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Wie Spenden Leben retten – Nothilfe nach Taifun Haiyan

Das UN World Food Programme (WFP) ist die wichtigste Institution der Vereinten Nationen im Kampf gegen den Hunger. In Notsituationen müssen wir schnell reagieren, denn Erdbeben, Fluten, Stürme und bewaffnete Konflikte haben vor allem eine unmittelbare Folge: Hunger. Wir retten Leben, indem wir Nahrungsmittel schnell an die richtigen Orte bringen und den bedürftigsten Menschen helfen.

Hunger und Mangelernährung bekämpfen

So auch nachdem Taifun Haiyan am 9. November 2013 auf die Philippinen traf und eine Schneise der Verwüstung hinterließ. WFP war von Beginn an Teil der massiven Nothilfeoperation, die die philippinische Regierung zusammen mit weiteren Hilfsorganisationen startete, um die Opfer der Katastrophe zu unterstützen.
Rund 2,5 Mio. Filipin@s erhielten im ersten Monat nach dem Taifun von WFP Ernährungshilfe. WFP unterstützte die Menschen in den betroffenen Gebieten zunächst mit Notrationen, die unter anderem Reis und Konserven enthielten, sowie mit angereicherten Energiekeksen – einer essentiellen Energiequelle für Katastrophenopfer, insbesondere Kinder. Diese Kekse haben den Vorteil, dass sie nicht nur satt machen, sondern leicht zu transportieren sind und auch ohne sauberes Wasser und Kochmöglichkeiten direkt verzehrt werden können.
Besondere Aufmerksamkeit galt bei der Notoperation der richtigen Ernährung von Kleinkindern und Müttern, da sie am stärksten durch Mangelernährung gefährdet sind. Die fehlende Versorgung mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen kann gerade für die Kleinsten lebenslang negative Folgen auf ihre Entwicklung haben. Kleinkindern, Schwangeren und stillenden Müttern half WFP daher von Anfang an mit angereicherter Spezialnahrung.
Seit der Katastrophe hilft WFP den Gemeinden zudem durch spezielle Programme, in deren Rahmen die Opfer des Taifuns Nahrungsmittel oder Bargeld erhalten, während sie ihre Häuser, Felder und Läden wieder aufbauen. Durch die finanzielle Unterstützung des WFP können die Menschen ihre Nahrung selbst auswählen – das hilft nicht nur den Betroffenen, sondern bringt auch die lokale Wirtschaft wieder schneller in Schwung.

Nothilfe gewährleisten und organisieren

Eine WFP-Katastrophenhelferin spricht mit einer Einwohnerin Taclobans. Als sie ihre Notration des WFP erhielt, erzählte die Frau: »Wir haben gedacht, es wäre nur ein starker Wind. Wir haben nicht mit der Welle gerechnet. Sie zerstörte unser Haus. Meine Familie wurde gerettet, aber wir haben alles verloren.« (Copyright: WFP/Silke Buhr)
Eine WFP-Katastrophenhelferin spricht mit einer Einwohnerin Taclobans. Als sie ihre Notration des WFP erhielt, erzählte die Frau: »Wir haben gedacht, es wäre nur ein starker Wind. Wir haben nicht mit der Welle gerechnet. Sie zerstörte unser Haus. Meine Familie wurde gerettet, aber wir haben alles verloren.« (Copyright: Silke Buhr, WFP)

Als weltweit größte Hilfsorganisation ist es die Kernkompetenz von WFP, die Verteilung von Hilfsgütern zu organisieren. WFP unterstützte die Nothilfe auf den Philippinen daher auch, indem wir in den betroffenen Gebieten Lagerhallen errichteten, Straßen räumten und Transportrouten planten. Unsere Verteilungszentren wurden im gesamten Katastrophengebiet eingerichtet. Außerdem errichtete WFP Telefonmasten und Satellitenschüsseln, während unsere IT-Expert_innen für Internet- und Telefonverbindungen sorgten – nur so war eine effektive und koordinierte Arbeit aller Helfer_innen möglich.
Mittlerweile haben die Menschen auf den Philippinen das Schlimmste überstanden, aber sie brauchen noch immer unsere Hilfe, um sich in Zukunft wieder selbst ernähren können. Daher ist WFP auch sechs Monate nach dem Taifun vor Ort, unterstützt die Landwirte beim Bestellen ihrer Felder, fördert kleine Betriebe mit Startkapital und hilft Eltern, ihre Kinder gesund zu ernähren.
Doch WFP muss diese Hilfe komplett aus freiwilligen Zuwendungen finanzieren. Jede Spende macht deshalb für die Menschen auf den Philippinen einen Unterschied – damit die Betroffenen weiter ihre Lebensgrundlagen wiederaufbauen und sich die gefährdeten Gemeinden für die nächste Taifun-Saison wappnen können.