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PREDA

Liebe Leserinnen und Leser,

In meinem ersten Bericht möchte ich euch die Kinderrechtsorganisation PREDA etwas näher bekannt machen, bevor ich euch im zweiten Teil von meinen bisherigen Erfahrungen berichte.

PREDA ist die Abkürzung für “People´s Recovery, Empowerment and Development Assistance”. Es ist eine Organisation, die sich für Menschenrechte und in besonderem Maße für die Rechte von Kindern einsetzt. PREDA schützt Kinder vor Missbrauch, Gefängnis und Ausbeutung.
Zu diesem Ziel hat PREDA zwei Projekte aufgebaut:
Zum einen existiert das „Home for girls“ (Heim für Mädchen). Hier werden Mädchen aufgenommen werden, die entweder von ihren Familien(mitgliedern)misshandelt oder vergewaltigt wurden; oder aber Mädchen, die Oper des Sextourismus geworden sind und als Kinderprostituierte von Zuhältern und Freiern gequält, vergewaltigt und gedemütigt wurden. Auch deutsche Sextouristen kommen jährlich auf die Philippinen, um Kinder zu vergewaltigen.
Bei PREDA wird den Mädchen Schutz, Fürsorge und seelische Hilfe geboten, um ihre furchtbaren Erlebnisse aufzuarbeiten. Außerdem erhalten sie Unterstützung in gerichtlichen Prozessen gegen ihre Vergewaltiger.

Zum anderen hat PREDA das „Bukang Liwayway – Home for Boys“ (Neuer Anfang – Heim für Jungen) eröffnet. Dort finden Jungen Schutz und Unterstützung, die auf verschiedene Art und Weise im Konflikt mit dem Gesetz stehen.
Unter anderem sind viele der dort lebenden Jungen Straßenkinder, die sich täglich neu dem Kampf ums Überleben stellen mussten und den Fragen: „Wie komme ich an Geld, was esse ich heute, wo finde ich einen sichern Platz zum Schlafen?“ Viele Straßenkinder werden eingesperrt, ohne Urteil, weil sie kein zu Hause haben, weil sie betteln, weil sie aus Hunger stehlen. Im Gefängnis leben sie oft unter unmenschlichen Bedingungen, verwahrlosen, hungern, verzweifeln und sind perspektivlos, wenn sie aus dem Gefängnis herauskommen.

Die Sozialarbeiter/innen von PREDA befreien die Jungs legal aus dem Gefängnis, um sie in das „Bukang Liwayway – Home for Boys“ zu bringen. Dort leben die Jungen einen respektvollen Umgang miteinander und erhalten eine gute Betreuung, sowie Unterstützung bei ihren Gerichtsprozessen. Zudem lernen sie in einer „Emotionalen-Ausdrucks-Therapie“ ihrer Wut, ihren Seelenschmerzen und Ängsten in einem Therapieraum freien Lauf lassen, um ihre Kindheitstraumata und Schmerzen zu überwinden. Sie erhalten durch dieses Leben im Boys Home, das teils auch mit Schulbesuch und Berufsausbildung verbunden ist, eine neue Lebensperspektive. Ziel ist es, dass die Jungen am Ende wieder in ihre Familien oder vorherigen Umgebungen eingegliedert werden.

Neben diesen beiden Projekten, die dem Kinderschutz dienen, ist PREDA auch im Fairen Handel besonders mit Mango-Produkten aktiv. Ziel ist es, einer Abwanderung der Menschen in die Städte entgegen zu wirken und der Landbevölkerung über den Mango-Handel eine Existenz sichernde Perspektive zu schaffen. Oft sind die Mango-Bauern abhängig von den Großunternehmern, die nur die besten Mangos zu geringe Preise kaufen. PREDA bietet den Mango-Bauern einen Alternative dazu an, indem sie alle Mangos zu fairen Preisen abkaufen und für die Weiterverarbeitung verschiedenen Mango-Produkten einsetzt, die im fairen Handel in der ganzen Welt verkauft werden. PREDA kooperiert mit „dwp“, wodurch fast alle Mango-Produkte, die in deutschen „Eine-Welt-Läden“ verkauft werden, wie z.B. getrocknete Mangos, Mangsomus, Apfel-Mango-Saft, aus der Zusammenarbeit mit PREDA stammen.

So jetzt habt ihr einen groben Überblick über die Arbeit von PREDA bekommen.

Im nächsten Bericht gibt es dann Infos über mein Leben und meine Erfahrungen der ersten zwei Wochen hier bei PREDA.