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Philippinische Kirche scheitert bei Familienplanungsgesetz

Der Oberste Gerichtshof der Philippinen hat das von der katholischen Kirche angefochtene Gesetz zur Sexualerziehung und Familienplanung für verfassungsgemäß erklärt, nahm allerdings in sieben Punkten Veränderungen vor. Damit wiesen die Richter die Petitionen kirchlicher Gruppen und Organisationen zurück, die durch das Gesetz den Schutz des Lebens gefährdet sahen. Die Philippinische Bischofskonferenz (CBCP) rief die Katholiken auf, das Urteil zu respektieren. Deren Vorsitzender, Erzbischof Socrates B. Villegas betonte, das Gericht räume die Möglichkeit von Gewissensentscheidungen im Einzelfall ein. Zugleich stärke das Urteil die Stellung der Eltern in der Sexualerziehung ihrer Kinder. »Die Kirche muss weiter für die Heiligkeit des menschlichen Lebens einstehen, stets die Würde der menschlichen Person lehren und das Leben jedes Menschen von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod schützen«, so die Erklärung. Das Gesetz über reproduktive Gesundheit sieht Familienplanungsprogramme auf freiwilliger Basis, Sexualaufklärung in Schulen, eine kostenlose Abgabe von Verhütungsmitteln sowie Maßnahmen zur Verbesserung der professionellen Geburtshilfe zur Senkung der hohen Müttersterblichkeit auf den Philippinen vor. Es war kurz nach seiner Unterzeichnung 2013 vom Obersten Gericht vorübergehend ausgesetzt worden. Das neue Urteil räumt Gesundheitseinrichtungen in religiöser Trägerschaft einen Sonderstatus ein und macht Einschränkungen bei Familienplanungsmaßnahmen für Minderjährige ohne Zustimmung von deren Eltern und für Eheleute ohne Zustimmung der_des Partner_in.