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Mabini

Hallo aus Mabini,

nun bin ich schon eine Woche in Mabini und habe das Gefühl es ist erst einen Tag her, dass ich Alaminos verlassen habe. Die Zeit vergeht mal wieder relativ.

Ich lebe nun die meiste Zeit mit meiner Gastmutter Ate Anna, meiner Gastschwester Joanna und Grace zusammen. Der Vater (Seemann), sowie die drei anderen Kinder (zwei Töchter + ein Bruder), kommen nur in ihren Semesterferien oder zu Feiertagen nach Hause. Meine Gastfamilie hat mich sehr herzlich willkommen geheißen und ganz nach Filipino-style sind sie sehr besorgt um mich. Fragen immer wieder was ich gerne essen möchte und ob es mir gut geht. Ich bin hier also in besten Händen und gewöhne mich so langsam an das „neue“ Leben hier in Mabini.
Diese Woche war ich schon ein paar Mal in der SPED-class, um mir den Unterricht vor Ort anzuschauen und mich mit den Kindern und Lehrerinnen vertraut zumachen. SPED steht für „Special Education“. In dieser Klasse werden 17 Kinder mit verschiedenen Behinderungen unterrichtet, wie zum Beispiel Kinder mit Lern- oder Sehbehinderung, autistischen Zügen, geistiger Behinderung oder taubstumme Kinder. Viele von ihnen sind um die 5, manche aber auch schon 13 oder sogar 21 Jahre alt. Laurice (27) ist die Lehrerin vor Ort. Sie wird von Cresta unterstützt, die selbst taub-stumm ist und daher in Gebärdensprache kommuniziert. Ich bin sehr begeistert von der Gebärdensprache und freue mich darauf, mich selbst ein bisschen im Gebärden zu üben.
Es macht mir viel Spaß mit den Kindern zu arbeiten, auch wenn es anstrengend ist, da die Kinder durch ihre verschiedenen Behinderungen unterschiedliche Betreuung und Aufmerksamkeit benötigen. Einmal habe ich mit ein paar Mädchen Rechnen im Zahlenraum bis 20 geübt, ein anderes Mal haben wir ein paar Halloween-Bilder gebastelt.
In Zukunft werde ich erst einmal von montags bis freitags in der SPED-class arbeiten. Außerdem werde ich versuchen in der Jugendarbeit der Gemeinde ein bisschen Fuß zu fassen und mich in die Vorbereitung von verschiedenen Projekten oder Aktivitäten einzubringen. Doch wie das konkret aussehen wird, klärt sich erst mit der Zeit.

Heute habe ich meiner Gastfamilie deutschen Schokoladepudding und Schwarzbrot zum Probieren serviert. Das Schokoladepudding-Pulver hatte ich, genauso wie das Pumpernickelbrot aus Deutschland mitgebracht und sie haben sich sehr gefreut endlich mal deutsches Brot, von dem hier so viel erzählt wird, kennenzulernen. Natürlich war es nicht so super einfach den Schokoladepudding zuzubereiten, wie es normal zu Hause der Fall ist. Denn hier gibt es nach weder Schneebesen, noch Messbecher. Doch nach ein paar Improvisationen, was das Abmessen betrifft und einem Gas-Ausfall, stand dann auch der Pudding fertig im Kühlschrank. Es war sehr schön, dass Claas kurzfristig zu Besuch kam und so haben wir uns die „deutsche“ Merienda in fröhlicher Runde gut schmecken lassen. Ate Anna mussten wir allerdings erst erklären, dass wir den Pudding nicht als Brotaufstrich verwenden, sondern dafür eher die gesalzene Butter geeignet ist.

Im Moment warten wir übrigens auf die Ankunft unseres ersten Taifuns, der sich durch heftigen Wind und Regen bereits ankündigt.

Liebe Grüße
Magdalena

Ein Kommentar

  1. Marita Nöller Marita Nöller 14. Oktober 2013

    Liebe Magdalena, es ist schön auf dieser Seite sich Informationen von Dir und Deiner jetzigen Aufgabe zu holen. Jana fragt ob du auch wieder zurückkommst? Klar kommst Du wieder! Wir wünschen Dir noch ganz viel Spass und hoffen Du überstehst die Unwetter. Alles Liebe aus Nomborn. Deine Nachbarn Marita und Mike mit Jana und Pit