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Ein Wiedersehen in der Hälfte

Hallihallo, hier bin ich wieder nach fast einem Monat, in dem viel passiert ist.

Mit Vorfreude, einem seltsamen Gefühl im Bauch und der Frage im Kopf: „Kann es wirklich wahr sein, dass ich sie jetzt wieder sehe und wie wird es wohl sein?“ habe ich meine Eltern und meine Schwester am Flughafen erwartet. Natürlich habe ich mich gefreut, sie nach 5 ½ Monaten endlich wieder in die Arme schließen zu können. Doch geisterten auch Ängste und Sorgen in meinem Kopf, ob ich es schaffen würde, ihnen von meinem Leben hier in kurzer Zeit die mir wichtigsten Aspekte, Menschen, Orte, etc. zu zeigen und sie trotzdem nicht mit all den neuen Eindrücken (wobei von Klima und der Zeitumstellung noch keine Rede ist) zu überschütten. Denn die kommende Zeit sollte schließlich für sie auch Urlaub und ein Stück Erholung sein.

Ich bin dankbar und voll Freude, dass ein Teil meiner Familie die Möglichkeit hatte meine Welt hier auf den Philippinen direkt miterleben zu können. Es war mir ein Anliegen, dass sie einerseits die Menschen, die mir teils sehr ans Herz gewachsen sind, mich in schwierigen, sowie glücklichen Zeiten getragen und geprägt haben, als auch die Orte, an denen ich lebe und arbeite, kennenlernen.

Nach einem Tag in Manila, wo sie einen ersten Einblick in das Leben der Philippin@s erhalten haben und wir ein wenig die Überreste der spanischen Kolonialzeit erkundeten, ging es auf nach Alaminos.
Unser Weg führte uns nach Mabini, wo sie meine Gastfamilie kennenlernten, wir eine Messe mit Fr. Bok erlebten und den Markt erkundeten. Zur SPED-class, wo wir zusammen mit den Kindern Masken gebastelt haben und anschließend bei Fr. Bok eine typische Merienda mit Pansit, Bibinka (Reiskuchen) und Cola genossen. Wir besuchten das Social-Action-Center und Kuya Noli und Kuya Lorenzo führten uns durch den Garten und erklärten uns das „Organic-farming-program“.  An einem Nachmittag schauten wir im CFF-Projekt in Sual vorbei, wo wir mit den Kindern UNO spielten und das Gelände erkundeten. Ein Mittagessen mit dem Bischof und das Kennenlernen der Priester, Ates und Kuyas rund um die Kathedrale durfte natürlich auch nicht fehlen. Zu meiner großen Freude konnte ich ihnen sogar das Priesterseminar in Makatiw zeigen, da die Segnung der neu angelegten Grotte stattfand. Doch damit noch nicht genug, erlebten sie einen sehr philippinischen Abend im Priesterseminar, der natürlich von Essen und außerdem von einem selbstgestalteten Program der Seminaristen geprägt war. Weitere wunderschöne Tage erlebten wir in Burgos, wo sie die OC´s (Opifices Christi) kennenlernten und Peter und Ingrid trafen, sowie in Mangatarem beim „Tree-planting-Program“ von Simon und Imelda, den schweizer Entwicklungshelfern. Einen entspannten Tag gönnten wir uns auf den 100 Islands, wo wir die Sonne, das klare blaue Meer und die Ruhe genossen. Einen weiteren Tag, an dem sie die Schönheit der Natur am Meer genießen konnten, erlebten wir zusammen mit Chilly, die ein deutsch-philippinisches Restaurant in Mabini leitet, und ihrer Familie am Strand in Dasol.

Nach 10 erlebnisreichen Tagen traten wir alle zusammen den Rückweg nach Manila an, wo ich dann leider schon wieder von meinen Eltern Abschied nahm. Meine Schwester hat sich dafür entschieden, zwei weitere Wochen mit mir auf den Philippinen zu verbringen. Diese Zeit nutzen wir, um gemeinsam mit Julian, einem anderen deutschen Freiwilligen, fünf Tage auf Palawan, der westlichsten Insel der Philippinen, zu verbringen. Eine traumhafte Zeit wartete dort auf uns, in der wir die Einzigartigkeit der philippinischen Natur erleben durften. Mit dem Kayak, dem Motorrad oder zu Fuß erkundeten wir einsame Strände, die Unterwasserwelt mit ihren wunderschönen Korallen, einen Wasserfall in atemberaubender Natur und noch vieles mehr.

Jetzt bin ich zusammen mit meiner Schwester wieder in Mabini und ich genieße es noch für eine Woche zusammen mit ihr meinen Alltag, der durch all die spontanen Ereignissen doch nicht wirklich einer ist, zu leben.
Hier natürlich noch ein paar Bilder von der gemeinsamen Zeit mit meiner Familie.

Ich hoffe, ihr seid gut durch die närrische Zeit gekommen und stellt euch nun mit der Fastenzeit auf das herannahende Osterfest ein.

Viele Grüße,
Magdalena