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US-philippinisches Truppenabkommen

Kurz vor dem Eintreffen des US-Präsidenten zu einem Staatsbesuch in Manila soll ein neues Militärabkommen zwischen den USA und den Philippinen unterzeichnet werden. Das Enhanced Defense Cooperation Agreement sieht vor, dass in den nächsten zehn Jahren US-Truppen einzelne Militärcamps nutzen und dort Kampfflugzeuge und Schiffe positionieren dürfen. Darin fehlen aber Angaben zur Zahl der amerikanischen Soldat_innen, die dauerhaft oder zeitweise dort stationiert sein würden. Seit 2002 sind bereits Hunderte von amerikanischen Militärs in den südlichen Philippinen zur Terrorbekämpfung und als Berater_in. Die philippinische Verfassung verbietet US-Stützpunkte im Land. Im Jahr 1991 hatte das philippinische Parlament für die Schließung der US-Stützpunkte im Land votiert. Oppositionsgruppen haben bereits Proteste gegen die Vereinbarung angekündigt. Nach dem neuen Abkommen soll ein philippinischer Stützpunkt-Kommandeur Zutritt zu allen Bereichen eines mit den Amerikanern geteilten Areals haben. Hintergrund für das Abkommen sind die zunehmend scharfen Territorialkonflikte im Pazifik mit China.