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Frohes und gesegnetes Osterfest

Hallo Leute,

na spürt ihr die Osterfreude in euch? Denkt immer dran „Gott liebt jeden einzelnen, jede einzelne von  euch“ 🙂 Genial oder?

So jetzt zu meiner Karwoche. Die mal wieder anders verlaufen ist, als geplant…. Kenn ich ja schon irgendwoher 😉

Am Samstag habe ich es dann doch nochmal ins CFF geschafft und die Gelegenheit genutzt, meine mitgebrachten Ostereierfärbungsmittel einzusetzen und mit den Kindern Ostereier zu färben. Das war ein Spaß, da sie das noch nie gemacht hatten. Denn hier werden an Ostersonntag zwar auch die Ostereier nach der Kirche gesucht, jedoch sind sie weiß oder mit Stiften bemalt.
Montags bin ich leider umsonst den ganzen Weg nach Dagupan gefahren um mein Visa zu verlängern, da der wichtigste Mann in der Einwanderungsbehörde leider an diesem Tag in Manila war. Deswegen musste ich am Dienstag nochmal nach Dagupan(1 ½ – 2 h Fahrzeit) und habe somit leider den Kreuzweg in Surip /Bani verpasst, der alljährlich einen Höhepunkt der Karwoche für die gesamte Diözese darstellt. Mittwochs konnte ich dann aber in Alaminos an der „Chrism Mass“ teilnehmen. Diese wurde dieses Jahr von Erzbischof „Soc“ (Socrates) aus der Diözese Lingayen-Dagupan gefeiert und war eine Bereicherung für alle Anwesenden. Denn Bischof Soc hat eine sehr ansprechende Predigt mit wichtigem Inhalten und Gedanken gehalten, der besonders für die Priester, aber auch für jede Person, die einen Dienst in der Kirche leistet, bestimmt war. Diese Messe wurde vorrangig für alle Priester gefeiert, die an diesem Tag zusammen kamen, um ihr Gelöbnis zu erneuern.
Donnerstags bin ich der Einladung von Sister Carol nachgekommen und habe die Messe des „Letzten Abendmals“ und der „Fußwaschung“, sowie den Morgen des Karfreitags, an dem der letzte Kreuzweg um 5 Uhr morgens stattfand, in ihrem Konvent in Tara zusammen mit den drei anderen Schwestern gefeiert.
Nach dem Frühstück habe ich mich auf meinen Heimweg nach Mabini gemacht. Leider schon mit starken Ohrenschmerzen, da ich mir eine Infektion zugezogen habe. Den Gottesdienst am Nachmittag in Mabini, in dem die Passion Christi nachgespielt wurde und die anschließende Prozession, habe ich leider nicht ganz miterlebt, da mein schmerzendes Ohr nach Bettruhe verlangte.
Aufgeschnittene Zwiebeln auf dem Ohr und Kokusnussöl sind zum Glück immer noch wirkungsvolle Hausmittel gegen Ohrenschmerzen. Deshalb ging es mir glücklicherweise am Samstag etwas besser und ich konnte mich auf den Weg nach Pogoruac, in die Gemeinde von Father Paul, OC, machen, der mich eingeladen hatte, das Osterfest in seiner Gemeinde zu verbringen.
Dort fand am Abend des Karsamstags die große Osternachtsmesse statt. Zu Beginn wurde das Osterfeuer mit einem speziellen Effekt in Brand gesetzt. Dieser bestand daraus, dass eine Fackel vom Dach der Kirche an einem Seil herabgelassen wurde und die Bambusstangen wie von Geisterhand in Brand gesetzt hat. An dem Osterfeuer wurde dann die Osterkerze entzündet und feierlich in die Kirche getragen. Die Kirche war besinnlich nur von Kerzen beleuchtet. Es wurden fünf Lesungen vorgetragen, die immer durch einen Psalm getrennt war, der von verschieden Jugendlichen der Gemeinde wunderbar vorgesungen wurde. Auch ein zwischenzeitlicher Stromausfall, durch den Strom für das Mikro und das Keyboard ausfiel, konnte die feierliche Stimmung nicht zerstören. Für mich, war es eine Freude mit anzusehen, dass gerade dieser Zwischenfall, der das „nicht-perfekte“ widerspiegelte, dem ganzen einen sinnlichen, menschlichen Touch gab. Nach der Messe endete die gesamte Osternachtzeremonie mit dem sogenannten „Salubong“. Dabei wird die Maria-Mutter Gottes-Statur, begleitet von allen Frauen, an ein Ende der Straße gefahren und die Jesus (auferstanden)-Statur, begleitet von allen Männern, ans andere Ende der Straße. Während die Engel, die von vielen, kleinen, süßen Kindern dargestellt werden, ein Lied singen, bewegen sich die beiden Statuen auf einander zu und begegnen sich in der Mitte, während die Engel Blumen auf sie streuen und ein Halleluja anstimmen.  Im Anschluss an die Messe haben wir  uns alles voll Freude die frohe Botschaft verkündigt und uns „Happy Easter“ gewünscht. Danach saß ich mit den Jugendlichen, die mich schon so herzlich in ihren Kreis aufgenommen hatten, Father Paul, den drei OC-Brüdern und vielen Ates und Kuyas (Tanten und Onkel) bis in die späten Abendstunden zusammen vor der Kirche und haben uns das zuvor gekochte Essen schmecken lassen: Barbecue, Spaghetti, Reis, Puto, „Brot“ und kleine Hühnchenkeulen. Es war herrlich!

Der Ostersonntag begann mit dem Verstecken der Ostereier für die Kinder rund um die Kirche. Nach dem Gebet und dem Frühstück mit den Brüdern (Br. Jerric, Br. Argie, Br. Christian) und Father Paul fand die Ostermesse statt. Im Anschluss bin ich mit den Jugendlichen als Teil des Chores und Father Paul in eine seiner Barangyen gefahren, um dort erneut die Osterbotschaft zu verkünden. Nach einer weiteren Messe in einer anderen Barangay und dem Mittagessen, ging es zurück zum Konvent nach Pogoruac. Dort hieß es erst mal ausruhen und duschen!! Denn ja es ist immer noch sooooo heiß!!
Am Nachmittag sind wir alle zusammen nach Burgos gefahren, um mit allen OC´s den Geburtstag von Fr. Aaron zu feiern. Dort habe ich dann meine vierte Messe für diesen Tag erlebt. Mit Überraschung habe ich festgestellt, dass es fast schon normal für mich geworden ist, so viele Messen zu feiern. Denn das wichtigste gerade bei der Messe mit Fr. Aaron in Burgos, OC war, dass wir alle speziell aus einem Grund erneut für die Messe zusammen gefunden haben. Nämlich, um als Freunde zusammen zukommen und die Gemeinschaft zu genießen! Das haben wir auch gemacht J

Das war eine ganz wunderbare Erfahrung und dieses Osterfest wird mir immer als ein ganz besonders schönes in Erinnerung bleiben.

Hier die Bilder dazu!

Morgen geht es für mich endlich nach Olongapo zu PREDA, einer Organisation, die sich für Menschen-, besonders aber für Kinderrechte einsetzt! Sie wurde 1974 von Shay Cullen, einem irischen Priester gegründet.

Während meinem Aufenthalt dort, werde ich euch mehr berichten. Wer sich jetzt schon dafür interessiert, empfehle ich diese Websiten:

http://www.preda.org/en/

http://www.preda.org/de/

 

Und besonders ans Herz legen, möchte ich euch das Buch von Shay Cullen:

„Kein Kind ist verloren“ – Mein Einsatz für soziale Gerechtigkeit und Kinderrechte auf den Philippinen

Ich kann es nur empfehlen, da es einen sehr guten Einblick in die Arbeit von PREDA gibt und wachrüttelt, durch erschreckend wahre Berichte.

Herzliche Ostergrüße,
Magdalena

Ein Kommentar

  1. Christian Christian 22. April 2014

    Liebe Magdalena,

    ich wünsche dir auch Frohe Ostern und dass dieses ganz besondere Ostergefühl dich auch weiter auf deinem Weg begleitet (die Krankheit nicht so sehr; die kannst du ruhig einfach zurücklassen 😀 ).
    Ich war in der Karwoche endlich wieder in Taizé und habe viel für dich gebetet und gesungen.

    Du hast Recht: Gott liebt jeden einzelnen. Auch dich.

    Lass es dir gut gehen!