Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Weihnachten 2013

Ein gesegnetes neues Jahr 2014 wünsche ich allen Leserinnen und Lesern!

Nun bin ich wieder aus dem Urlaub, den ich zusammen mit meinem Onkel, Tante und meinen zwei Cousins im Norden der Philippinen verbracht habe, zurück und kann euch von eben diesem und meinem Weihnachtsfest, das gefühlt schon ewig zurückliegt, berichten.

Wie gesagt, hatte ich keine große Ahnung, wie meine Gastfamilie das Fest feiern würde. Dementsprechend versuchte ich nicht zu viele Erwartungen zu haben. Doch auch mit dieser Einstellung empfand ich das „Fest“ enttäuschend langweilig und mir fehlte die festliche Zelebration zu Ehren dieses besonderen Anlasses. Den 24. Dez. verbrachten wir damit, für das abendliche Festmahl zu kochen und zu backen. Es wurden Lumpia (Frühlingrollen) gedreht, Spagetti gekocht, neue Brownies ausprobiert… Außerdem zogen wir an diesem Tag noch unsere Wichtelpartner, denen wir in den nächsten Tagen ein Geschenk überreichen würden. Am Abend ging es dann um 10 Uhr mit allen zusammen in die Christmette. Diese begann mit einem Einzug von Maria und Joseph, die es sich in einer kleinen Strohhütte, welche im Altarraum aufgestellt war, gemütlich machten. Diese Verbildlichung der Weihnachtsgeschichte war eine gute Idee. Jedoch hatte ich erwartet, dass diese Idee noch etwas mehr ausgeführt wird und auch die Engel und Hirten, die drum herumstanden, in einem kleinen Theaterspiel zur Geltung kommen. Nach dem Gottesdienst bin ich mit meiner Gastfamilie und den nächsten Verwandten nach Hause gegangen, wo wir zusammen gegessen haben. Leider saßen wir alle sehr verstreut im Wohnzimmer herum und die Stimmung erinnerte mich eher an ein normales Geburtstagsfest, als an Weihnachten. Alle waren sehr müde von den vergangen Tagen, die von dem frühen Aufstehen zur täglichen Missa de Gallio geprägt waren. So saßen wir recht bald alle müde im Wohnzimmer und die Karaoke, die hier bei keinem Fest fehlen darf,  erschallte, für meine Verhältnisse wieder viel zu laut, den Raum. Nach und nach gingen wir alle ins Bett und genossen es ausschlafen zu dürfen, denn die Messe am Morgen haben wir uns geschenkt. Den 25. Dez. verbrachte meine Familie damit, in Alaminos Wichtelgeschenke einzukaufen. Dieser Tag hatte rein gar nichts Weihnachtliches an sich und der einzige Lichtblick für mich war eine wunderbare Joggingrunde am Abend durch die Barangaystraßen von Mabini, die nach einem kleinen Schauer wunderbar tropisch wirkten.

So vergingen meine Weihnachtstage und ich dachte schon: „War das jetzt alles?“… Was ich bis dahin noch nicht wusste, dass meine Gastfamilie ihre eigentliche Weihnachtsfeier erst am 27.Dez. veranstaltete. Zusammen mit meinen Verwandten habe ich also an der Weihnachtsfeier teilgenommen und erst dann verstanden, dass der eigentliche Weihnachtstag anscheinend nicht so wichtig ist, sondern auch 2 Tage später genauso gut gefeiert werden kann.
Sie hatten die Garage dann etwas festlich geschmückt, es wurden lustige Spiele gespielt, Wichtelgeschenke verteilt und natürlich gab es wieder jede Menge zu essen. So verging mein Weihnachten hier auf den Philippinen dann doch nicht ganz ohne Geschenke und etwas Feststimmung. Was ich gewichtelt bekommen habe? Einen für mein Empfinden etwas kitschigen Bilderrahmen in Gold und ein (leeres) Fotobuch. Von meiner Gastfamilie habe ich ein Buch geschenkt bekommen. Gefreut habe ich mich sehr über eine Karte, auf der jeder aus meiner Gastfamilie mir ein paar persönliche Worte geschrieben hat.

In den Bildergalerien könnt ihr unter Weihnachtsfeiern 2013 noch ein paar Bilder zu meinem Weihnachten finden.

Im nächsten Artikel dann mehr über meine wunderschöne Tour durch den Norden von Luzon –> Baguio, Mt. Pulag, Sagada, Banaue