Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Dritte Woche

Hallöchen liebe Leserinnen und Leser,

Caro und ich haben diese Woche wieder einiges erlebt, von dem ich gerne berichten möchte.

Letztes Wochenende und am Montag hatten wir wie gewohnt unsere Tagalogstunden. Jedoch haben wir sonst nichts unternommen, weil es den ganzen Tag in Strömen geregnet und es sich sehr abgekühlt hat, was für uns sehr angenehm war.

Am Dienstag fuhren wir zuerst zu dem CFF (Caring For The Future Foundation), wo wir auf dem Weg dorthin fast eine Ziege überfahren hätten. Bei dem CFF angekommen, wurden wir von John dem Leiter begrüßt und er erklärte uns die Ziele von CFF. CFF wurde von den Japanern gegründet und ist für die Freizeitgestaltung und die Unterstützung der Kinder aus armen Verhältnissen da. Danach ging es dann nach Sual, wo wir kurz dort den jungen Priester kennengerlernt haben. Anschließend waren wir dann zum Dinner in Salasa eingeladen mit Father Rendrix und Father Alex. Zuvor haben wir uns die Kirche und Umgebung mit Sister Carol angeschaut. Dann gab es sehr leckeres (masarap) Essen und es wurde sich gut unterhalten. Doch die größte Aufmerksamkeit bekam nach dem Essen die Hündin Churchay von Father Rendrix. Nach dem Essen ging es wieder zurück nach Alaminos und ab in die Tagalogstunde zu Madam Santos.

Am nächsten Tag war vormittags nichts für uns geplant worden. So beschlossen wir, auf Einladung von Madam Santos ihre Klasse zu besuchen. Madam Santos war sehr erfreut, als wir auftauchten. Ihre Schüler und Schülerinnen, in etwa unserem Alter, waren sehr neugierig und haben versucht uns auf Tagalog auszufragen. Doch leider haben wir recht wenig verstehen können, aufgrund unserm noch kleinen Wortschatz. So musste fast alles auf Englisch übersetzt werden. Dann fragte ich, ob es möglich wäre, eine Jogginghose von der Schule zu bekommen. Hier auf den Philippinen müssen die Schüler eine Schuluniform tragen und dazu gehört auch eine Jogginghose, die man auch außerhalb der Schule oft sieht. Nächsten Samstag kriegen wir dann eine mit unserem Namen. Am Ende haben wir dann unsere Handynummern mit den Schülerinnen ausgetauscht.

Am Donnerstag wollten Caro und ich Rosinenschnecken für Madam Santos zum Geburtstag backen. Doch erwies es sich als recht schwierig. Um alle Zutaten zu bekommen, mussten wir die Leute aus dem Office fragen. Nach dem alle Zutaten besorgt wurden, ging es jetzt an die richtige Herausforderung, weil manche Zutaten eine andere Konsistenz haben als in Deutschland. Deswegen mussten wir sehr improvisieren. Am Ende kamen dann Rosinenbrötchen heraus, weil der Teig sehr flüssig geworden ist. Doch fanden sie alle, einschließlich Madam Santos, sehr lecker.

Freitags waren wir im Social Action Center, um die ganzen Patienten zu digitalisieren. Diese Arbeit war nicht ganz so leicht, weil man die Schrift manchmal überhaupt nicht lesen konnte. Nachmittags hatten wir dann wie gewohnt Tagalogunterricht bei Madam Santos. Nach dem Tagalogunterricht hatte Father Francis uns versprochen , mit ihm Grace und Arlene an den Bolo Beach zu fahren um dort zu picknicken. Auf dem Weg dorthin hat es dann angefangen zu gewittern. Außer uns war niemand am Strand und wir haben dann in einer Hütte gepicknickt. Trotz dem schlechten Wetter hat es echt Spaß gemacht. Nach dem Picknick ging es dann noch auf einen Geburtstag, wo es schon wieder Essen gab und wir neue Leute kennengelernt haben. Dann haben wir noch mit Grace, Arlene und Father Francis Karaoke gesungen, was echt lustig war und riesigen Spaß gemacht hat.

Der Samstag begann erst mal mit einem Stromausfall, was echt komisch war. Denn sonst ist man immer von dem Lärm von der Straße geweckt worden. Mit den Leuten von dem Social Action Center trafen wir uns und fuhren dann auf die Santiago Island. Auf der Hinfahrt durften wir hinten auf der Ladefläche von Nolis Auto sitzen. Der Wind war sehr angenehm und wir haben allen Leuten gewunken, die wir gesehen haben. Um nach Santiago Island zu kommen, muss man mit einem Boot übersetzten. Eigentlich wollten wir mit der Autofähre nach Santiago Island. Das Problem war nur ,das sie erst in zwei Stunden fahren sollten. Deswegen mussten wir die Boote nur für Personen benutzen. Auf Santiago Island angekommen, durften wir das erste Mal mit einem Tricycle fahren zu Father Raol. Nach der Merienda (Zwischenmahlzeit zwischen Frühstück und Mittagessen) ging es dann weiter mit einem Boots-Taxi (Five-Star) auf eine andere Insel, auf der Father Raol immer Gottesdienste hält. Die Insel hat nur ca. 200 Einwohner. Deswegen sind wir einmal ans andere Ende gelaufen und weiter auf eine Miniinsel, die nur aus Sand besteht. Dort haben wir dann zu Mittag gegessen. Anschließend sind Caro und ich schwimmen gegangen. Das Wasser ist echt angenehm warm (ca. mehr als 25 °C) und wir haben Seesterne und Krebse gesehen. Leider ging die Zeit so schnell rum und wir mussten wieder zurück. Wir wurden mit dem Auto von dem Pfarrer zu den Booten gebracht. Jedoch musste das Auto auf dem Weg noch betankt werden und das mit Benzin aus der Coca Cola Flasche vom Kiosk. Caro und ich haben uns immer gewundert, warum die Cola so rötlich ist. Auf dem Rückweg ist uns dann aufgefallen , das wir beide ziemlichen Sonnenbrand im Gesicht und anderen Körperstellen haben. Trotz Sonnenschutzfaktor 30. Nach dem Trip waren wir so müde, das wir direkt danach ins Bett gefallen sind.

Der Sonntag war dagegen recht entspannend. Wir sind morgens in die Messe, danach mit Sr. Carol mit einem Jeep(ney) nach Mabini in die Messe. Am Ende der Messe stellte uns Father Bock der Gemeinde vor, in dem wir aufstehen mussten. Alle Blicke waren auf uns gerichtet. Dabei hab ich mich nicht wirklich wohl in meiner Haut gefühlt. Danach durften wir an einem Meeting für den Children Congress am 20. September teilnehmen, an dem wir auch mitwirken werden. Dann wurden wir noch zum Essen von Father Bock eingeladen. Es gab Nudeln mit Tomatensauce auf philippinische Art. Die Nudeln werden hier etwas länger gekocht, sodass sie sehr labberig sind. Caro und ich haben uns aber trotzdem sehr gefreut, weil es bis jetzt fast immer Reis zu jedem Essen gab. Während dem Essen stellte, sich dann heraus das Father Bock und Sr. Carol deutsches Essen sehr mögen. Generell finden die Philippinos, die schon mal in Deutschland waren, unser Essen sehr lecker, vor allem unser Brot.

Für heute ist nichts geplant. Deswegen genießen wir beide den Tag. Nächste Woche werden wir wieder einiges erleben und euch davon berichten.

Viele liebe Grüße

Eure

Friederike

 

 

2 Kommentare

  1. elisabeth Kessels elisabeth Kessels 25. August 2014

    Hallo Ihr, aus dem Urlaub zurück komme ich jetzt endlich dazu Eure interessanten Bwrichte einmal zu lesen. Das hört sich ja alles sehr aufregend an. Freue mich ein wenig an euren Erlebnissen teilhaben zu können und bin sehr neugierig auf neue Nachrichten.
    elisabeth

  2. Daniela Stier Daniela Stier 26. August 2014

    Danke für den interessanten Bericht :-)Die kulinarischen Informationen haben mir Freude gemacht. Ich würde mich freuen, wenn Ihr in Euern Berichten ein paar Worte Tagalog verwenden würdet. Wie grüsst man? Was heisst z.B. „zum Wohle“ „Prost“? Herzliche Grüsse aus dem grau-nassen Zürich :-* Daniela