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„Christ the King“ in Bugallon

Guten Abend,

gestern wurde hier in der Diözese einer der größten Feiertage neben Ostern und Weihnachten zelebriert „Christ the King“. Jedes Jahr wird dieses Kirchenfest in einer anderen Gemeinde gefeiert. Diese ist nicht nur Ausrichter einer großen Messe am Sonntag und einer anschließenden Prozession durch die ganze Stadt, sondern auch eines großen Youthcamps, an dem Jugendliche aus allen 14 Gemeinden der Diözese teilnehmen.

Am Freitag traf ich mich also um 1 Uhr mit den anderen Teilnehmern aus der Youth-Ministry in Mabini, um zum Camp aufzubrechen, das dieses Jahr in Bugallon stattfand. Doch ein genauer Zeitplan ist nicht alles, wie ich hier immer wieder feststelle. Nachdem wir den Jeep dann also endlich mit allem beladen hatten, was wir zum campen und Essen zubereiten (jede Gruppe hat ihr eigenes Essen zubereitet), benötigen; der Jeep nochmal voll getankt war und wirklich alle Teilnehmer vor Ort waren, war es dann auch schon halb 3 und es konnte endlich losgehen!
Das Gelände der dortigen Grundschule bot genug Platz, um die vielen Teilnehmer unterzubringen. Die Jungs konnten draußen ihre Zelte aufschlagen und wir Mädels hatten das Glück in den Räumen der Schule schlafen zu können. Außerdem gab es ein großes Zelt, in dem wir alle für das Programm, die Gebete und Messen Platz fanden.

Nachdem wir also unser Lager aufgeschlagen hatten (jede Gemeinde hatte ihren eigenen Bereich, Claas hat also bei der Jugend aus Bani in einem Zelt geschlafen), wurden wir mit einem Animationstanz begrüßt. Das ist hier auf den Philippinen große Mode. Denn sie lieben es zu tanzen und zu singen. Während dem Camp sollten wir also noch mehrere Tänze kennenlernen. Anschließend wurde das Camp mit einer Messe durch Bischof Marlo eröffnet.
Das Abendprogramm bestand aus vielen kulturellen Darbietungen, die von Jugendlichen aus verschiedenen Gemeinden vorgetragen wurden. Es war eine große Freude zu sehen, wie viel Arbeit sie in die Vorbereitung gesteckt hatten und wie einfallsreich ihre Ideen in den verschiedenen Tänzen waren.

Der zweite Tag begann wieder mit einer Animation zum Wachwerden und einem Morgengebet. Während des Vormittags und Nachmittags haben wir verschiedene Vorträge von Priestern oder Brüdern gehört, zu Themen wie Teilen (auch in Bezug auf das Taifun-Unglück, wie wir diesen Menschen helfen können, in dem wir unser Hab und Gut teilen) und Mission gehört.

Abends fand ein Taizé-Gebet statt und viele Priester aus der Diözese waren gekommen, um den Jugendlichen die Beichte abzunehmen. Leider konnte ich das Gebet nicht so sehr genießen, da es  durch den angrenzenden „Rummel-Platz“ sehr laut war.
Anschließend hieß es an diesem Abend noch lange nicht ins Bett gehen, sondern auf dem Geländer der Schule herumschlendern, Jugendlichen aus anderen Gemeinden kennenzulernen und lustige Spiele bis in die Nacht spielen. Es erinnerte mich ein bisschen an Taizé 🙂

Am nächsten Tag strömten viele Menschen aus allen Teilen der Diözese zur „Christ the King“-Messe, die ganz groß (alle Priester der Diözese waren anwesend, die Priester-Seminaristen haben gedient) von Bischof Marlo gefeiert wurde. Anschließend gab es eine große und sehr lange Prozession von 1 ½ Stunden durch Bugallon. Am Straßenrand hatten viele Menschen vor ihren Häusern kleine Altare aufgebaut und verfolgten die Prozession. Die ganze Stadt war mit Fähnchen geschmückt.

Nach diesem langen Fußmarsch in großer Hitze (der Taifun hinterlässt auch bei uns ein paar Nachwehen, denn eigentlich sollte es um diese Jahreszeit kälter werden) und nachdem wir den Jeep wieder voll beladen hatten, ging es nach drei Tagen mit wenig Schlaf wieder zurück nach Mabini.

Ein paar Bilder unseres Wochenendes gibt es hier.

So viel zu unserem Wochenende. In meinem nächsten Artikel gibt es dann wieder mehr Infos über meine Projekte, mittlerweile sind es nämlich zwei.

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Viele Grüße,
Magdalena