zu einer Messe in einer Barangay, die nur mit einem Boot erreichbar ist. Wir waren eine etwas größere Gruppe von etwa zehn Leuten und mussten uns in ein sehr kleines Boot quetschen, was auch gleichzeitig eine sehr wackelige Angelegenheit war. Doch die Fahrt hat echt Spaß gemacht. Als wir ankamen, war die Kirche schon sehr voll. Anscheinend wird in den Barangays nicht so oft ein Gottesdienst gefeiert. Auch nahmen sehr viele Kinder am Gottesdienst teil. Nach der Messe wurden wir dann von Kindern verabschiedet. Natürlich war ich für sie ein Highlight.

Am nächsten Tag durfte ich dann endlich anfangen zu arbeiten. Die Speds sind echt super lieb und voll süß. Einmal gibt es Kinder, die taubstumm sind und die von einem taubstummen Lehrer (Sr. Claro) unterrichtet werden. Die andere Kinder mit jeweils verschiedenen Behinderungen, wie Down-Syndrom oder Autismus, werden von Madam Pimkie unterrichtet. Die Kinder sind in verschiedenen Altern. Doch sind die nicht taubstummen im mentalen Alter etwa zwischen 4-6 Jahre. Zuerst hat mir Madam Pinkie alles erklärt, was es für Regeln gibt und was ich so mit den Speds machen kann. Mit Sr. Claro konnte ich mich erst nur über ein Handy unterhalten, aber er hat mir zugesichert, dass er mich in der amerikanischen Sign Language unterrichten wird. Den Rest der Woche hab ich in der Speed-Class gearbeitet.

Am Montag hab ich meine erste Aktivität gestartet. Vielleicht erinnert man sich daran, dass man in der Grundschule in Mathe den Zirkel verwendet hat. Allerdings nicht immer für Mathe. Ich hab sehr gerne mit dem Zirkel auch Mandalas selbst gemacht. Nun hab ich für die Kids welche gezeichnet. Darüber waren die Kids echt happy und sie fanden es auch sehr interessant, als ich sie gezeichnet hab. Wenn keine Aktivität ansteht, bringe ich ihnen das ABC oder Zahlen bei oder ich spiele mit ihnen.

Am Mittwoch bin ich dann nach Salsa zu Caro gefahren, um das Visum zu verlängern. Aber erst hatte ich einen kleinen Aufenthalt in Alaminos, um das Geld für das Visum abzuholen und noch mit den Leuten im Office dort zu quatschen. Als ich in Salsa angekommen war, wurde ich nicht nur von Caro begrüßt, sondern auch von den Scholars, die alle sehr neugierig waren und uns dann ein kurzes Stück auf dem zu Caros Haus begleitet haben.

Am nächsten Tag ging es dann früh los, weil wir mit der Gastschwester zusammen nach Dagupan gefahren sind. Bei dem Immigration Office angekommen, mussten wir erst einmal Passfotos und Kopien von unseren Pässen machen. Danach hat es erst mal ein bisschen gedauert, bis wir das Visum hatten. Die Leute in dem Immigration Office waren aber echt super lieb und wussten auch noch von Magdalena, deswegen verlief alles sehr unproblematisch. Anschließend ging es dann zu Starbucks, worauf wir uns beide echt super gefreut haben, weil man in Deutschland ab und zu schon mal zu Starbucks geht. Danach sind wir durch Dagupan durch ein paar Läden und Shopping Malls geschlendert. Am selben Tag ging es dann wieder zurück nach Bani.

Freitags bin ich dann mit einer kleinen Delegation von Bani zum Diocesan Youth Day in Alos, eine Barangay von Alaminos gefahren. Dort traf ich dann auf ca. 300 Jugendliche aus fast allen Gemeinden von Pangasinan. Darunter auch Caro. Wir haben viel getanzt und gebetet und ich und Caro haben an dem Act Workshop teilgenommen. Allerdings hatten wir uns darunter etwas anderes vorgestellt, weil der Workshop mit einer Art Lesung eingeleitet wurde und uns wir mit den anderen darüber austauschen sollten. Anschließend wurde dann gruppenweise eine Bibelstelle vorgespielt. Danach gab es dann noch einen Taize-Gottesdienst, den ich sehr genossen hab. Dann war es auch schon kurz nach zwölf und Nachtruhe war angesagt. Das hieß, das alle auf einem überdachten Basketballfeld schliefen mit nur einer Toilette. Zum Glück hatte mir Fr. Jonas einen Schlafsack ausgeliehen, in dem ich zu mindestens drei Stunden schlafen konnte. Der nächste Gottesdienst wurde dann mit einem Gottesdienst eingeleitet, in dem einige Leute darunter auch ich ab und zu mal weggenickt sind. Nach dem Frühstück ging es dann für alle nach Hause. Auf dem Weg nach Hause sind alle im Jeepney eingeschlafen. Ich bin dann von der Kirche nach Hause gelaufen, hab geduscht und bin dann ins Bett gefallen.

Am Sonntag bin ich mit meinen Gasteltern und mit ein paar Leuten von Bani zum Family Day gefahren in Alaminos. Dort haben mehrere Priester Vorträge zum Thema Familie gehalten und ein paar Jugendgruppen haben Tänze gezeigt. Am Ende gab es dann eine Tombola, bei der man 17×1000 Peso, einen Fernseher, eine Waschmaschine oder ein Mountainbike gewinnen konnte. Meine Gastmutter hat 1000 Peso gewonnen. Dann wurde der Name für die Waschmaschine gezogen. Diejenige kam aus Bani, aber leider war sie nicht anwesend, sodass die kleine Delegation von Bani die Waschmaschine zum Haus von derjenigen transportiert musste. An dem Tag war es auch sehr heiß und der Family Day fand im vierten Stock des Seminargebäudes statt, was dadurch recht anstrengend wurde.

So das wars erst einmal. Mir fällt es mittlerweile recht schwer im deutschen zu sprechen und zu schreiben, was denke ich ein gutes Zeichen ist.

Liebe Grüße,

Friederike

SAMSUNG CAMERA PICTURES

Die Waschmaschine auf dem Weg zum Besitzer
Die Waschmaschine auf dem Weg zum Besitzer

SAMSUNG CAMERA PICTURES

Taize
Taize
Beim Tanzen
Beim Tanzen
Meine Speds
Meine Speds
Madam Pimkie und ich
Madam Pimkie und ich
Auf geht's nach Alos
Auf geht’s nach Alos
Welcome to the Diocesan Youth Day
Welcome to the Diocesan Youth Day

 

Meine selbstgemachten Mandalas
Meine selbstgemachten Mandalas
Überschwemmung
Überschwemmung
So leben Menschen am Fluss
So leben Menschen am Fluss
Die Kids, die uns verabschiedet haben
Die Kids, die uns verabschiedet haben
Das Boot, in dem wir zu zehnt zur Messe gefahren sind
Das Boot, in dem wir zu zehnt zur Messe gefahren sind

SAMSUNG CAMERA PICTURES