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CFF und dies und das

Einen wunderschönen guten Morgen,

nach einem tollen Wochenende, das ich auf Einladung von Fr. Paul, OC. in Pogoruac, seiner Gemeinde, in der er Priester ist, erlebt habe, hatte ich endlich die Zeit für ein paar Tage am Stück im CFF zu arbeiten und nicht wie sonst nur ein Tag am Wochenende. Zu mindestens dachte ich das noch am Anfang der Woche. Doch dazu später mehr. Erst mal möchte ich euch das CFF als Projekt vorstellen. Denn mir ist aufgefallen, dass ich das noch gar nicht gemacht habe, obwohl ich schon seit Anfang des Jahres immer wieder dort arbeite.

CFF steht für „Care for the Future-Foundation“ (Kümmere dich um die Zukunft). In dem Projekt leben neun Kinder/Jugendliche im Alter von sechs bis siebzehn Jahren, deren Eltern nicht in der Lage sind, eine ausreichende Versorgung für sie zu gewährleisten. Christine-Joy, die Sozialarbeiterin ist rund um die Uhr bei den Kindern, sowie zwei weitere Arbeiter/innen, die helfen zu waschen, kochen und auf die Kinder aufzupassen. Meine Aufgabe ist es mit den Kindern Zeit zu verbringen. Es ist eine große Freude sich mit ihnen zu beschäftigen, da sie alle sehr  unterschiedlich sind. Kat-kat und Ela sind die jüngsten Mädchen im Alter vor sechs Jahren. Sie sind anhänglich und freuen sich, wenn wir uns gegenseitig knuddeln, sie beim Karten spielen auf meinem Schoß sitzen dürfen oder mir ihre Fortschritte im Lesen vorstellen. Leo und Rommel sind sieben und zehn Jahre alt und spielen gerne Basketball. Im Schach verliere ich meistens gegen Jerome, der dreizehn Jahre und trotz beginnender Pubertät ein sehr aufgeschlossener und freundlicher Junge ist. Cyra, seine Zwillingsschwester, liebt es zusammen mit mir Origami zu falten oder zu basteln. Ineng, Nene und Belen sind mit ihren 15,16 und 17 Jahren die Ältesten im Projekt und wissen sich meistens selbst zu beschäftigen. Am schönsten ist mit ihnen der Austausch über ihre Freunde in der Schule und die Träume für ihre Zukunft.
Montag und Dienstag habe ich größten Teils damit verbracht besonders den Jüngeren Nachhilfe zugeben. Leo zum Beispiel hat leider sogar immer noch Schwierigkeiten seinen Namen zu schreiben und zu lesen. Ela liest sehr gerne und kommt sogar von sich selbst auf mich zu und ruft „Spelling-time“ (Zeit zu buchstabieren, Diktate schreiben). Ineng und Belen habe ich die Haare geflochten und die schönen Haarbänder von meiner Mama eingesetzt, die in den schwarzen Haaren der Mädels wunderbar zur Geltung kamen.
Wie gesagt, wollte ich eigentlich die ganze Woche im CFF arbeiten. Doch dann haben mich am Mittwochnachmittag aus heiterem Himmel Fieber und Kopfschmerzen geplagt. Die nächsten Stunden und den ganzen Donnerstag habe ich also nur im Bett verbracht und viel, viel getrunken. Heute geht es mir schon wieder besser. Denke, das war wohl einfach eine Reaktion meines Körpers auf die extreme Hitze. Morgen hoffe ich wieder fit für das CFF zu sein. Leider ist es dann auch schon der letzte Tag mit ihnen vor meinem Praktikum bei PREDA in Olongapo.

Nächste Woche erwarten mich viele religiöse Ereignisse: Palmsonntag; ein anstrengender, steil bergauf führender Kreuzweg, an dessen Ende die wunderbare Aussicht auf das Meer für die Anstrengungen belohnen wird; eine Kreuzverehrung; Ostersonntag; und viele mir noch unbekannte  Ereignisse, auf die ich sehr gespannt bin.

Direkt nach Ostern geht es dann dienstags für mich auf zu meinem sechs-wöchigen Praktikum zu PREDA. Bald mehr dazu.

Ich wünsche euch jetzt erst mal ein erholsames Wochenende und eine folgend eine besinnliche Karwoche mit einem anschließenden frohen und gesegneten Osterfest.

Liebe Grüße,
Magdalena