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Mango Ernte

Liebe Leserinnen und Leser,

Gerade sitze ich bei PREDA auf dem Balkon und genieße diesen wunderschönen Ausblick auf das Meer mit seinen verschiedenen Blautönen und besonders den angenehmen Wind. So lässt es sich heute dann doch aushalten. Denn an allen anderen Orten ist es nämlich extrem heiß, wo durch ich sehr müde werde und antriebslos bin. Zudem ist in ganz Olongapo bis um 5/6 Uhr Stromausfall. Es funktioniert also auch kein Ventilator.

Die letzten zwei Tage hab ich zusammen mit dem Fair-Trade Team bei der Mango Ernte verbracht. Dafür sind wir in eine sehr entlegene Gegend in die Bergen gefahren. Da ¾ der Strecke aus holpriger, steiniger Schotterstraße bestand, dauerte die Fahrt jeweils zwei Stunden. Die Community, denen wir die Mangos abgekauft haben, sind Aetas, die zu der indigenen Bevölkerung zählen. Sie leben in sehr einfachen Bambus-Bananenblätter-Hütten und teils auch in den Bergen an mehreren Orten.
Vor Ort haben die Menschen die Mangos schon von den Bäumen gepflückt und an einem Ort zusammen getragen. Unsere Aufgabe ist es, die Mangos nach Größe und Reife zu sortieren und in Körbe zu raffen. Denn zu kleine, zu reife oder unreife Mangos werden von PREDA nicht abgekauft, da sie für die Produktion nicht verwertbar sind. Im Anschluss werden die Körbe gewogen und mit Bananenblättern abgedeckt, zugeschnürt und in den Transporter oder den Jeep verladen.
Dieses Jahr fällt die Mango Ernte sehr gut aus. Es gibt Unmengen an Mangos, die natürlich fast alle zur selben Zeit reif werden. Das ist in so fern ein Problem für PREDA, da nicht immer genügend Fahrzeuge zum Transport, als auch Körbe bereitstehen, für die Massen von Mangs. Außerdem müssen die Mangos nach der Ernte schnellst möglich nach Bulacan, wo die Produktion stattfindet, gefahren werden, da sie ansonsten zu reif sind und nicht mehr verwendet werden können.
Diese Community hatte schon so viele Mangos geerntet, dass wir am Freitag gar nicht alle mitnehmen konnten, weil wir nicht genug Körbe hatten und beide Autos schon randvoll waren. Deshalb mussten wir gestern nochmal wieder kommen und auch die folgenden Tage werden aus der Mango Ernte bestehen.
Ein Glücksfall war es für mich, dass Jeep und Jac schon sehr voll war mit Mangos und es sehr eng im Inneren geworden wäre, wenn wir alle noch darin hätten Platz finden wollen. Also saß ich mich mit Bryan und Rico, zwei Jungs vom „Home for Boys“, zusammen den ganzen Weg nach Hause oben auf dem Dach des Jeepney. Das war einfach wunderschön. Erstens wurde man nicht so durchgerüttelt wie im Inneren und zweitens konnten wir den wunderschönen Sternenhimmel und den wunderbar schönen rot-orangenen Mond genießen, während uns der angenehm warme Wind um die Nase geweht ist. Ein geniales Gefühl von Freiheit.

Liebe Grüße nach Deutschland,
Magdalena

Ein Kommentar

  1. Viki Viki 28. Mai 2014

    Liebe Lena,
    das hoert sich sehr schoen an und die Fotos sind auch toll! Ich hoffe, du hast dir auch genuegend Mangos schmecken lassen? ;)Ich liebe die Mangos hier ja sehr… Jackfruit und die gruenen Kokosnuesse haben wir hier uebrigens auch.
    Melde mich bald wieder ausfuehrlicher bei dir!
    Ganz liebe Gruesse
    Viki