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Pumunta kami sa 100 Islands

Magandang hapon! (beziehungsweise Magandang umaga für euch, Guten Tag/Morgen auf Tagalog)

Da wir hier so viel erleben, haben wir uns vorgenommen, noch viel öfter von unseren Erlebnissen zu berichten, dass ihr nicht immer halbe Romane zu lesen habt! Wir versuchen uns immer aufs Wesentliche zu konzentrieren, aber das ist manchmal echt nicht so einfach!

Montag Morgen sind wir dann doch noch ein bisschen auf den Markt gegangen und haben unsere Fähigkeiten im Handeln ausgetestet… es ist noch Luft nach oben! Nachmittags sind wir beide auf Wolke sieben geschwebt, denn Father Bob hat uns morgens überraschenderweise vier Cheescake-Törtchen gebracht, die wir dann auf (meinem neuen Lieblingsplatz) dem Balkon der Radiostation genossen haben. Abends wurden wir dann noch mit Brot (Baguette und Weißbrot, aber kein süßes Brot!!) überrrascht. Somit konnten wir die nächsten zwei Tage morgens Brot mit Marmelade frühstücken, was sich schon fast wie ein „normales“ Frühstück angefühlt hat.

Dienstag sind wir mit Sr Carol nach Dagupan gefahren, die größte Stadt hier in der Provinz Pangasinan. Dort durften wir das Home of Peace, welches von den Schwestern der Missionaries of Charitiy geleitet wird, besuchen. In diesem Heim leben Kinder, Behinderte und alte Menschen, welche von ihrer Familie abgeschoben wurden. Es wird unter der Woche ein Arbeitsplatz für eine von uns werden. Dabei unterstützen wir die Mitarbeiter im Kindertrakt beim Füttern, Waschen und Beschäftigen der Kinder. Es gibt auf jeden Fall viel zu tun. Auf der Autofahrt habe ich manchmal das Bedürfnis gehab,t mich, wie im deutschen Winter, unter meine Bettdecke zu kuscheln und es warm zu haben, denn die Autos werden hier ziemlich gekühlt. Auch als die Klimaanlage heruntergedreht wurde, war es auf der Rückbank immer noch wie im Kühlschrank. Das Bedürfnis nach Wärme verflüchtigt sich aber ganz schnell wieder, sobald man die Tür aufmacht!

Am Mittwoch war eigentlich ein Trip nach Mabini in die Schule geplant, der dann kurzfristig ausgefallen ist. Wir haben dann spontan einen Vortrag über den Sinn der Taufe für Schüler der High School angehört, wozu uns Father Bob eingeladen hat. Wir haben außer den englischen Wörtern mal wieder wenig verstanden, weshalb ich dann amüsiert die eher uninteressierten Schüler beobachtet habe. Das hat mich doch schon ein wenig an manchen Unterricht in meiner Schule erinnert. Abends durften wir kurzfristig noch mit Father Bob zu einer Hausmesse. Das Bistum Alaminos versucht hier kleine nachbarschaftliche Glaubensgruppen in den Barangays (kleine Orte der Gemeinden), genannt BEC, aufzubauen. Diese scheint wohl schon regelmäßig zu laufen. Nach dem Gottesdienst durften wir dann noch zum üppigen Abendessen bleiben. Wir sind dann eher zurück gerollt als gelaufen!

Donnerstagmorgen wurden wir von Father Jonas aus Bani abgeholt, um mit Diana, einer Deutschen, die hier für 2 Monate gewohnt hat,ihren Gasteltern und Freunden von Fr Jonas auf die Hundred Islands zu fahren. Deshalb auch der Titel des Berichtes. Sinngemäß bedeutet es „Wir sind auf den 100 Islands gewesen“. Auf dem Weg nach Lucap zum Hafen, hat es angefangen zu regnen und ich dachte schon die ganze Aktion wird buchstäblich ins Wasser fallen. Aber zu unserem großen Glück, hat sich das Wetter wieder gebessert, sodass wir unser Inselhopping mit Schwimmen und großem Essen genießen konnten. Übernachtet haben wir Deutschen gestern Nacht dann in Lucap, im „Rest-House“ von Fr Jonas, wo wir den Abend schön in Deutsch haben ausklingen lassen.

Heute Morgen wurden wir mal wieder verwöhnt. Das Frühstück wurde uns von Father Jonas gebracht. Ich fühle mich seid drei Tagen wie eine Kugel, es gibt hier so viel und so viel Leckeres zu Essen! Nach dem Frühstück durften wir dann die Schule in Bani besuchen. Unsere Arbeit besteht dort dann, die Lehrerin der SPED-Klasse zu untersützen. Dies ist eine Klasse für behinderte Kinder und Jugendliche, auch Gehörlose. Diese Woche ist gerade die „Buwan ng Wika“ (Die Woche der Sprache). Hier wird die Sprache gefeiert und somit durften wir uns heute Morgen den Auftritt der SPED-Klasse vor der ganzen Grundschule mitanschauen. Anschließend hat uns Fr Jonas noch drei wunderschöne Plätze in seiner Gemeinde gezeigt. Das Kreuz mit Aussicht auf den Ozean in Surip, den davon unterhalb liegenden, wunderschönen Strand und ein Öko-Hotel, wo nur nicht mehr gebrauchtes Holz verarbeite wird, weshalb es Old Woods by the Sea heißt. Nach dem Lunch in Bani ging es dann wieder zurück nach Alaminos. Eben haben wir dann auch unsere Lehrerin bei der Feier der „Buwan ng Wika“ besucht, kamen aber leider für die Auftritte zu spät.

Mit der Sprache geht es bei mir noch sehr langsam voran…es ist sehr schwer, sich die Worte zu merken, besonders da sie sich doch für uns sehr ähnlich anhören. Aber immer wenn sich eine Möglichkeit ergibt, Gelerntes anzuwenden, versuche ich sie zu ergreifen. Doch man fällt sehr schnell ins Englische zurück, besonders hier mit den Priestern, die sehr gut Englisch reden… Aber ich bin mir sicher, dass wir sobald wir mit Kindern arbeiten und in unseren Gastfamilien sind, mehr aufs Tagalog angewiesen sind und uns dann gar nichts anderes übrig bleibt.

Jetzt wurde es doch wieder ein ganz schön langer Artikel!

Ich hoffe euch geht es allen gut im wohl schon eher kalten und verregneten Deutschland!

Lieben Gruß,

Caro

 

2 Kommentare

  1. Claas Claas 29. August 2014

    Balkon der radiostation? Ist der neu :-)?
    Freut mich, dass ihr weiter Spaß habt, hoffe Bani und Ate Pinky’s Klasse haben euch gefallen.

  2. Caro Caro 30. August 2014

    Nein ich denke nicht haha 😛 Haben ihn zufällig in Raum 205, der immer offen steht, gefunden 😉 Blick auf den Baum und den Pastoral Center, direkt überm Eingang 🙂