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Unerledigtes auf der Friedensagenda

Nach dem Friedensschluss mit der MILF steht die Fortsetzung von Verhandlungen mit der kommunistisch beeinflussten National Democratic Front (NDF) aus. Der Leiter der Verhandlungskommission Alexander Padilla führte kürzlich informelle Gespräche mit NDF-Gründer Luis Jalandoni. Dieser wolle aber, so Padilla, das ausgesetzte Abkommen über Sicherheits- und Immunitäts-Garantien (JASIG) erneuern und damit genau den Punkt, über den die Regierung nicht verhandeln will. Hintergrund ist die Verhaftung des Vorsitzenden der Kommunistischen Partei der Philippinen (CPP) Benito Tiamzon und seiner Frau Wilma Ende März in ihrem Versteck in Cebu. Luis Jalandoni hatte die Verhaftung verurteilt. Nach seiner Auffassung genießen sie Immunität. Die philippinische Regierung ist nach Aussagen von Padilla nur bereit an den Verhandlungstisch zurückzukehren, wenn über Waffenstillstand und die Eindämmung von Gewalt gesprochen wird. Die NPA, der bewaffnete Arm der NDF, müsse ihre Angriffe einstellen.
Zuletzt hatte die NPA durch die Verwendung von Landminen in Davao del Sur von sich reden gemacht und hat sich nach heftiger Kritik dafür inzwischen entschuldigt. Getroffen wurden Zivilisten und Ambulanzfahrzeuge.